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Der Aufstieg und Untergang des britischen Auto-Imperiums

Bruno von Rotz - 05.04.2020

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Verschwundene britische Automarke

Nach dem Zweiten Weltkrieg dominierte die britische Autoindustrie Europa. Kein anderes Land brachte mehr Marken und Modelle an die Autosalons. Gegen 50 kleinere und grössere Marken buhlten um Käufer, darunter AC, Alvis, Armstrong-Siddeley, Aston Martin, Austin, Austin-Healey, Bentley, Bristol, Commer, Daimler, Elva, Fairthorpe, Frazer-Nash, Gilbern, Ginetta, Healey, Hillman, Humber, Jaguar, Jensen, Jowett Javelin, Lagonda, Lanchester, Land Rover, Lotus, Marcos, MG, Morgan, Morris, Reliant, Riley, Rolls-Royce, Rover, Singer, Standard, Sunbeam, Talbot, Trident, Triumph, TVR, Unipower, Vanden Plas oder Wolseley.

Der gesunde Konkurrenzkampf in den Fünfziger- und Sechzigerjahre sorgte für Innovationen wie den ersten Allradantrieb beim Personenwagen (Ferguson, Jensen), den Vorboten des ABS (Jensen), den Mini oder die frühe Adaption von Kunststoffmaterialien für Karosserien und Autoteile.

Die vielen britischen Marken agierten teilweise selbständig, teilweise in grösseren Konglomeraten. Immer wieder wurde restrukturiert, übernommen und verkauft, aber auch liquidiert. Nicht immer führten die neuen Firmenkonstruktionen zu besseren Ergebnissen, Management-Fehlentscheide, Probleme mit den Gewerkschaften und Wirtschaftskrisen beutelten die einzelnen Unternehmen. So übernahm Rolls-Royce bereits 1931 Bentley nach finanziellen Problemen.

Die Rootes Gruppe wurde 1935 gegründet und war verantwortlich für Marken wie Hillman oder Sunbeam. 1968 wurde diese Gruppe durch Chrysler übernommen, einige Jahre später wurden die meisten Teile an Peugeot verkauft.

Die Nuffield Organisation entstand 1938 und vereinte Morris, MG und Riley. 1952 fusionierte Nuffield mit der Austin Motor Company, die neue Firma hiess British Motor Corporation. 1966 schloss sich die British Motor Corporation mit Jaguar und Pressed Steel zusammen und bildete die British Motor Holdings.

Die Standard Motor Company übernahm 1944 Triumph. 1960 kaufte Leyland Standard-Triumph. 1968 entstand die British Leyland Motor Corporation durch Fusion der Leyland Motor Corporation und British Motor Holdings. 1975 wurde die British Leyland Motor Corporation wegen grosser Probleme verstaatlicht, um dann 1982 wieder reprivatisiert zu werden. Ein Grossteil der BLMC kam in der neuen Unternehmung Austin Rover Group unter.

Heute gehören die meisten britischen Marken chinesischen und indischen Unternehmen, eine Ausnahme bilden Rolls-Royce, Bentley, Mini, Triumph und Riley, welche an deutsche Autohersteller gingen.

Heute erinnern sich oftmals nur noch Historiker und Enthusiasten an einst erfolgreiche und fortschrittliche britische Automarken. Grund genug, tief im Archiv zu graben und eine Auswahl von (fast) vergessenen Automobilen herauszuziehen und in einem der beliebten Zwischengas-Autokennerquiz zum Identifizieren anzubieten. Versuchen Sie es, Sie werden garantiert interessante Automodelle wiederentdecken.

Autokennerquiz 79 - britische Autoraritäten

P.S. Haben Sie den Wagen oben auf dem Bild erkannt? Dann haben Sie sicherlich gute Voraussetzungen, um beim Autokennerquiz gut abzuschliessen ...

Alle Kommentare

 
 
ro******:
07.04.2020 (16:32)
Morgen ist seit über 110 Jahre und Aston Martin wieder Britisch!
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