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Wie ein Virus das Planen und Durchführen von Anlässen zur fast unlösbaren Aufgabe macht

Bruno von Rotz - 03.03.2020

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Messe ohne Zuschauer

Stellen Sie sich vor, Sie müssten eine Messe durchführen, die Ende März oder in der ersten Woche April 2020 stattfinden soll. Sie lesen täglich die Zeitung, lassen sich fortwährend über das Internet über die neuesten Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus informieren. Und können trotzdem nicht planen und entscheiden. Sie sind Passagier, denn ob Ihre Messe, aber es werden auch andere Veranstaltungen betroffen sein, stattfinden kann, liegt nicht in Ihren Händen. Es sind die Behörden und Politiker, die im Moment am Steuer sind und sie geben sich sicherlich grosse Mühe, das Richtige zu tun.

Trotzdem macht es die Lage richtig schwierig. in der Schweiz beispielsweise sind Veranstaltungen ab 1000 Besucher zum Publikationszeitpunkt dieses Beitrags bis zum 15. März 2020 verboten, in Frankreich hat man das Limit inzwischen ebenfalls bei 1000 (vorher 5000) Besuchern angesetzt. Deutschland hat noch keine eindeutige Regelung, aber es werden regional Vorschriften entlassen, dass man etwa nur Besucher zu einer Veranstaltung zulassen dürfe, die garantiert gesund seien. Anderswo muss jeder Besucher registriert werden, eindeutig identifiziert (mit Ausweiskopie oder ähnlich). Und all dies ändert sich täglich.

Aber es trifft nicht nur die Veranstalter der grossen Messen wie Oldtimer- und Teilemarkt Fribourg (21. und 22. März 2020)) oder Techno Classica in Essen (25. bis 29. März 2020), sondern auch deren Kunden. Denn für diese ist ein Messestand oft ein Grossprojekt, das viel Geld und noch mehr Aufwand in Arbeitszeit kostet. Wie sollen diese Unternehmen planen, wenn weniger als drei Wochen vor dem Anlass unklar ist, ob er durchgeführt werden kann?

Und, werden die Besucher dann kommen, sollten sich die Tore der Oldtimermesse tatsächlich öffnen? An der Retro Classics in Stuttgart, die durchgeführt werden durfte, wir haben darüber berichtet , betrug der Besucherrückgang rund ein Drittel. Dies ist bereits erheblicher Aderlass, aber ob die Leute in den kommenden Wochen noch bereit sind, zu grossen Messen zu fahren, das kann man heute noch nicht voraussagen.

Und wie gesagt, es wird wohl nicht nur die grossen Messen treffen. Sollte die Corona-Welle bis April/Mai 2020 nicht abflauen, dass werden auch andere Oldtimer- und Youngtimer-Publikumsveranstaltungen mit ähnlichen Fragestellungen kämpfen, beispielsweise das Gaisbergrennen mit dem Stadt-Grand-Prix oder, Teilemärkte wie die Veterama oder die Technorama. Vielleicht erwächst dem Oldtimer mit diesem Virus gerade jetzt ein neuer Feind, der weder mit Fahreinschränkungen, Nachwuchsproblemen noch Umweltschutzfragestellungen etwas zu tun hat …

Neueste Kommentare

 
 
phantom:
04.03.2020 (10:16)
Ja, die Lage ist schwierig. Macht man als Veranstalter (ich zB. www.O-iO.ch) weiter und die Teilnehmer kommen dann nicht, die Sponsoren zahlen ev. auch nicht. Oder sagt man ab. Wie immer man sich entscheidet, man läuft in ein Risiko.
Das hier wird interessant sein:
Bekam gerade die Meldung: 1000 Miglia Pressekonferenz heute um 11 Uhr. Wird gestreamt: https://1000miglia.it/?lang=en
Bin gespannt, was die durchgeben.
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