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Bugatti am wertvollsten in Paris

Bruno von Rotz - 13.02.2018

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Artcurial-Versteigerung vom 9. Februar 2018 (© Daniel Reinhard)

Nun sind sie also vorüber, die drei grossen Versteigerungen von Paris, die jeweils den Anfang des europäischen Auktionsjahres markieren. Wir waren vor Art, haben über 20 Stunden ausgeharrt, um mitzuverfolgen, wie sich der Markt hierzulande präsentiert. Unser Fazit: Kein Boom, aber sicherlich auch keine geplatzte Blase, und vor allem kein Kurssturz, wie man ihn aktuell an den Börsen mitverfolgen kann.

Bei der Analyse des Zahlenmaterials, immerhin wurden fast 350 Autos gehandelt über drei Tage (die Artcurial-Versteigerungen der Museums-Fahrzeuge vom Samstag lassen wir für diese Analyse weg).
Insgesamt waren die Ergebnisse durchaus gut, von 342 versteigerten Autos wurden 266 verkauft, was eine Verkaufsquote von 78 Prozent bedeutet. Im Schnitt wurden 82 Prozent des Schätzwerts geboten, womit der Verkaufspreis im Mittel fast auf Estimate-Niveau lag. EUR 66,5 Millionen (CHF 76,5 Millionen) wurden über die drei Tage umgesetzt, auch nicht schlecht.

Wenn man ein wenig tiefer schaut und die Marken analysiert, die mindestens fünfmal gehandelt wurde, dann setzt es allerdings eine Überraschung. Nicht Ferrari oder Maserati war die wertvollste Marke in Paris, sondern Bugatti. Für diese Auswertung wurden die Maximalgebote, nicht die Verkaufspreise berücksichtigt.

Marke Anz. € HG Avg € HG Min € HG Max Rang HG AvG
Bugatti 10 909000 190000 2950000 1
Maserati 12 728833 50000 2100000 2
Ferrari 35 621721 52000 5500000 3
Porsche 37 280889 60000 1600000 4
BMW 11 262909 15000 1575000 5
Lamborghini 15 262300 25000 1000000 6
Aston Martin 7 232857 52000 480000 7
Bentley 9 228556 30000 610000 8
Alfa Romeo 13 199800 36000 880000 9
Rolls-Royce 5 191000 120000 280000 10
Mercedes-Benz 29 167931 10000 930000 11
Minerva 11 158000 11000 525000 12
Fiat 6 154667 11000 620000 13
Lancia 9 122444 20000 450000 14
Alpine-Renault 5 119000 50000 150000 15
Citroën 22 101714 5000 330000 16
Jaguar 13 94462 9500 200000 17
Chevrolet 5 81125 27000 170000 18
Renault 8 71714 25000 137000 19

Es folgen Maserati, Ferrari und Porsche. Auf Platz 12 taucht Minerva, eine Marke, die vielen Leuten nicht einmal geläufig ist.

Es wäre allerdings zu früh für die Vorkriegsfraktion zu frohlocken. Der teuerste gehandelte Wagen war ein Bugatti Chiron von 2017 (EUR 3,3 Millionen), gefolgt von einem Type 57C Atalante von 1938 (EUR 2,9 Millionen). An dritter Stelle taucht ein Ferrari FXX von 2006 (EUR 2,7 Millionen) auf, gefolgt von einem Maserati A6 GCS/53 Spyder von 1954 (EUR 2,45 Millionen) und einem Maserati MC12 von 2005 (EUR 2,0 Millionen). Die Hälfte der 12 am teuersten verkauften Autos waren Youngtimer oder Neoklassiker, nur gerade ein Vorkriegsauto schaffte es in diese Top 12, obwohl Autos mit Jahrgang vor 1940 in Paris überdurchschnittlich gut vertreten waren.

Daraus allerdins abzuleiten, dass Neu gleich teurer bedeutet, wäre allerdings auch nicht richtig. Und niemand bringt einen Audi A7 oder einen Porsche Cayman der Neuzeit an eine Klassikerversteigerung. 

Auswertung Alter versus Höchstebot bei den Versteigerungen von Paris 2018

Ein klarer Zusammenhang zwischen Alter und Wert (Höchstgebote) lässt sich bei einer genaueren Auswertung kaum erkennen.

Natürlich haben wir über die drei Versteigerungen von RM/Sotheby’s , Bonhams und Artcurial detailliert berichtet.

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