Assistenzsystem von anno dazumal - beim Rover P6

Bruno von Rotz
06.02.2018

Scheinwerfer des Rover P6 3500 V8 von 1971

Zugegeben, man muss schon etwas genauer hinschauen, um die Raffinesse der Lösung zu verstehen. Aber aus der Nähe kann man das über den Positionslichtern des Rover P6 verbaute kleine Prisma entdecken, das oben auf der Fahrzeugecke sitzt. Dieses lässt sich vom Fahrersitz aus einsehen und es ist, und das ist der Clou an der Sache, beleuchtet, wenn das Standlicht brennt. Somit kann man die Fahrzeugecken vorne also auch im Dunkeln sauber erkennen.

Zwar war für diese innovative Lösung weder hochkomplexe Computer-Technik, noch aufwändige Mechanik nötig, dem Fahrer eines Rover 2000 oder 3500 V8 der Sechziger-/Siebzigerjahre aber verschaffte sie einen wertvollen Vorteil, ähnlich wie dies heute manches Assistenzsystem tut.

Warum dieser intelligente Ansatz keine Schule gemacht hat? Die Einschränkungen für das Design waren vermutlich zu gross und vielleicht kostete das Prisma einige Münzen zusätzlich und wurde daher später wieder gestrichen.

Rover P6 3500 V8 von 1971

Mehr über den Rover 3500 V8 können Sie im Fahrbericht lesen, den wir vor einigen Wochen veröffentlicht haben.

Archivierte Einträge:

von ma******
04.03.2020 (10:55)
Antworten
Und bei meinem Porsche 928S4 gibt´s das auch noch: Wenn die Scheinwerfer ausgefahren sind, sieht man über ein solches Prisma, ob das Licht auch tatsächlich leuchtet (was leider nicht immer der Fall ist)
von HerrPausW
11.02.2020 (23:11)
Antworten
Ich fahre das Auto de facto als Zweitbesitzer seit bald 28 Jahren. Und bereue den Ankauf in keiner Weise! Mein Vorteil ist sicher, dass der Erstbesitzer das Auto 18 Jahre fuhr und in dieser Zeit wohl immer wieder die notwendigen Reparaturen durchführen ließ. So bin ich heute Substanzerhaltend unterwegs: jeder Fehler, jedes Tüpfelchen wird sofort behoben, denn ein Kumulieren von Problemen führt letztlich zum Exitus.

Deshalb find ich Fragen wie "wann wurde das Auto restauriert?" einfach blödsinnig: ein Auto, das stets "artgerecht" erhalten wird, braucht keine Restauration! Das brauchen nur Autos mit Wartungsstau! Das Leder wurde brüchig? Ja, also habe ich irgendwann vor 20 Jahren die Sitze neu tapezieren lassen. An den Kotflügeln zeigen sich Bläschen? Ja, also wurden alle Teile abgebaut, entsprechend saniert und dann auch gleich lackiert. Die Türpappe hat die Form verloren? Ja, das Vinyl schrumpfte, die Kartons waren auch nimmer gut - also alles getauscht. Und so weiter und so fort! Mit der Technik ebenso: Gummis an der Hinterachse spröde? Ja, alle getauscht, dabei auch gleich die (innenliegenden!) Bremsscheiben getauscht, wenn schon die Hinterachse draußen ist und dahinter sicherheitshalber Rostvorsorge betrieben.

Zugegeben, es kostet immer ein bisserl was, aber würde man alles auf einmal machen, würde man irgendwann sagen, dass es sich nicht mehr auszahlt. Und da wäre schade drum....

Geiles Auto, geiler Motor, tolles Fahrwerk und ausgezeichnete Bremsen, sparsam (max 11 l ist auch heute für einen V8 ein guter Wert) und in meiner Erfahrung unkaputtbar! Empfehlenswert!
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