Schon bald werden die Aussenspiegel der Vergangenheit angehören
Wir haben uns an die beiden Rückspiegel auf beiden Seiten des Autos aussen gewöhnt wie an das Lenkrad oder den Schalthebel. Der Blick nach links und rechts ist uns fast schon angeboren.
Doch schon bald werden wir umlernen müssen, denn es ist fast so sicher wie das Amen in der Kirche, dass die grossen Anhängsel, sie wuchsen wegen zunehmender Sicherheitsanforderungen stetig seit den Sechzigerjahren, verschwinden werden.
Denn tatsächlich sind sie ein Hindernis im Kampf gegen den CO2-Ausstoss, weil sie die Aerodynamik beeinträchtigen.
Um bis sechs Prozent senken könne man den Luftwiderstand, wenn man auf die beiden Spiegel verzichtet, meint Brad Duncan von amerikanischen Simulationsspezialisten Exa Corporation. Das ist eine ganze Menge, schliesslich entspricht die eingesparten Benzinmenge einer ganzen Tankfüllung auf 16’000 km.
Und was kommt danach? Rückfahrkameras und Bildschirme im Cockpit, die dann neben der Sicht nach hinten auch gleich noch andere nützliche Informationen anzeigen können. Man wird sich daran gewöhnen, der VW XL1 hatte die neuen Dinger ja schon an Bord.
Aktuell fehlt allerdings noch eine saubere Rechtslage, denn noch immer sind die beiden Spiegel in der richtigen Position und Grösse in den meisten Ländern vorgeschrieben. Aber lange wird dies nicht mehr so sein und dann werden die Autos wieder so aussehen, wie vor 60 Jahren, als ein Aussenrückspiegel oftmals überhaupt nicht an Bord oder nur nachgerüstet erhältlich war.
Trotzdem werden wir wohl die teilweise durchaus attraktiv geformten Spiegel vermissen. Ein Testarossa der ersten Generation ohne den hoch montierten Einzelspiegel links wäre ja auch deutlich weniger attraktiv. Aber schauen wir mal …


























