Was die Autofahrer früher noch wussten - vorausschauendes Bergabfahren
Für den modernen Autofahrer sind Steigungen und Bergabfahrten kein Grund, Besonderes vorzukehren. Dei Bremsen moderner Automobile verkraften auch längeres Dauerbremsen und neuzeitliche Automatikgetriebe schalten sogar selbsttätig in einen niedrigeren Gang zurück, um die Bremskraft des Motors zu nutzen.
Das war früher ganz anders. Nicht nur neigten die Bremsen schon früh zu Fading (nachlassender Wirkung), wenn sie über längere Strecken betätigt wurden, auch entfaltete der Motor im obersten Gang, der vielleicht auf der Passhöhe eingelegt wurde, kaum Bremswirkung.
Eine alte Autofahrerregel lautete daher, dass man den Berg in demselben Gange hinunterfahren solle, wie man ihn hinaufgefahren sei. Vielfach war dies sogar der zweite oder erste Gang, denn auch bergauf waren Autos früher keine Raketen.
Vorsicht war natürlich beim Herunterschalten angesagt, schliesslich drohte der Wagen im Leerlauf (beim Zwischengasgeben) ja zunehmend schneller zu werden. Daher zogen umsichtige Leute vor dem Herunterschalten die Handbremse an, damit man im Falle, dass man den Gang nicht einlegen konnte, nicht plötzlich auf ein zu hohes Tempo beschleunigte im Leerlauf. Nach dem Schaltmanöver löste man natürlich die Handbremse wieder. All dies spielte sich vielleicht bei 20 oder 40 km/h ab, denn viel schneller fuhr man einen Berg halt nicht hinunter. Auch dies völlig undenkbar für moderne Autofahrer.

























