Wenn ein Motor nicht ausreicht, dann montiert man halt deren zwei ...
Wie baut man einen schnellen Rennwagen, wenn man nicht allzu viel Geld hat, aber gegen die grossen und starken Boliden der Konkurrenz antreten will? Man koppelt zwei günstige Vierzylindermotoren aneinander und verdoppelt damit Leistung und Drehmoment. So dachte wohl Ciro Monaci Ende der Vierzigerjahre und schuf einen Frontmotor-Rennwagen mit zwei hintereinander liegenden Fiat-Motoren. Die Kraft-Kopplung wurde sogar patentiert und im Schiffsbau eingesetzt.
Im Cockpit mahnt nur ein zweiter Öldruckmesser von der besonderen Motorisierung.
Über 200 km/h erreichte der Wagen auf diese Weise, vermutlich auch dank der windschlüpfigen Karosserie, die Zagato dengelte.
Zwar blieben die ganz grossen Erfolge ab 1952 gegen Ferrari 500 und Konsorten aus, beeindruckend war die Ingenieur-Leistung aber allemals.
Der Monaci von 1952 ist übrigens keineswegs der einzige Wagen mit zwei Motoren. Citroën verschaffte dem Deux-Chevaux (2 CV)mit einem ähnlichen Trick vier angetriebene Räder. Man baute beim “Sahara” einfach im Heck nochmals einen Motor ein, der die Hinterachse antrieb. Dabei blieben die Motoren aber - im Gegensatz zum Monaci - völlig unabhängig bis auf den Schalthebel, der beide Getriebe schalten musste.
Bestaunen kann man den Monaci noch bis am Sonntagabend an der Messe “Auto e Motor d’Epoca” in Padua, ein ausführlicher Bericht folgt demnächst.

































