Hut ab, Sir Stirling!
Kaum zu glauben, wer im "Paddock" von Singapur in der tropischen Hitze plötzlich auftauchte: Stirling Moss mit seiner Suzie. Kaum 85 Jahre "jung" geworden nahm er die Mercedes-Einladung an und besuchte den Nacht-Grand-Prix von Singapur.
Wer einmal Benzin im Blut hat, verliert es nie. Niki Lauda nahm sich viel Zeit und zeigte dem Briten alles, sogar das bestgehütete Geheimnis in Form des Mercedes Turbo-Motors. "Du musst unbedingt mal sehen, wie klein der ist", meint er zu Stirling. Die zwei verabschieden sich in Richtung Box. Nach rund einer halben Stunde sind sie wieder da. Moss zeigt sich äusserst beeindruckt von der heutigen Technik.
Niki Lauda überrascht aber eine besondere Aussage des Briten: "I was always so happy to follow Fangio`s car!" (Ich war immer überglücklich, wenn ich Fangios Wagen folgen konnte)
Heute würde das keiner der beiden aktuellen Mercedes-Piloten (auf dem Bild Nico Rosberg mit Stirling Moss) sagen, auch wenn sie merkten, dass der andere auf einer bestimmten Strecke klar der Schnellere ist.
Fangio war damals das Ausnahmetalent schlechthin. Wahrscheinlich würde man, hätte es nie einen Fangio gegeben, heute Stirling Moss als mehrfachen Weltmeister als dieses Ausnahmetalent bezeichnen. Moss wurde in den Jahren 1955-58 vier mal Vize-Weltmeister. Bei den ersten drei Titeln stand ihm jeweils immer der gleiche andere Fahrer vor der Sonne: der Argentinier Juan Manuel Fangio!
Ich persönlich finde es absolute Weltklasse, wenn ein Fahrer vom Format eines Stirling Moss von sich aus eine derartige Aussage macht! Damit zeigt er deutlich, wie gut Fangio gewesen sein muss.
Chapeau, Sir Stirling!
P.S. Wer mehr über die Formel 1 von früher lesen möchte, der soll sich doch einmal unser Formel-1-Themenspezial anschauen.

























