Für Fahrschüler und Rallyepiloten ungeeignet
Dass es Mercedes Benz nicht so mit den Fahrschülern hatte, ist vermutlich keine Überraschung. Was schon mehr überrascht, ist die Tatsache, dass man die von Hand geschalteten Getriebe ziemlich stiefmütterlich behandelte.
Dies zeigte sich unter anderem auch bei der Handbremse, die es bei Mercedes Benz bekanntlich nicht gab. Sie war durch eine Fussfeststellbremse ersetzt, die zwar bremstechnisch ähnliches tat wie eine von Hand betätigte mechanische Bremse, aber bedienungstechnisch völlig anders geartet war. Die Bremse wurde nämlich durch Drücken eins zusätzlichen, linksseitig angeordneten Pedals blockiert.Gelöst wird sie dann durch einen Zug mit Knopf links vom Lenkrad.
Diese Anordnung hatte gleich mehrere Nachteile. Handbrems-Wenden waren kaum damit machbar und wer am Hang anhalten musste und ohne Rückwärtsrollen wieder anfahren sollte, musste vor dem Drücken der Fussfestellbremse zuerst den Gang herausnehmen, weil er sonst ja das Kupplungspedal nicht loslassen konnte. Da aber in der Fahrschule gelehrt wurde, dass man mit Handbremse anzufahren habe, war dies ein ziemlich umständliches Verfahren. Zudem taugten diese Fahrzeuge auch nicht als private Fahrschulfahrzeuge, denn der Beifahrer konnte natürlich die Fussfeststellbremse nicht von seiner Position aus bedienen.
Der Mercedes Benz 190 E hatte übrigens eine ganz normale Handbremse, warum auch immer. Und neben Mercedes nutzte auch Citroën und BMW für ausgewählte Modelle diese besondere Anordnung.


























