Die berühmten Ohren des Citroën CX und was sie mit Lotus, TVR oder MVS zu tun haben
Der Citroën CX hatte sicher nicht nur Freunde. Dem Luxusgleiter besonders zugetan aber war eine Gilde, bei der man es nicht auf Anhieb erwartet hätte: Die Sportwagenbauer. Sie schätzten zwar nicht unbedingt das ganze Autos, aber auf jeden Fall die Rückspiegel des Citroën CX. Und sie integrierten diese in das Design ihrer Sportwagen.
Die Macher des MVS Venturi (Gérard Godfroy und Claude Poiraud) griffen genauso auf diese sich farblich an den Rest des Fahrzeugs anpassbaren Spiegel zurück wie die Lotus-Produktentwickler, als sie die zweite Generation des Lotus Esprit (Design Peter Stevens) auf den Markt brachten. Dass ein Spiegel aus dem Massenmarkt auch preisliche Vorteile hatte, dürfte für seine Wahl allerdings sicher auch eine wesentliche Rolle gespielt haben.
Auch Peter Wheeler griff auf das Citroën-Ersatzteillager zurück, als er Spiegel für den TVR Griffith der Neunzigerjahre benötigte. Den TVR-Machern wird nachgesagt, dass sie sich jeweils an die Autobahn setzten, wenn sie nach Anbauteilen für ihren nächsten Sportwagen suchten. Sie schauten einfach jedem Auto nach und überlegten sich, ob sich etwas davon für ihr Projekt eignen könnte. So ist es auch zu erklären, dass die Rückleuchten des Vauxhall (Opel) Vectra ihren Weg ins Heck des TVR Griffith fanden, allerdings umgedreht.
Ein und derselbe Spiegel also an drei konkurrierenden Sportwagen? Ja, so war es in den Neunzigerjahren.
Und weil nicht nur die Ohren des Citroën CX bemerkenswert sind, bringen wir dazu demnächst einen ausführlichen Bericht.


























