Hätten Sie ihn erkannt?
Wenn einer dieser vier Herren am Nebentisch sitzen würde, hätten sie ihn erkannt? Alle diese Senioren waren mal Werks-Rennfahrer bei Porsche.
Also los gehts: wer ist das?
Er gewann zusammen mit Jo Siffert 1970 die Targa Florio mit einem Porsche 908 und die 12 Stunden von Sebring im 917K. Er ist Engländer und fuhr auch in der Formel 1 von 1968 bis 1974. Und jetzt der Name: Na klar, Brian Redman.
Zum zweiten Mann:
Er ist der bekannteste und erfolgreichste Rennfahrer aus dem Fürstentum Liechtenstein. Ja so viele gibt es da gar nicht. Ist der Name schon da? Nicht? Mehrfache Teilnahme in Le Mans und sein bestes Ergebnis ist ein vierter Platz zusammen mit Rolf Stommelen 1976 im Porsche 935. Richtig es ist Manfred Schurti.
"Der dritte Mann" stammt nicht aus dem englischen Krimi, sondern kommt aus Belgien und hat sich wohl im Alter am wenigsten von allen verändert:
Er fuhr in der Formel 1 von 1966 bis 1979. Bei seinen 114 Starts feierte er 8 Siege, 13 Pole Positionen und 14 schnellste Rennrunden. Wer könnte das sein? Er lief am Start in Le Mans 1969 ganz gemütlich zum Auto, während alle anderen wie verrückt losrannten. Wenn ich jetzt sage, dass er trotzdem 6 Mal die 24 Stunden von Le Mans gewonnen hat, dann ist sicher der Groschen gefallen. Jawohl es ist Jacky Ickx.
Beim Vierten wird es wieder etwas schwieriger:
Aus Australien nach Europa gekommen startete er von Belgien 1974 bis Österreich 1977 insgesamt zu 9 F1 Rennen. 1983 gewann er im Porsche 956 die 24 Stunden von Le Mans gemeinsam mit Al Holbert und Hurley Haywood. Später baute er einen eigenen Super-Sportwagen mit der Bezeichnung 962CR eine Strassenversion des gleichnamigen Porsche. Fallen die Schuppen? Genau es ist Vern Schuppan.
Wer von euch hätte sie alle am Nebentisch erkannt? Mir passierte genau das vor gefühlten 100 Jahren auf der Insel Elba. Beim Abendessen in einem Strassenrestaurant setzen sich vier Personen an den Nebentisch. Einer kam mir von Anfang an sehr bekannt vor, doch ich wusste lange nicht, wo ich ihn einsortieren könnte. Es war kein Rennwochenende, es war im Urlaub, wohin nur mit dem Mann. Er spricht Deutsch, aber der Dialekt erinnert an Österreich... Dann plötzlich die Götterdämmerung: «Entschuldigen sie, aber sind sie nicht Manfred Schurti?» Man kannte sich natürlich und schon wurden die beiden Tische zusammengeschoben.


























