Klassikerperle der Zukunft - Toyota GR 86 (Subaru BRZ)

Bruno von Rotz
06.04.2021

Toyota Gr 86 (2021) (© Toyota)

Wir haben vor rund sechs Jahren dem ursprünglichen Toyota GT86 / Subaru BRZ bereits Klassikerperlen-Status eingeräumt, jetzt lehnen wir uns noch weiter zum Fenster heraus.

Gerade eben wurde die zweite Generation des nun Toyota GR 86 genannten Sportwagens angekündigt und es müsste schon einiges schiefgehen, wenn der Nachfolger nicht das Zeug hätte, in die Fussstapfen seines Vorgängers (lanciert 2012, als Toyota über 200’000 Mal gebaut) zu treten.

Heck des Toyota Gr 86 (2021) (© Toyota)

Alles, was wichtig ist, bleibt gleich, sprich Heckantrieb, Frontmotor, Handschaltgetriebe (es gibt auch eine Automatik), geringes Gewicht (unter 1300 kg) und relativ schmale Reifen (215/40 R18).

Trotzdem ist der GR 86 ein weitgehend neu entwickeltes Auto. Er kommt nun mit einem 2,4-Liter-Boxer-Saugmotor mit rund 220 bis 230 PS, die Verwindungssteifigkeit konnte um 40 % gesteigert werden, die Aerodynamik wurde optimiert.

Mit 4265 mm Länge, 1775 mm Breite und 1310 mm Höhe bleibt das 2+2-Coupé kompakt, ideal für enge Landstrassen.

Interieur des Toyota Gr 86 (2021) (© Toyota)

Die Chancen stehen gut, dass auch der (vermutlich um EUR 30’000, CHF 32’000 teure) Neue wieder viel Fahrspass bereitet. Sicher ist, dass es (abgesehen vielleicht vom Mazda MX-5) kaum ein anderes Auto gibt, das für ein ähnliches Budget einen derartig klassischen (technischen) Auftritt hat. Und eigentlich fehlt nun nur noch ein währschafter Auftritt in einem Kultfilm, um das hübsche Coupé zum Sofort-Klassiker zu machen.

Subaru BRZ (2021) (© Subaru)

Und ja, für Subaru-Freunde wird es auch wieder eine BRZ-Version geben, zumindest für Japan ist sie schon angekündigt. Bei Toyota kann man allerdings von der nun auf 10 Jahre verlängerten (service-gebundenen) Neuwagengarantie profitieren.

von Reiffan
13.04.2021 (20:23)
Antworten
Vom Layout her ist dieser 86er sicher schon vom Start weg ein "Klassiker" Ob es überhaupt noch richtige Klassiker, bzw. Oldtimer geben wird in Zukunft, darf, bzw. muss leider, bezweifelt werden. Wer weis, wie lange es noch erlaubt sein wird, unserem geliebten Hobby zu frönen, sprich mit Benzin betriebenen Autos zu fahren und wenn, ob das für Normalverdiener noch bezahlbar sein wird (Stichwort Strafsteuer) Da ja, nicht erst seit Corona, den meisten Menschen der Realitätssinn und gesunde Menschenverstand abhanden gekommen zu sein scheint und durch den medial gepushten Autohass (täglich "Raser oder Poserstories) und die polizeiliche Hetzjagd auf 2- und 4-Radfahrer, das Auto bzw. deren Fahrer zu Schwerverbrechern gemacht werden, wird unser Hobby nicht mehr lange weiter bestehen, dasselbe gilt auch für den Automobilrennsport.
Zurück zum eigentlichen Thema: Wirklich pure und sportliche Autos, die noch bezahlbar sind und die beim fahren Spass machen (dürfen) gibt es seit ca. 20 Jahren nicht mehr. Das stetig wachsende, elektronische, Defektpotential ist heute bei jedem Auto riesig und kann, wenn überhaupt, nur noch von spezialisierten Garagen, einigermassen beherrscht werden.
Es ist kein Wunder, warum 80er Jahre Autos so beliebt geworden sind, sie sind zuverlässig, im Unterhalt bezahlbar, verbrauchen nicht mehr, als die heutigen, durchschnittlich 500kg schwereren Autos (vergleiche Golf GTi von 1980 mit heute oder Porsche 911 von 1980 mit heute etc.) Wenn man den heutigen Automagazinen gedruckt, und online, glauben will, ist Fahrspass nur noch ab 300+ PS und im Drift( was hierzulande als Nichtbeherrschen des Fahrzeuges und Führerscheinentzug geahndet wird, erlebbar
Ich habe gerade meine MX5 NB ein weiteres Mal frisch MFK prüfen lassen und bleibe ihm treu, solange es noch erlaubt ist. Er wiegt 1080kg, hat 140 PS und 195/50X15 Bereifung und nicht so "vergleichsweise schmale Bereifung von 215/40x18!) ;-)
Sportlichen Fahrspass erlebe ich aber mindestens so stark im 1956er MGA 1500 mit 68 PS bei 900 kg und 155/80 x15 Bereifung.
Driften kann man damit übrigens nicht...
von de******
13.04.2021 (18:24)
Antworten
Zunächst einmal ein ganz dickes Lob bezüglich der Hubraumzunahme des laufruhigen Boxer-Saugmotors auf 2.4 Liter - die bei heutigen Downsizing-Zwangsneurosen vieler Hersteller keine Selbstverständlichkeit ist. Zudem beide Daumen hoch für die um 40% erhöhte Karosseriesteifigkeit bei unveränderter Karosseriebreite - speziell dafür, dass diese (ebenso wie bei der Alpine A 110) unter 180 cm liegt hier ganz herzlichen Dank!
Da gehe ich bezüglich der Klassikperle der Zukunft absolut konform - auch wenn ich mit über 60 das dereinstige H-Kennzeichen des GR 86 vermutlich nicht mehr erlebe.
Doch ein Wermutstropfen ist auch hier dabei: Warum bekam das sonst richtig schöne Auto ein solch unorganisches Kastenbürzel-Heck wie weiland der 6er BMW E 63 - in Lästerkreisen auch Chris Bangle Memorial-Arsch genannt?
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