Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Anmelden und profitieren, kostenlos!
alle Bilder grösser, Zugriff auf 1000+ Artikel
 
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Archivierte Einträge:

Zen oder die Kunst, eine Motorhaube zu öffnen

Bruno von Rotz - 07.01.2011

Persönliches Archiv
Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

Sie haben Benutzername und Passwort?
Dann melden Sie sich an (Login).

Noch kein Benutzername?
Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

In der neuen Ausgabe von Auto Motor und Sport gerät dem Ford Mondeo die schwere Motorhaube, die ohne Gasdruckdämpfer/-lifter mit reiner Körperkraft angehoben werden muss, zum Nachteil. Es mag in der heutigen Elektromotoren- und Elektronik-verseuchten Welt gar erstaunen, dass es keinen Knopf auf der Fernbedienung gibt, der die Motorhaube anheben lässt. Allerdings, wer öffnet heute schon noch seine Motorhaube? Macht man an der Tankstelle eine Umfrage unter den einfahrenden Fahrzeugbesitzern, wann sie das letzte Mal in ihren Motorraum geschaut haben, dann wird eine nicht zu vernachlässigende Anzahl gar zu Protokoll geben, die Motorhaube noch nie geöffnet zu haben. Moderne Autos kontrollieren sich selber, benötigen kaum Öl und viele Dinge können sowieso nicht durch den Besitzer gemacht werden, sondern verlangen nach einem Werkstattaufenthalt. TVR und andere Hersteller gingen gar soweit, die Motorhaube mit Schrauben zu verschliessen, damit der Fahrer auch wirklich nicht versuchte, etwas selber zu machen.

Motorhaube Austin Healey

Das war vor einigen Jahren aber noch ganz anders!

Noch in den Sechziger- und Siebziger-Jahren (und später) wurden Autofahrer in der Betriebsanleitung darauf aufmerksam, alle 500 km oder gar vor jeder Fahrt (z.B. Mercedes-Benz 190 SL: “vor jeder Überlandfahrt”), Motoröl-, Kühlmittel- und Bremsflüssigkeitsstände zu überprüfen. Und in Zeiten, wo Automobile noch nicht mit grosser Zuverlässigkeit glänzen konnten, war der Griff unter die Motorhaube häufig sowieso unabdingbar.
Dabei war der Zutritt zum Motorraum früher wesentlich aufwändiger. Eine Entriegelung vom Fahrgastraum war nicht immer selbstverständlich, eine selbständige Arretierung der offenen Haube ein Luxusattribut und überhaupt erforderte das Öffnen der (meist zwei) Motorraum-Deckel bei Vorkriegsfahrzeugen durchaus handwerkliches Geschick und Feingefühl, wollten die filigranen - mit Lederriemen und Klammern gesicherten - Deckel doch sorgfältig entriegelt und gefaltet werden. Überhaupt hat das Öffnen der Motorhaube bei alten Autos durchaus etwas feierliches an sich, jeder Handgriff bringt einem näher zum Herzstück des Fahrzeuges, Schritt um Schritt entblättert sich die Mechanik um am Schluss fast jedes Detail offen preiszugeben. Wie langweilig ist da der Blick in einen modernen plastikbedeckelten durchgestalteten Motorraum.

Motorhauben-Sicherung Bentley

Tags: 

Keine Kommentare

 
Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  •  

    Weitere Blog-Einträge:

    Galledia