Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Archivierte Einträge:

Radwechsel auf dem Dorfplatz

Daniel Reinhard - 30.04.2011

Wahrlich ein seltenes Bild. Ja, beim heutigen Strassenzustand und bei modernen Bereifungen ist so was schon eher selten anzutreffen.

Radwechsel am Mercedes-Benz 170V - Panne beim Sonntagsausflug

Früher war das gang und gebe! Auch mitten auf dem Dorfplatz, wie hier auf dem Flüeli im Kanton Obwalden (Zentralschweiz), wurden die Räder gewechselt.
Zu dieser Zeit hatten die Autos auch noch richtige Ersatzräder und nicht wie heute platzsparende Noträder, womit man höchstens 80 km/h fahren darf und optisch wie ein Skifahrer mit einem Abfahrtsski und einem Langlaufski daherkommt! Und man hatte auch noch keine Reifen, die gar nie richtig platt werden konnten (“runflat”) und mit denen man auch ohne Luft wieder nach Hause kam.

Der Mercedes-Benz 170V aus Zürich jedenfalls war sogar noch mit Schlauch unterwegs. Vermutlich ein Sonntags-Ausflug, wenn man die Bekleidung der drei Herren studiert.

Radwechsel am Mercedes-Benz 170V - Panne beim Sonntagsausflug - alles sind gefordertt

Geniessen wir einfach diese zwei historischen Fotografien, ohne viele Worte zu verlieren.

 

Schlafen bei einem Schnitt von 80 km/h

Daniel Reinhard - 29.04.2011

Mercedes-Benz 170 V Verkaufsprospekt - Schlafen bei einem 80-er-Schnitt

Die Technologie der heutigen Automobil-Industrie versucht alles Mögliche, sowie fast auch schon das Unmögliche, den Fahrer am Tief- oder auch Sekundenschlaf zu hindern. In den Fünfzigerjahren aber wurde noch Werbung gemacht für einen unangeschnallten, gesunden und tiefen Schlaf, zumindest für den Beifahrer.

Mercedes-Benz 170 V Verkaufsprospekt - die tollen Sitze

Mercedes schreibt in der Anleitung zum Mercedes-Benz 170 V: “Beide Vordersitze können mit einer einfach zu bedienenden Verstellvorrichtung versehen werden, die es gestattet, die Rückenlehne auch während der Fahrt in jede beliebige Schräglage zu bringen. Der Fahrer kann so auf langer Fahrt seine Haltung hinter dem Lenkrad nach Wunsch wechseln. Der neben dem Fahrer Sitzende hat die Möglichkeit, die Rückenlehne bis zu einer bequemen Ruhe- und Schlafstellung zu senken. Eine auf die Rückenlehne aufsteckbare Kopfstütze gestattet auch dem Kopfe die angenehme Ruhelage zu geben.”

Jetzt aber kommt noch ein Zückerchen: “Bei Nichtgebrauch ist die Kopfstütze herausgenommen, zusammengeklappt, in einer Hülle verpackt und im Kofferraum neben dem Reserverad untergebracht.”

Mercedes-Benz 170 V Verkaufsprospekt - in verschiedenen Ausführungen

 

80 Jahre schnell und froh, Karl Foitek mach' nur weiter so!

Daniel Reinhard - 28.04.2011

Heute jährt sich sein Geburstag zum 80. Mal und heute feiert Karl Foitek mit seinen Freunden. Dazu gratuliert „Zwischengas“ dem Jubilar recht herzlich.

Karl Foitek blickt auf seine Rennerfolge zurück

 

Karl war einer der ganz Grossen seiner Zeit. Startete er doch mit viel Erfolg zwischen 1956 und 1971 an unzähligen nationalen und internationalen Rennen. Er fuhr eine breite Palette von damals üblichen Sport- und Rennwagen, vom Austin Healey (1956) über den Alfa Romeo Giulietta Veloce, Lotus Junior, Lotus Elan, Abarth Sportwagen, Lotus 23, Porsche 910, Lamborghini Miura bis hin zum Lola 210 (1971).

Karl Foitek auf Lotus ELan

 

1959 errang er den Schweizer Meister Titel mit dem Alfa Romeo Giulietta Sprint Veloce in der Gran Turismo Klasse, 1961 und 1962 gewann er den Titel bei den Rennwagen mit dem Lotus Formel Junior, 1963 wiederum den Titel bei den Sportwagen im Lotus 23, und 1966 wurde er im Lotus Elan Dritter der Berg-Europameisterschaft.

Wir werden in Kürze ein Interview sowie eine grössere Geschichte über ihn publizieren.

Karl Foitek wird 80 Jahre alt

 

 

Wundervolle Illustrationen im Verkaufsprospekt des Riley 1 1/2 Litre von 1938

Bruno von Rotz - 27.04.2011

Riley 1 1/2 Litre Titelblatt des Verkaufsprospektes um 1938

1936 stellte Riley den 1 1/2 Litre als Nachfolger der 12/4-Modelle vor. Angeboten wurden verschiedene Karosserieformen, namentlich Adelphi, 6-Light Kestrel, Touring Saloon und Lynx genannt. Eine Spezialität war die automatische Kupplung im Zusammenspiel mit dem Pre-Selective-Getriebe, zusammen “Riley Pre-selectagear” genannt.

Die liebevoll gezeichneten Illustrationen im schön gemachten Vorkriegs-Verkaufsprospekt sind einmal mehr eine Augenweide.

Riley 1 1/2 Litre Illustration im Verkaufsprospekt um 1938

 

Wahl der Farbe beim Kauf eines Porsche 356 C Cabriolets im Jahr 1963

Bruno von Rotz - 26.04.2011

Farbkarte für Porsche 356 C Cabriolet und Coupé 1963

Übersichtlich war die Auswahl an Farben, die sich dem glücklichen Besteller/Käufer eines Porsche 356 C Cabriolets oder Coupés im Jahr 1963 boten.

Sieben “Serienfarben” - Schiefergrau, Rubinrot, Emailblau, Hell-Elfenbein, Champagnergelb, Irischgrün und Signalrot - und vier Sonderfarben - Delphingrau, Togobraun, Baliblau und Schwarz - als Metallic-Farbtöne, das war alles, was die Farbkarte zeigte. Auch der Rest der Zubehörliste war vergleichsweise übersichtlich und man benötigte auch keinen Computer, um die Kombinierbarkeit von Optionen zu verifizieren.

Offensichtlich gab es aber auch damals schon beliebtere und weniger beliebtere Farbtöne, oder wann hat man zum letzten Mal einen togobraunen 356 gesehen?

Tags: 

 

Kaum veränderte Talbot-Grand-Prix-Technik für den Strassengebrauch

Bruno von Rotz - 25.04.2011

Talbot-Lago T26 Grand Sport mit Saoutchik-Karosserie

Man stelle sich das vor: Einer der aktuellen Konstrukteure, zum Beispiel Adrian Newey, in der Formel 1 nimmt einen gängigen Grand-Prix (Formel 1) Wagen modifiziert das Chassis leicht, gönnt dem Motor etwas geringere Drehzahlen und damit ein längeres Leben und stellt das Resultat als Chassis Karosseriebauern wie Sbarro oder Pininfarina zur Verfügung. Diese lassen sich dann weitschweifende und skulpturhafte Designs einfallen und bauen Luxussportwagen, die sich die Reichen der Welt leisten sollen, um damit während der Woche - im normalen Strassenverkehr - zur Arbeit und am Wochenende an Rennveranstaltungen teilzunehmen.

Undenkbar heute, nicht nur wegen des Sattelschleppers an Technologie, die es braucht, um das Auto überhaupt zum Leben zu erwecken. Undenkbar, auch, weil Renntechnik und Strassenfahrzeuge kaum mehr etwas gemeinsam haben.

Doch vor rund 60 Jahren tat Anthony Lago genau das, als er seine T26 Grand Sport Chassis an Karosseriebauer verkaufte. Die Basis waren seine Grand-Prix-Wagen und das Ergebnis überzeugte. Leistungsmässig gab es kaum andere Fahrzeuge, die vergleichbar waren. Ästhetisch beeindruckten die Kompositionen der damaligen Karosseriebauer wie Saoutchick, Chapron, Figoni, Graber oder Pennock. Kommerziell allerdings traf Herr Lago nicht ins Schwarze. Und so wurden gerade mal 32 Wagen gebaut, allesamt Einzelstücke.

Mehr darüber in unserem ausführlicheren Artikel. Und ein Artikel über die Talbot Grand Prix Wagen findet sich hier.

Talbot Lago T26C Grand Prix Wagen von 1948

 

Karosserieformen, oder wie aus einem Cabriolet ein Roadster wird

Bruno von Rotz - 24.04.2011

In einer zeitgenössischen Autozeitschrift ist diese Woche ein “Vergleichstest Roadster” zu lesen. Verglichen werden Fahrzeuge mit versenkbaren Blech- oder Stoffdächern. Keines der betrachteten Fahrzeuge hat Steckscheiben, tatsächlich versenkt man natürlich die Seitenscheiben mit moderner elektrischer Motorenhilfe. Und ob der Akzent hauptsächlich auf offenem Betrieb liegt, kann sicher in Frage gestellt werden.

Offene Karosserie-Formen aus dem AR-Katalog von 1972

Dabei wäre die Definition eines Roadsters klar. Wenn wir im AR-Katalog von 1972 schauen, dann steht hier: “Offener Zweisitzer mit zusammenlegbaren Stoffverdeck und einsteckbaren Seitenscheiben. Akzent auf den offenen Zustand.” Von aktuell käuflichen Fahrzeugen erfüllt allenfalls noch ein Morgan diese Anforderungen, aber sicher kein Z4 oder SLK. 1972 gab es drei offene Fahrzeugtypen, gemäss den Redaktoren der Automobil-Revue: Cabriolet 2-plätzig, Cabriolet 4- bis 5-plätzig und Roadster. Der reine Sportwagen zählt für den normalen Autokonsumenten nicht.

Offene Karosserie-Formen aus dem AR-Katalog von 1959

Vor über 50 Jahren war die Typisierung der offenen Fahrzeuge noch wesentlich vielfältiger. Damals unterschied man zwischen “transformablen” und "offenen" Karosserien. Der reine Roadster zähle zu den offenen Karosserien, ein zusammenlegbares Stoffverdeck und einsteckbare Scheiben aus Plexiglas wurden ihm damals zugestanden. Der (offene) Sportwagen verfügte zwar noch über eine Windschutzscheibe, ein Verdeck fiel aber weg. Heute nennen wir diese Fahrzeuge teilweise “Barchetta”.

Die üblichen Cabriolets ordnete man damals bei den transformablen Karosserien ein. Darunter fielen dann das 2- oder 4-plätzige Cabriolet, das Roadster-Cabriolet (nun mit im Gegensatz zum Cabriolet ungefütterten Verdeck, auch Spider genannt), die Cabrio-Limousine (mit festem Fensterrahmen), der Landau (nur der hinterste Teil kann geöffnet werden), sowie Fahrzeuge mit Hard Top, Rolldach, Faltdach oder Schiebedach. Letzere kann man fairerweise nicht mehr als wirklich offene Fahrzeuge bezeichnen.

Langer Rede, kurzer Sinn. Es ist (oder war) eigentlich klar, was einen Roadster ausmacht, auch wenn moderne Marketing-Spezialisten uns etwas anderes weismachen wollen.

Tags: 

 

Alfa Romeo 33 Stradale - einer der zehn schönsten Sportwagen aller Zeiten

Bruno von Rotz - 23.04.2011

Alfa Romeo 33 Stradale Prototyp von 1967

Der Alfa Romeo Tipo 33 ist eines der wenigen Fahrzeuge, von dem es mehr Renn- als Strassenversionen gibt. Während die Rennwagen in durchaus beeindruckenden Stückzahlen produziert wurden, wurden vom Alfa Romeo 33 Stradale, der Strassenversion weniger als 20 Wagen gebaut, davon ein Dutzend mit der wunderschönen Scaglione-Karosserie. Teilweise sollen auch nur die Chassis entstanden sein.

Alfa Romeo Tipo 33 Stradale von 1968

Der Alfa Romeo 33 Stradale darf zu Recht als eine der schönsten Sportwagenkreationen überhaupt gelten. Und für seine Zeit war er auch leistungsmässig, trotz kleinem Hubraum, Spitzenklasse. Weniger als 6 Sekunden von 0 bis 100 km/h benötigte der nur geringfügig auf die Strassennutzung gedämpfte Sportwagen. Noch vierzig Jahre später werden Design-Elemente bei neuen Sportwagen wiederverwendet.

Einmal einen 33 Stradale zu fahren, ist sicher einer der grössten Träume jedes Alfa-Romeo-Fans.

Alfa Romeo 33 Stradale Prototyp von 1967 an der Techno Classica 2011 in Essen

 

Als Stirling Moss 1957 im MG den Geschwindigkeits-Weltrekord einfuhr

Bruno von Rotz - 22.04.2011

MG EX 181 von 1957 - Stirling Moss errang damit fünf Geschwindigkeitsweltrekorde

Schon in den Dreissigerjahren hatte MG von sich reden gemacht, als man Geschwindigkeitsrekorde einfuhr. Zwanzig Jahre später peilten die MG-Macher neue Rekorde an.

Diesmal verpflichtete man keinen geringeren als Stirling Moss, der den neuen Wagen fahren sollte. Und man entwickelte ein Fahrzeug, bei dem sich alles der Aerodynamik und der erreichbaren Höchstgeschwindigkeit unterordnen musste. Der MG EX 181 hatte eine tropfenförmige Gestalt, der Fahrer sass weit vorne in der Fahrzeugmitte. Angetrieben wurde der Wagen von einem 1.5-Liter-MG-A-TwinCam-Motor. 290 PS (bei 7’000 U/min) kitzelten die MG-Ingenieure aus dem Aggregat heraus, dank Spezialtreibstoff, Kompressor und weiteren Finessen.

Am 23. August 1957 brauste Stirling Moss dann mit dem Boliden über den Salzsee bei Bonneville und errang fünf Weltrekorde in der 1100-1500 ccm-Klasse. 391.31 km/h erreichte das Gefährt im Mittel aus beiden Richtungen.

Schon zwei Jahre später, am 3. Oktober 1959, lege der amerikanische Fahrer Phil Hill mit dem verbesserten und nun mit einer auf 1506 cm3 vergrösserten und 300 PS starken Maschine ausgerüsteten MG EX 181 nach und erreichte 410,23 km/h. EX 181 ist damit bis heute der schnellste MG aller Zeiten.

Tags: 

 

Frühling- und Blütezeit im Porsche Speedster

Bruno von Rotz - 21.04.2011

Porsche Speedster im Jahre 1957

Bereits 1957 nützten die Fotografen von Porsche die fotogene Frühlingszeit für Werbeaufnahmen des Porsche Speedster. Blühende Bäume und eine nette junge Dame ergänzen den offenen Porsche. Frühlingserwachen!

Der Porsche Speedster war 1957 übrigens mit dem 1600, 1600 S oder 1500 GS (Carrera) Motor lieferbar und wog 760 bis 790 kg je nach Motorisierung. Dank der bis zu 100 PS ermöglichte er flottes Vorwärtskommen und eine Spitze von fast 200 km/h. In der teuersten Version war er über 21’000 Franken teuer. Mit dem Geld hätte man auch fast vier VW Käfer kaufen können. Heute erreicht ein perfekter Speedster bei Auktionen auch schon mal das Zehnfache oder mehr im Vergleich zum optimal erhaltenen Brezel-Käfer.

 

Weitere Blog-Einträge:

Zwischengas publiziert in diesem Blog täglich einen Beitrag seit 2010

Für weitere Einträge verwenden Sie deshalb bitte die Navigation oben links.


Motorex