Vor ein paar Wochen haben wir
aktuelle Marktpreise für Klassiker auf Zwischengas
integriert. Für rund 30’000 Fahrzeug-/Jahrgang-Kombinationen kann man die Marktpreise in Euro (€) für verschiedene Zustandsnoten (1-5) recherchieren. Die Notierungen werden durch die deutsche Classic Data, eine Firma mit viel Erfahrung auf dem Gebiet der Klassiker-Bewertung, eruiert.
'+
'
'+
'');
}, 0);
}
$(document).ready(function() {
zgrefresh71060526075b();
});
-->
Da stellt sich natürlich schnell die Frage, für welche Märkte die Preise gültig sind und inwieweit die Preise in anderen Regionen davon abweichen. Insbesondere unsere Schweizer Leser fragen sich vielleicht, ob sich die Notierungen auch in der Schweiz anwenden lassen.
Die Oldtimerpreise in der Schweiz weichen tatsächlich manchmal etwas von den Preisen in Deutschland ab, doch grosse Unterschiede lassen sich wegen der Durchlässigkeit der Grenzen nur selten durchsetzen. Gründe für Differenzen können Handelshemmnisse, Steuern, Zölle und Regulierungen sein. So kann zum Beispiel das Importieren eines Lotus Esprit mit Jahrgang 1983 aus Deutschland in die Schweiz aufwändige Umbauarbeiten zur Folge haben, die durch den Alleingang der Schweizer bezüglich Abgas- und Lärmvorschriften ab 1982 (Stichwort AGV 82/86) induziert werden.
In jedem Fall sind Zoll und Steuern zu entrichten, wenn ein Auto zwischen den genannten beiden Ländern verschoben wird, sofern es sich nicht um eine Rückführung handelt. Die Verschiebungskosten liegen schnell in der Grössenordnung von 12 bis 15%, ein entsprechender Preisunterschied liesse sich somit je nach Angebot und Nachfrage auch im lokalen Markt durchsetzen.
Bei Objekten, deren Verfügbarkeit sich in den beiden genannten Märkten stark unterscheidet, sind ebenfalls Preisunterschiede möglich. Typische Beispiele sind US-Fahrzeuge der Fünfziger- und Sechzigerjahre oder Autos aus Frankreich oder England, die in der Schweiz mehr Aufnahme fanden als in Deutschland. Aber auch hier werden die Preisunterschiede normalerweise nicht sehr gross.
Langer Rede kurzer Sinn, zwischen den Klassiker-Preisen verschiedener Länder, speziell wenn sie ähnliche Präferenzen und Charakteristiken haben, bestehen nur geringe Unterschiede. Die deutschen Notierungen lassen sich währungskonvertiert für die Jahrgänge vor 1982, respektive nach 1987 auch in der Schweiz gut anwenden. Auch für die CH-Einzelgangjahre 1982 bis 1987 weichen die die Preise nur wenig ab. Wechselkursschwankungen mögen dieses “Gleichgewicht” kurzzeitig ausser Kraft setzen, aber mittelfristig pendeln sich die Preise gemäss obigen Ausführungen wieder ein. Dies kann in der Praxis bedeuten, dass ein Schweizer auf seinem Oldtimer einen Wertverlust erleidet, währenddem sich sein deutscher Kollege einer Wertsteigerung erfreut, nur weil Euro und Franken sich gegeneinander verschoben haben.
Dies ist unsere Sicht der Dinge, gerne hören wir anderen Meinungen zu.