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Können heutige Autos noch Oldtimer werden?

Bruno von Rotz - 19.06.2020

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VW ID3 2020 (© Volkswagen/Werk)

Es wird heiss diskutiert unter Auto-Enthusiasten, ob moderne Autos überhaupt eine Chance haben, je 30 Jahre lang mobil zu bleiben, sprich zum Oldtimer zu altern. Dabei stünden die Zeichen eigentlich gut, denn moderne Autos verfügen, insbesondere, wenn sie elektrisch angetrieben werden, über weniger Teile als Autos der Neunzigerjahre. Die Werkstoffe sind in der Tendenz hochwertiger, Rost dürfte nur selten ein Problem sein. Und Software, so könnte man meinen, lässt sich unendlich lange behalten, denn immerhin laufen in unseren Banken und Versicherungen teilweise noch immer jene Programme, die in den Sechzigerjahren geschrieben wurden.

Doch leider ist es komplexer. Ein Automobil setzt sich aus vielerlei Komponenten zusammen, die oftmals von Zulieferern gebaut werden. Ersatzteile müssen meist zehn Jahre vorgehalten werden, doch manchmal klappt nicht einmal dies, wenn z.B. ein Zulieferer stillgelegt oder verkauft wird.

Ein interessantes Beispiel ist das Smart eBike. Dies ist zwar ein Fahrrad und kein Automobil, aber es lassen sich Parallelen anstellen, zumal dahinter ja ein grosser Autohersteller, sprich Daimler-Benz oder Smart, stand.

Smart eBike anno 2015

Nach anfänglicher Euphorie verlor sich die Freude am eigenen Elektro-Fahrrad bei Smart schnell. Der Lieferant, der die Rahmen baute und die Räder zusammenbaute, ging genauso konkurs, wie die Firma, die den Antrieb baute. Das Getriebe wechselte den Besitzer, war aber eigentlich schon von Anfang an zu knapp ausgelegt für die Drehmomente, die bei einem eBike gemeistert werden mussten. Wer technische Probleme hatte mit seinem Fahrrad, der war auf sich alleine gestellt, Smart stoppte kurz nach Ablauf der Garantie der letztverkauften Fahrräder jegliche Dienstleistungen. Ersatzteillager, sofern sie überhaupt vorhanden waren, wurden aufgelöst, an Drittfirmen verscherbelt. Diese Fahrräder verschwinden schnell von den Strassen, denn Reparaturen sind entweder sehr kostspielig oder unmöglich. Und wir reden nicht über 20 Jahre, sondern über weniger als sechs Jahre Nutzungsdauer.

Ähnliche Risiken bestehen auch bei den modernen Automobilen. Eigentlich ist niemand daran interessiert, dass diese Autos älter als zehn Jahre alt werden. Die wenigsten können sich vorstellen, dass es Leute geben könnte, die in 30 Jahren mit einem VW ID3 oder einem elektrischen Fiat 500 herumfahren möchten.

Entsprechend wird kaum etwas dafür getan, dass die heutigen Autos auch älter werden können. Ausnahmen gibt es natürlich immer und bei superteuren Fahrzeugen wird sich auch mehr Aufwand lohnen. Aber die Brot-und-Butter-Autos von heute dürften in 30 Jahren kaum mehr herumkurven.

Aber wir lassen uns gerne eines Besseren belehren.

Neueste Kommentare

 
 
bv******:
27.06.2020 (17:23)
Bin nicht so pessimistisch. Vor allem geht der Trend bei vollelektrischen Fahrzeugen weg von der selbsttragenden Karosserie zur fahrbaren Plattform. Die Grundkomponenten sind reparier und austauschbar. Auch Interieur und Displays können modernisiert werden.
Da habe ich mit so digital / analogen Mischkonstruktionen auf exotischen Datenbussen der 90er eher bedenken. Die Krux liegt M.E. bei der Rechnersoftware. Hardwaremäsig kein Problem, aber wer programmiert Ersatzgeräte. Geben die Werke die Daten und Programmierung frei?
ae******:
24.06.2020 (15:51)
ich glaube nicht, dass heutige Neuwagen je den Oldtimerstatus, wie die jetzt zirkulierenden Veteranen erhalten werden. Man bedenke der kaum zu realisierenden Reparaturproblemen von Elektronik und vom ganzen Kunststoffmist in 30 und mehr Jahren. Das ist eben nicht mehr Blech und Holz !!
Die Elaborate vom heutigen Fahrzugmarkt eignen sich bloss noch für Museen und Schrott-Erlebnisparks.
Ein Hurra der zirkulierenden Veteranen von heute 2020!
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