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Verbrenner? Gegen die Verwilderung unserer Fachsprache

Roger Gloor - 05.06.2020

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Abarth V12 Motor von 1967

In Politik und Wirtschaft wie auch in der breiten Öffentlichkeit wird pro und kontra Elektroauto diskutiert. In diesem Disput verzeichnen die gut verankerten Promotoren des Elektroautos – dem ohne Zweifel die Zukunft gehört – einen unauffälligen, aber psychologisch bedeutenden Erfolg: Systematisch bezeichnen sie den althergebrachten Verbrennungsmotor kurz und bündig als «Verbrenner».

Mit dieser von Verächtlichkeit geprägten Bezeichnung stellen sie die vor 134 Jahren von den Pionieren Benz und Daimler zwar nicht erfundene, aber voll autotauglich gemachte Motorentechnik auf das Niveau einer primitiven Einrichtung. Ja, sie liefern damit unterschwellig eine Anspielung auf die Kehrichtverbrennung. Zumindest der Dieselmotor wird aber für den Ferntransport noch lange unverzichtbar bleiben.

Weil der Ausdruck Verbrennungsmotor in der Tagespresse selten Verwendung findet, liessen sich deren Journalisten leicht auf den «Verbrenner» einstimmen. Doch verkörpert dieses Wort ebenso Gassensprache wie Karre statt Auto. Inzwischen hat das neue Slangwort vereinzelt sogar Fachzeitschriften erreicht, was als besonderer mentaler Erfolg der E-Auto-Lobby zu werten ist!    

P.S. Anmerkung der Redaktion: 30 Ergebnisse ergibt die Suche nach “Verbrenner” auf Zwischengas. Wir werden uns bemühen, es dabei sein zu lassen …

Neueste Kommentare

 
 
Guido Keffel:
09.06.2020 (15:58)
Im Wort "Verbrenner" etwas verächtliches zu entdecken halte ich für völlig absurd da das Wort nichts anderes beinhaltet als die Information, dass etwas verbrannt wird. Punkt. Gebraucht im Zusammenhang mit Automobilen ist jedem Leser dieses Wortes sofort und automatisch klar, dass hier Sprit verbrannt wird. Wer hier jetzt eine Assoziation zur Kehrichtverbrennung aufbaut der sollte sich fragen ob da nicht die Phantasie mit ihm durchgegangen ist.
Angesichts der großen globalen Probleme die ein Klimawandel mit sich bringen wird muss der Verbrennungsmotor als Auslaufmodell angesehen werden. Mich als Oldtimerfreund schmerzt das sehr. Auch ein Oldtimerliebhaber ist aber in der Lage Richtung Zukunft zu blicken. In hundert Jahren, wenn die Mobilität mit anderen Antriebstechniken bewerkstelligt wird, wird man vermutlich mit einem milden Lächeln oder gar mit Kopfschütteln auf unsere Zeit mit ihren Verbrennungsmotoren zurückblicken. Man wird es als unverantwortliche Frechheit empfinden, dass wir über Jahrhunderte Abgase in den Äther geblasen haben ohne uns um die Folgen zu kümmern.
Ich kann den Text nur als eine an den Haaren herbeigezogene Argumentation eines ewig Gestrigen empfinden der versucht sich dem unvermeidlichen Niedergang des Verbrennungsmotors entgegenzustemmen indem er das wertfrei, neutrale Wort "Verbrenner" als Unwort dikreditiert.
Antwort von ni******
09.06.2020 (23:37)
Mich erstaunt es immer wieder von Neuem, dass die Leute die Mär vom Menschen gemachten Klimawandel glauben UND das eine Klimakatastrophe bevorstehen würde UND ihr Leben danach richten (wollen). Der Neo-Marxismus ist auf dem Vormarsch und hat zum Teil auch die Anhänger der Oldtimer leider um den Finger gewickelt, den es geht um "System-Change", sonst Nichts!
Antwort von Guido Keffel
10.06.2020 (01:46)
Viel erstaunlicher ist doch die Naivität mancher Zeitgenossen die glauben, dass ein ungehemmter Ausstoß an Abgasen aus fossilen Brennstoffen ohne Auswirkungen bleiben würde.
Antwort von ni******
11.06.2020 (12:40)
Es geht nicht um glauben sondern um Wissenschaft.
Antwort von Guido Keffel
11.06.2020 (19:02)
Wenn es Ihnen doch um Wissenschaft geht dann verstehe ich nicht warum Sie die Arbeitsergebnisse der Wissenschaftler nicht anerkennen?!
Antwort von ni******
11.06.2020 (23:45)
Tue ich doch.
Hier ein Zitat von Hans Hofmann-Reinecke:
Eine Behauptung ist umstritten, wenn sie einerseits nicht ins Narrativ passt und andererseits nicht widerlegt werden kann. Deren Klassifizierung beginnt dann mit wenig hilfreich, dann kommt nicht unumstritten, dann umstritten, schließlich wird der Autor der Aussage selbst als umstritten hingestellt.
Deshalb gibt es in den öffentlichen Medien keine wissenschaftliche Diskussion sondern nur eine Meinung. Ich könnte zum Zitat noch ergänzen "widersprüchliche Aussagen", wird auch gern benutzt. Kennen Sie die Meinung der Gegenseite?
Antwort von Guido Keffel
14.06.2020 (19:45)
Ja, ich kenne die Meinung der Gegenseite die von einer Minderheit vertreten wird. Ich kenne auch die Neo-Marxistische Theorie die Sie Anfangs einmal erwähnten. Über diese hatte ich bereits in der Vergangenheit eine mehrere Dutzend Seiten lange Publikation gelesen weil sie mir von einem Arbeitskollegen empfohlen worden war. Ich muss sagen, dass ich selten solch einen Unsinn gelesen habe.
Ich möchte die Diskussion an dieser Stelle gerne abbrechen, denn es ging ja eigentlich um das Wort "Verbrenner" und nicht um die Frage nach Wahn oder Wahrheit. Dieses Forum ist einfach nicht der geeignete Ort die Diskussion in der Richtung weiterzuführen die sie inzwischen eingeschlagen hat.
Antwort von ni******
15.06.2020 (17:25)
Einverstanden, finde ich auch. Danke und Alles Gute.
bm******:
09.06.2020 (13:59)
Der E-Antrieb über Batterien ist schon heute überholt und es ist unfassbar, dass die Hersteller zur Zeit diese Tatsache ignorieren.
Nur weil die ( nicht fachkundige) Politik den E-Antrieb und die Batterietechnik trotz der vorhersehbaren Rohstoff- und Entsorgungsprobleme fördert????
Die Zukunft ist die Wasserstoff-Technologie!
Auch für den Fern- und Lastverkehr, wie laufende Feldversuche es belegen!
So sehr mein Herz auch für V8 und 6 Zylinder-Boxer brennt.........
Die Ära war sagenhaft erfolgreich. Aber jetzt geht sie zu Ende!
Antwort von dagamba
10.06.2020 (09:09)
Lieber BM, es tut mir Leid, dass ich mich da einmischen muss. Fahrzeugelektrifizierung ist mein Beruf, nichts weniger. Eben auch, wenn mein Herz für Reihensechser (und auch Reihenachter) brennt.

Mit der derzeitig vorherzusehenden Entwicklung der Batterietechnologie ist es eben möglich und vorhersehbar, dass der Personenwagenverkehr auch auf Langstrecken batterieelektrisch sein wird. Die wirklich extreme Einfachheit dieses Konzepts ist sein Vorteil. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Energieeffizienz von batterieelektrischen Antrieben am Fahrzeug selbst sehr nahe an 100% ist, Gesamtsystem über 90% Effizienz ist eine normale Zahl.

Eins kann ich aber bestätigen: Es wird niemand 30 Tonnen Batterie in einen Lastwagen packen. Deswegen wird Langstrecken-Gütertransport ohne jeden Zweifel auf Brennstoffzellen-LKW hinauslaufen. Und zur Zeit ist die Flugzeugindustrie an der Brennstoffzelle dran. Ja, und die Schiffindustrie.

Das Problem, das immer noch nicht gelöst ist, und dessen Lösung zwar immer beiseite gewischt wird, aber nicht trivial erscheint, ist, dass zur Zeit 95% des Wasserstoffs aus fossilen Quellen stammt. Nichts gewonnen. Es kommt noch hinzu, dass die Brennstoffzelle als System z.Zt. ca. 60% Effizienz hat, bei der Elektrolyse von Wasserstoff kommen ähnloche Verluste zustande. Immer noch höher als beim Verbrenner (sic!), aber weit vom batterieelektrischen Fahjrzeug entfernt, dessen Verluste vornehmlich in Energieherstellung, -transport und Batterieherstellung liegen (ebenfalls lösbar).

Es kann im Moment niemand ganz sicher sagen, denn wir befinden uns noch am Anfang mit Systemen, die bei weitem noch nicht so perfektioniert sind, wie die Verbrenner (!), was die Zukunft der Elektrifizierung sein wird. Aber obiges schein ein Muster zu sein: Eine Teilung der Antriebskonzepte nach PKW- und LKW-Sparte.

Verbrenner: Ich muss an dieser Stelle bestätigen, dass der Begriff Verbrenner tatsächlich von der Elektrifizierungs-Welt geprägt und verbreitet wurde, UM einen verächlichen Begriff zu haben. Entsprechend ausgesprochen hatte dieses Wort sehr schnell seinen Zweck erfüllt.

Was mir, als einem der Protagonisten, hoffentlich nie auf die Füße fallen wird (diesbezüglich engagiere ich mich gerade), ist, dass der Trend zur Elektrifizierung und die Verächtlichmachung verbrennungsmotorgetriebener Fahrzeuge dazu führen kann, dass Übereifrige auch die Objekte unseres Hobbys verteufeln und verbieten können. Allein die Tatsache, dass dampfgetriebene Vehikel noch erlaubt sind und betrieben werden,lässt mich hoffen.

So sehr ich Benzin im Blut habe, kann ich mich nur einem berühmten Zitat von Klaus Töpfer anschließen: Mit den fossilen (!) Brennstoffen wird es sein wie mit der Steinzeit: Die Steinzeit ist nicht geendet, weil den Menschen die Steine ausgegangen sind.

Ich füge dem noch hinzu: Die Steinzeit ist auch nicht geendet, weil jemand Steine verboten hat.
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