Achtung Schlagloch!
Kürzlich schaute ich mir ein YouTube-Video an, in dem ein Tesla-3-Fahrer sich über zwei gebrochene Felgen beklagte, nachdem er einem mittelgrossen Schlagloch (deutlich kleiner als das abgebildete) auf einer gutbefahrenen amerikanischen Strasse nicht ausweichen konnte. Er führte den Felgenbruch auf die sehr niedrigen Reifen und den minimalen Federweg seines Tesla 3 Performance Modells zurück. Der Schaden belief sich, inklusive Abschleppen auf gegen USD 3000.
Schlaglöcher und schlechte Strassen gab es schon immer, allerdings wurden die Autos der Vergangenheit damit sehr viel besser fertig also moderne Fahrzeuge mit Ultra-Niederquerschnittsreifen, riesigen Felgendurchmessern und superstabilen Chassis-Konstruktionen.
Früher waren die Federwege länger, die Reifen höher als breit und sogar das Fahrgestell half mit, ein Schlagloch ohne schlimmere Folgen zu überstehen.
Und es ist nicht etwa primär die geforderte Fahrsicherheit, die moderne Autos so verletzlich macht, es sind primär optische und ästhetische Ansprüche, die heutzutage 19-Zoll-Räder mit 40-er oder 45-Reifen fast schon als Standardausrüstung bei Mittelklassewagen etabliert haben. Die möglichen Fahrleistungen wegen der ps-starken-Motoren helfen allerdings auch noch mit, denn diese führen zu riesigen Bremsscheiben, die nach entsprechend grossen Felgendurchmessern verlangen.
Wenn wir also ein wenig zurückbuchstabieren würden, dann könnten wir auch wieder praktischere Autos bauen. Wenn diese jemand kaufen würde …


























