Vive la tradition - fünf Renault-Meilensteine

Bruno von Rotz
05.05.2018

Renault 5 (© Renault)

Renault feiert 2018 sein 120-jähriges Bestehen und kann entsprechend auf eine reichhaltige Geschichte zurückblicken. Hunderte von Modellen wurden entwickelt und gebaut, welche aber waren für sich wohl die fünf grössten Meilensteine aus Renault-Sicht? Es fällt wohl leichter, zehn auszuwählen, als sich auf fünf zu beschränken, versuchen wir es trotzdem.

Renault Juvaquatre 1937 (© Renault)

Der Juvaquatre passt leider nicht in Fünferliste, obschon er selbstragend konzipiert war, was vor dem zweiten Weltkrieg innovativ war.

Renault 4 CV (© Renault)

So gesehen war der 4 CV , auch “Crèmeschnittchen” oder “Renault Heck” genannt, weniger fortschrittlich, manche sahen in ihm eine Käfer-Kopie. Doch der 4 CV entstand fast gleichzeitig wie der Käfer, kam kurz nach dem Weltkrieg auf den Markt und hatte dem deutschen Krabbeltier einiges voraus, nämlich vier Türen, deutlich mehr Platz und einen wassergekühlten Motor. Er war bei alledem noch deutlich kompakter und insgesamt auch sparsamer. Millionenfach produziert war er auch sehr erfolgreich.

Renault 4 (© Renault)

Deutlich moderner kam dann der Renault 4 daher, denn der hatte den Motor vorne und bot einen vielfältig nutzbaren Innenraum mit Heckklappe zum Beladen. Viertürig und günstig war er zwar nicht der direkte Nachfolger des 4 CV, überbot diesen aber im Produktionszeitraum deutlich. Er wurde neben der Ente zu einem der beliebtesten Studentenautos.

Renault 16 (© Renault)

Das auch Mittelklasse-Käufer durchaus praktische Autos kaufen wollen, bewies Renault mit dem Typ 16 . Schrägheck und Heckklappe, komplett bis zum Bett umlegbare Sitze, das hatte Mitte der Sechzigerjahre niemand im Mittelklasse-Angebot. Ausser Renault. Und der R16 machte seinen Weg, nicht zuletzt auch deshalb, weil es richtig sportliche Versionen gab.

Renault erkannte früh, dass die Frauen ein wichtiges Kundensegment waren. Den Renault 5   (Bild oben, im Wohnzimmer) richteten sie sogar auf die Frauen aus. Der R5 war praktisch, kompakt und preisgünstig. Er verkaufte sich bestens und eignete sich auch sehr gut als Zweit- oder Stadtwagen.

Renault Espace (© Renault)

In den Achtzigerjahren dann brachte Renault den Espace auf den Markt, der Prototyp des modernen Familienvans mit Platz für sieben Leute und Gepäck, variablem Innenraum und gefälliger Optik. Zafira und Touran mögen stückzahlenmässig erfolgreicher sein, den Weg ebnete ihnen der Espace, der sich zudem über eine Kunststoffkarosserie auszeichnete.

Eh voilà, die fünf Meilensteine im Renault-Programm. Wer nicht einverstanden ist, kann seine Favoriten gerne per Kommentar dazufügen. In unserem Artikelarchiv finden sich natürlich viele Renault-Fahrzeugberichte , für alle diejenigen, die sich noch nicht für den einen oder anderen Renault als Meilenstein entscheiden können.

Archivierte Einträge:

von mi******
06.05.2018 (15:01)
Antworten
Warum sollte der Renault 4 nicht der direkte Nachfolger des 4CV gewesen sein? Doch, er war genau das! Er löste im Renault-Programm 1961 den 4CV als voll familientauglichen Einstieg ab und nutzte auch dessen Motor. Die Dauphine hingegen war gegenüber dem 4CV ein leicht höher positioniertes Fahrzeug, aber keinesfalls dessen Nachfolger. Als die Dauphine 1956 auf den Markt kam, wurde der 4CV noch weitere 5 Jahre gebaut.
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