Die Probleme des Tankwarts mit der Motorhaubenverriegelung

Bruno von Rotz
03.05.2018

Tankstelle im Stil von früher (auf einer Oldtimermesse)

Früher, als die Autos noch etwas mehr Öl verbrauchten und die Tankstellen noch bedient waren, da gehörte es zur Dienstleistung, dass sich der Tankwart auch um den Ölbedarf des Autos kümmerte. Wenn der Kunde einverstanden war, prüfte der eifrige Dienstleister den Ölstand und schüttete, falls nötig, einige Deziliter Schmiermittel nach.

Für manchen Tankwart war dies eine Herausforderung, vor allem dann, wenn weniger volkstümliche Autos einfuhren. Bei einem VW Käfer oder Opel Kadett wusste er natürlich, wo die Motorhaubenentriegelung zu finden war, aber bei anderen Modellen war dies nicht immer von Anfang an klar. Die Amerikaner beispielsweise hatten sie oft irgendwo unter der Stossstange oder um den Kühlergrill herum angeordnet, nicht so allerdings bei Studebaker, wo sie im Cockpit zu finden war. Viele europäische Autobauer verlegten die Entriegelung schon früh ins Wageninnere, allerdings wurde sie an den unterschiedlichsten Orten untergebracht, auch schon einmal im Handschuhfach. Und bei eigentlich rechtsgelenkten Fahrzeugen, die von den Briten für den Export als Linkslenker ausgeliefert wurden, da verblieb die Motorhaubenverriegelung schon einmal dort, wo sie der rechts sitzende Fahrer erwarten würde.

So musste sich der Tankwart immer wieder neu zurecht finden, dem einen gelang dies besser, dem anderen schlechter. Im Notfall konnte er ja noch den Fahrer fragen, doch, auch jener wusste nicht immer, wie sich seine Motorhaube entriegeln liess.
Bediente Tankstellen sind heute so selten wie (moderne) Autobesitzer, die bei jeder Tankfüllung den Ölstand prüfen wollen. Aber so schlecht war ein häufiger Blick unter die Motorhaube gar nicht …

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