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Bild (1/11): Renault Espace 2200 TXE (1990) - der Luftwiderstandsbeiwert beträgt nur 0,32 (© Daniel Reinhard, 2020)
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Renault Espace - Plastik-Raumwunder

Erstellt am 4. Oktober 2020
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Daniel Reinhard 
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Bruno von Rotz 
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Renault 
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Er sei womöglich die Antwort auf eine Frage, die niemand gestellt habe, argwöhnte Götz Leyrer in seinem ersten Test des Renault Espace für Auto Motor und Sport. Damit lag er ziemlich falsch. Denn obwohl es damals (und heute) in Deutschland keinen Trend zur Grossfamilie gab, setzte sich der kompakte Van durch und auf den Renault Espace folgten Opel Zafira und VW Touran.

Renault Espace 2200 TXE (1990) - die Rundumsicht ist hervorragend
© Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Das Fahrzeugkonzept hat bis heute überlebt und wurde in beeindruckenden Stückzahlen gefertigt. Offenbar hatte also Renault doch einen guten Riecher, als sie im Sommer 1984 den Espace in Paris präsentierten.

Entwicklungsgeschichte mit unerwarteten Wendungen

Dabei geht die Geschichte des Raumwunders deutlich weiter zurück und begann bereits im Jahr 1976, als Fergus Pollock beim Chrysler Design Studio in Coventry während seiner Freizeit an einem Einvolumen-Auto arbeitete. Die Ideen wurden im Auftrag von Design-Chef Dick Macadam in einigen 1:1-Modellen konkretisiert, doch dann wurde Chrysler UK zunächst zu Talbot und schliesslich wurden die Entwürfe an Matra weitergegeben.

Dort entstand dann im Jahr 1979 das Projekt P16 auf Basis der Technik des Talbot Solara mit Komponenten aus Peugeot 604 und Talbot-Matra Murena. Der Mini-Van hatte den Motor für eine optimale Platzausnutzung quer eingebaut.

Auftraggeber Peugeot reagierte positiv, in der Folge entstand mit dem P17 eine Kurzversion auf Basis des Talbot Horizon (Radstand 2,52 m und Länge 3,84 m) sowie eine längere Variante P18 (Radstand 2,6 m, Länge 4,18 m). Dieser Konzept wurde weiterentwickelt und ab April 1981 als Prototyp vielen Tests unterworfen.

Matra P18 (1980) - der Vorläufer des erfolgreichen Renault Espace - Rétromobile Paris 2014
© Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Peugeot aber fehlte das Geld, um den Wagen in die Serie zu überführen, obschon man viel Potential im P18 sah. Auch Citroën prüfte den Entwurf, schätzte die Kosten der Produktion aber als zu teuer ein und verzichtete, nachdem man mit dem P20 auf Basis des zukünftigen BX geliebäugelt hatte.

So kam dann schliesslich Renault zum Zuge.

Langfristige Vision

Die Renault-Leute verlangten umfangreiche Anpassungen des ursprünglichen Konzepts. So sollte der Motor längs eingebaut sein, damit einem späteren Allradantrieb nichts entgegensprach. Auch ein V6 sollte später integrierbar sein. Natürlich sollten möglichst viele Renault-Technikkomponenten verwendet werden, die Vorderachse kam in der Folge daher vom Fuego, während die hintere Starrachse als Eigenentwicklung überlebte. Anbau- und Ausstattungsteile wurden wenn möglich dem Ersatzteilregal von Renault entnommen.

Renault Espace (1983) - Vorserienmodell des 1984 in den Verkauf gegangenen Renault Espace - Rétromobile Paris 2014
© Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Im Januar 1984 liefen die ersten Prototypen, im Juni wurde das fertige Auto den Journalisten präsentiert, im Oktober überraschte der Espace das Salon-Publikum in Paris.

“Blick in die Zukunft?”, rätselte die Automobil Revue und wunderte sich über das Potential des Espace:
“In einer Zeit, in der reine Fahrleistungen und elegante Formen an Bedeutung verlieren, mag der vielseitige Charakter des Renault Espace eine wachsende Käuferschicht ansprechen. Das Raumangebot ist vergleichbar mit einem Kleinbus, Ausstattung und Fahrverhalten stehen jedoch einem Personenwagen um nichts nach. Dank der kompakten Masse ist er im Stadtverkehr ebenso zuhause wie als Freizeitmobil. Das wandelbare Interieur gestattet sowohl gewerbliche wie auch private Nutzung. Wer seinen Espace noch individueller einrichten will, findet im umfangreichen Zubehörkatalog Dachgalerien, Gepäckträger, Sonnendächer und vieles mehr.”

Renault Espace 2000 GTS (1984) - genug Platz für ein paar Möbel hat es immer
© Copyright / Fotograf: Renault

Die ADAC Motorwelt setzte sich bereits kurz darauf in das neue MPV (“multi purpose vehicle”) und kam zum Schluss “Espace macht Spass”.

Kritisiert wurde der hohe Preis (ungefähr DM 28’000) und die zu harte Federung (geschuldet der hohen Zuladung). Aber man war in München vom Raumgegfühl und Raumangebot fasziniert und befand, der Espace sei sicherlich schöner als die bisherigen Raumautos.

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Verzinkte Karosseriestruktur mit Kunststoffbeplankung

Der Renault Espace beschritt nicht nur bezüglich des Einvolumen-Ansatzes neue Wege, sondern auch bezüglich des Karosserieaufbaus. Ähnlich wie der Matra-Talbot Murena übernahm eine Stahlgrundstruktur die tragende Rolle, während die Karosserie aus Kunststoffelementen bestand, die mit einer besonders kratzresistenten Zweikomponenten-Polyurethanfarbe lackiert waren.

Renault Espace (1984) - Stahlstruktur und Kunststoffbeplankung
© Archiv Automobil Revue

Die Metallstruktur wurde in einem 350 Tonnen fassenden Zinkbad stabilisiert und rostgeschützt, dabei wurden rund 30 kg Zink übertragen. Der Radstand betrug 258 cm, die Länge je nach Motor 425 oder 430 cm. Mit 177 cm Breite und 166 cm Höhe wies der Espace eine grosse Querschnittsfläche auf, weshalb eine gute Aerodynamik (cw-Wert 0.32 bis 0.35 je nach Motorisierung) pure Notwendigkeit war.

Eindrücklich war das Volumen des Kofferraums, das je nach Bestuhlung 800 bis 3000 Liter Fassungsvermögen aufwies. Bei einem Leergewicht von 1200 bis 1220 kg stand rund 600 kg Nutzlast zur Verfügung, das Gesamtgewicht lag bei 1800 kg.

Vielfältig

Die herausragende Eigenschaft des Renault Espace war seine Vielfältigkeit. Ob als Grosstransporter, als Taxi oder als Familien-Picknick-Fahrzeug, der Renault konnte für alles dienen.

Renault Espace 2000 TSE (1984) - wandelbares Interieur
© Archiv Automobil Revue

Dazu taugte er auch als normales Automobil, das sich auf Kurzstrecken und in der Stadt genauso wohl fühlte, wie auf der grossen Autobahn und über lange Strecken.

Einige sich negativ auf den Gesamteindruck auswirkende Kompromisse fielen Götz Leyrer bei seiner Testfahrt Ende 1984 dann aber doch auf. So überzeugte die Heizung nicht, der Federungskomfort liess an Feinfühligkeit vermissen und die Handlichkeit überzeugte, trotz serienmässiger Servolenkung, nicht in allen Belangen. Immerhin war der Espace aber für DM 29’900 komplett ausgestattet ,enizig für zusätzliche Sitze, Metallic-Lackierung oder Ausstelldächer musste zusätzlich bezahlt werden.

Mit 12 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 176 km/h Spitze gehörte der Vielsitzer zwar nicht zu den Sportwagen, als Verkehrshindernis musste man sich am schräg stehende Lenkrad des Espace aber auch nicht fühlen. Allerdings reichte der 63-Liter-Tank bei Bleifuss-Fahrweise gerade einmal für knapp über 400 km, doch wer sparen wollte, konnte den Fuss auch etwas lockern und mit 11 Litern Superbenzin auskommen oder noch besser zum Turbodieselmotor greifen, der allerdings anstatt 109 PS nur deren 88 bot.

Renault Espace 2000 GTS (1984) - mit praktischer Heckklappe
© Archiv Automobil Revue

Als der Espace dann im Jahr 1985 auch in der Schweiz erhältlich war, setzen sich die AR-Tester natürlich sofort hinter das Lenkrad. Sie bestätigten die Fahrleistungs- und Verbrauchsmessungen ihrer deutschen Kollegen und kamen auch sonst zu ähnlichen Schlussfolgerungen: Hübsch, wandelbar, aber auch etwas teuer.

Kein Wunder, begann der Verkauf zunächst etwas harzig, doch nach einer gewissen Angewöhnung griffen immer mehr Kunden zum ungewöhnlichen Raumwunder aus Frankreich.

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Mittelding zwischen Limousine und Bus

Die Zeitschrift Auto Motor und Sport verglich im Jahr 1986 den neuen Renault Espace mit dem ebenfalls neuen Toyota Model F Super GL und dem klassischen VW Caravelle GL. Beim Luftwiderstand hatte der Espace mit 0,32 cw klar die Nase vorne (Toyota: 0,39, VW-Bus 0,45), so verwundert es nicht, dass er in der 109-PS-Version auch der Schnellste war (175 km/h, Toyota: 148 km/h, VW Caravelle 152 km/h) und am dynamischsten beschleunigte (0-100 km/h in 13,5 s, Toyota: 17,8 s, VW Caravelle 16,6 s). Auch beim Benzinverbrauch schlug er die Konkurrenz aus Japan und Deutschland mit 10,3 Liter Testverbrauch pro 100 km (Toyota: 11,0, VW: 11,7).

Allerdings war der Renault der Teuerste und bot maximal sieben Personen Platz, während im Caravelle sogar neun Personen sitzen konnten.
Klaus Westrup jedenfalls gab am Schluss dem VW Caravelle den Vortritt, obschon der Renault eine “ungewöhnliche Erscheinung” war und der Schnellste dazu. Kritisiert wurden der Komfort und die fehlende Harmonie. Doch es zeigte sich, dass dies dem Espace nicht schadete.

Erfolgsmodell

Ursprünglich hatte man mit Matra eine Zielvorstellung von 60’000 Autos vereinbart. Doch bereits Ende 1987 war man bei 63’000 gebauten Fahrzeugen angelangt und die Nachfrage verringerte sich nicht. Um die Beliebtheit noch zu steigern, gab man dem Espace im Januar 1988 ein Facelift und wahlweise Allradantrieb.

Gleichzeitig ersetzte man verschiedene Komponenten und überarbeitete im Prinzip das ganze Auto. Die Vordersitze kamen nun aus dem Renault 21, die Variabilität des Innenraums wurde weiter gesteigert. Die Gesamtlänge betrug nun einheitlich 436 cm, davon profitierte die Ladelänge hinter den Vordersitzen, die von 195 auf 204 cm wuchs.

Renault Espace 2200 TXE (1990) - offen für alles
© Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Auch das Fahrwerk wurde der Zeit (und den anderen Renault-Modellen) angepasst. Vorne übernahmen nun Komponenten des Renault 21 die Radführung, hinten wurde aufwändig modifiziert. Aussen liess sich die neue Version vor allem am geänderten Kühlergrill erkennen.

Frisch eingeführt wurde die Einspritzversion des Vierzylindermotors. 118 PS standen nun an und sollten die Spitzengeschwindigkeit auf 178 km/h steigern.

Komplett neu war der permanente Alllradantrieb mit Visco-Kupplung im Espace Quadra, der hinten eine zusätzlich angepasste Hinterachse in Form einer DeDion-Konstruktion aufwies. Als einziges Modell hatte der Quadra auch hinten Scheibenbremsen. 75 Kilogramm Mehrgewicht wurden der Allradausführung attestiert, als Mehrverbrauch sagte man einen Liter pro 100 km voraus, als Mehrpreis wurden 5000 Franken genannt.

Mit Allrad kaum durstiger

Tatsächlich massen die AR-Tester im April 1988 dann gerade einmal 11 Liter pro 100 km Verbrauch und dies bei praktisch unveränderten Fahrleistungen. Kein Wunder war man des Lobes voll:
“Auch in seiner Ausführung Quadra bietet der Renault Espace ein grosszügiges und zudem vielfältig verwandelbares Raumangebot, wie es in dieser Art nur bei Grossraumkombis verwirklicht werden kann. Dabei benötigt der Espace nicht mehr Verkehrs- und Parkierraum als eine durchschnittlich grosse Familienlimousine. Mit dem permanenten Vierradantrieb kommt ein die meisten Schwierigkeiten bewältigendes Traktionsvermögen hinzu. Das Leistungsvermögen ist ansprechend und die Ausrüstung - besonders in der geprüften Version 2000-1 - ungewöhnlich reichhaltig. Mit Ausnahme einiger unsorgfältig verlegter Leitungen hinterliess die Verarbeitungsqualität einen guten Eindruck. In Anbetracht der grossen Preissprünge dürfte sich eine sorgfältige Wahl der geeignetsten Ausführung lohnen.”

Die Bezeichnung “2000-1” war übrigens eine Reminiszenz an den Stanley Kubricks Film “2001 - a Space Odyssey” - wie passend!

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Rundlicher und angepasster

Von der ersten Generation des Renault Espace wurden 191’674 Einheiten gebaut. Im Jahr 1991 kam dann der Espace II, der zwar weiterhin auf der ursprünglichen Matra-Konstruktion basierte, den es nun aber auch mit V6-Motor zu kaufen gab. 315’518 Exemplare der zweiten Espace-Generation wurden produziert.

Auch der Espace III trug von 1996 bis 2002 noch eine Kunststoff-Karosserie, die vierte Version dann, Espace IV genannt, machte dann 2002 damit aber Schluss. Renault hatte den Espace komplett neu konstruiert und optisch den gängigen Modellen angenähert. Erst 2015 folgte dann der Espace V, der eher einem Cross-Over glich als dem ursprünglichen Van-Konzept.

Zusammen mit den 365’200 Exemplaren der dritten Espace-Generation darf die Kunststoff-Version  mit 872’392 zwischen 1984 und 2002 produzierten Fahrzeugen sicherlich in Anspruch nehmen, das erfolgreichste Plastikauto der Geschichte zu sein. Und dies, obwohl man im ersten Monat nach der Lancierung gerade einmal neun Fahrzeuge verkaufen konnte!

Hohe Besitzer-Zufriedenheit

Im Jahr 1997 befragte AMS Espace-Besitzer nach ihrer Zufriedenheit. Leser Ulrich Arneberg äusserste sich positiv: “Für die Familie - sechs Personen und ein Hund - ist der 1990 zugelassene Espace 2.2 TXE ein ideales, nicht zu großes Fahrzeug mit ordentlichen Fahrleistungen”. Die einzige Unregelmässigkeit war eine Öldundichtigkeit im Bereich Motor/Getriebe.

Auch andere Leser zollten dem Mini-Van Lob: “Der Espace ist inzwischen aus unserer Familie nicht mehr weg zudenken: Umzüge. Urlaubsfahrten. die Möglichkeit. sieben Personen, sperrige Gegenstände und Fahrräder im Innenraum zu befördern, haben ihn unentbehrlich gemacht“, meinten etwa Johannes und Jürgen Rupp.

Alllerdings waren nicht alle Besitzer so zufrieden, so wurden etwa Elektrikdefekte oder Kunststoffrisse und manches mehr notiert, auch kurze Wartungsintervalle und teure Ersatzteile wurden kritisiert. Im Grossen und Ganzen überwiegten aber die positiven Kommentare.

Auch nach 30 Jahren noch modern

Renault Espace der ersten Jahre sind ausserordentlich selten geworden. Wenn man sich also hinter das Lenkrad eines frühen Modells setzen kann, ist dies eine ganz besondere Erfahrung. An Bord der Facelift-Version aus dem Jahr 1990 kommen allerdings kaum nostalgische Gefühle auf, dafür fühlt sich der Espace einfach zu modern an. Auch für einen Umbau zum fahrbaren Sitzungszimmer ist bei der Probefahrt keine Zeit, ein Blick in die damalige Verkaufsliteratur muss reichen, um sich von der epochalen Variabilität des Innenausbaus zu überzeugen.

Renault Espace 2200 TXE (1990) - die Heckklappe reicht seit dem Facelift 1988 weit herunter
© Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard
Renault Espace 2200 TXE (1990) - angenehme Sitzposition garantiert
© Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Beim Fahren gibt der Espace kaum Rätsel auf. Der eingespritzte Vierzylinder des TXE zieht locker an und man kommt flüssig voran. Die Rundumsicht ist hervorragend. Die Schaltung mit vier Schaltebenen (und Sicherung des Rückwärtsgangs) funktioniert exakt, die übersichtlichen und vollständigen Instrumente informieren jederzeit über den Zustand der Technik. Eine Sänfte ist der Espace nicht, aber er muss ja auch mit fast 600 kg Zuladung fertigwerden. 

Renault Espace 2200 TXE (1990) - 178 km/h lief die Einspritzversion
© Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Auch am Lenkrad eines früher gefahrenen mit einem 2,1-Liter-Turbodiesel ausgerüsteten Wagens aus dem Jahr 1989 fühlten wir uns sofort wohl. Immer wieder überrascht der helle Innenraum, die generösen Platzverhältnisse und die komfortablen Unirail-Sitze mit genügend Seitenhalt.

Renault Espace Turbo DX (1989) - Kunststofflenkrad, umfassende Instrumentensammlung
© Copyright / Fotograf: Bruno von Rotz

Nach wenigen Kilometern ist man überzeugt, dass der Espace auch 30 Jahre später den modernen Autoalltag noch problemlos meistern könnte. Im Hinterkopf hat man zwar noch die Bilder von den schlechten Crashtestergebnissen der frühen Versionen (u.a. ADAC im Jahr 1994), aber damit war der Espace damals ja nicht alleine und heute versteht man ihn eher als angenehmen Gleiter als als Einsatzfahrzeug auf der letzten Rille.

Renault Espace 2200 TXE (1990) - sieben Sitze in drei Reihen
© Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Renault tat viel dafür, um den Espace von Jahr zu Jahr zu verbessern und dies spürt man bereits bei den Modellen der späten Achtzigerjahre. So war es vermutlich auch kein Zufall, dass Renault 1989 für den Espace den Preis für den “Wagen des Jahrzehnts” erhielt. Wohlverdient!

Wir danken der Oldtimer Galerie für die Gelegenheit zur Probefahrt im Renault Espace 2200 TXE von 1990 mit Katalysator. Der Wagen wird am 17. Oktober 2020 an der Versteigerung in Toffen unter den Hammer kommen. Den früher gefahrenen Espace Turbo DX von 1989 stellte uns die Groupe Renault im Jahr 2018 anlässlich des 12-Jahres-Jubiläums der Marke in Frankreich zur Verfügung.

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ei******:
09.10.2020 (21:42)
Das erfolgreichste Plastikauto? War der Trabant 601 denn kein Auto? Mit an die drei Millionen produzierten Exemplaren war die Rennpappe doch ungleich erfolgreicher.
ar******:
07.10.2020 (12:59)
Ein arroganter Redakteur der auto motor & sport schrieb damals:

"Der Espace ist die Antwort auf eine Frage, die niemand gestellt hat."
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