Das Raumwunder Espace
Der damals von Matra für die Zukunft geplante "Espace", der dem "Rancho" folgen sollte, war in erster Linie als ein rein französisches Transportfahrzeug gedacht. Als Vorläufer muss aber unbedingt der Fiat 600 "Multipla" von 1956 genannt werden. Fiat realisierte damit bereits in den Fünfzigerjahren die Idee eines Grossraumwagens mit verwandelbarem Innenraum. Fergus Pollocks Idee des Raumwunders wurde von Philippe Guedon mit einer Studie, die unter der Feder von Antoine Volants im Jahre 1978 entstand, aufgenommen.
Ziel war ein 5-Türer mit Frontantrieb. Ein zweitüriger Pickup hätte später auch noch folgen sollen, blieb aber bis heute aus. Der erste Prototyp wurde im Jahre 1981 fertiggestellt.
Der im Bild zu sehende P18 wurde der Geschäftsleitung von Peugeot-Talbot, dem kommerziellen Partner von Matra seit der Uebernahme von Simca, vorgeschlagen. Mit vorhandener Technik hätte mit der Herstellung bereits im darauffolgenden Jahr begonnen werden können.
Peugeot war an dem Projekt zwar interessiert, konnte aber leider die Mittel für die Lancierung eines neuen Fahrzeuges nicht aufbringen. Nach der Verwerfung bei Peugeot wendeten sich die Projektleiter von Matra mit dem P20 an Citroën, bei deren Entscheidern sie aber ebenfalls in Ungnade fielen.
Erst im Dezember 1982 gab Bernard Hanoi, der damalige CEO von Renault, grünes Licht für den Prototyp P23 und Renault legte mit dem "Espace" den Grundstein zu einem grossen Erfolg. Diverse Studien und Prototypen zum bekanntesten Minivan überhaupt können im Matra-Museum in 41200 Romorantin-Lanthenay in der Rue des Capucins 17 in Frankreich, bewundert werden.

































