Als man begann, Dinitrol in die Hohlräume zu spritzen
Heute könnte sich kein (moderner) Autokäufer mehr vorstellen, dass er sein Auto vor der ersten Fahrt in einen Fachbetrieb bringen würde, damit dort eine Hohlraumschutzbehandlung durchgeführt würde.
Vor 50 Jahre war dies anders, denn damals zählte der Rost zu den grössten Feinden der Auto-Langlebigkeit, vor allem bei den selbsttragenden Konstruktionen. Vorsichtige Autobesitzer schützten ihren Wagen zum Beispiel mit einer Dinitrol-Behandlung. Dies machte man dann auch gerne mit einem Aufkleber kund (siehe oben).
Die Idee, Hohlräume intensiv zu schützen, kam ursprünglich aus den skandinavischen Ländern. Bereits in den Jahren 1951 bis 1954 wurde in Schweden die ML-Methode entwickelt, bei der ein Rostschutzmittel mit Hochdruck in die Hohlräume eines Autos gespritzt wird. 1954 wurde ein Durchbruch mit Dinitrol 33B erreicht. Und dieses Dinitrol sowie die zugehörige Behandlungsmethodik fanden schon bald auch den Weg zu uns.
1968 erklärte die Automobil Revue die moderne Hohlraumbehandlung in einem Artikel und schätzte den Behandlungspreis für einen Mittelklassewagen auf rund 150 Franken.
Und so kam dann auch der abgebildete Ford Capri S zu seinem Hohlraumschutz. In den Siebzigerjahren dürfte die Behandlung allerdings bereits etwas teurer gewesen sein, trotzdem wählten viele Autokäufer diese Schutzoption, um ihrem Wagen ein langes Leben zu sichern.
Heute sind wir dafür dankbar!

































