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Gempen Memorial 2017: Gempen Memorial 2017

Rekordpreis für 21-jährigen Mercedes-Benz 500 SL - explodieren jetzt die R129-Preise?

Bruno von Rotz - 16.04.2017

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Mercedes-Benz SL 500 von 1996 (© Coys)

Der Mercedes-Benz 300 SL (W198) gehört zu den teuersten Klassikern der Welt, seine Notierungen stiegen in den vergangenen 20 Jahren fast ins Unermessliche. Das sind wir uns ja bereits gewöhnt. In seinem Sog zogen auch die Preise für den braven 190 SL kräftig an, die Pagode (230 SL bis 280 SL) stieg wertmässig ebenfalls und der R107 folgte ihm ein wenig zaghafter.

Der Nachfolger des letzten Vollchrom-Autos aus Stuttgart, also des Mercedes-Benz 280 SL bis 560 SL (R107), der intern R129 genannte Bruno-Sacco-SL (280 SL bis 600 SL) mit automatisch versenkbarem Dach, elektronisch kontrolliertem und blitzschnell herausschnellendem Überrollbügel und serienmässigem Windschott, aber war bisher als Youngtimer immer noch zu sehr vernünftigen Preisen erhältlich.

Am 12. April 2017 aber versteigerte Coys anlässlich der Spring Classics 2017 einen knallroten Mercedes-Benz SL 500 von 1996 für sagenhafte £ 56’640, was in gängigeren Währungen EUR 66’825 oder CHF 71’315 bedeuten würde, immerhin inklusive Aufpreisen/Steuern.

Beim versteigerten Auto handelte es sich nicht etwa um eine besondere Spezifikation oder ein seltenes Sondermodell, sondern um einen “normalen” Fünfliter mit tendenziell eher weniger beliebter Uni-Lackierung in Rot, schwarzem Stoffach und und serienmässigem beigem (“mushroom”) Lederinterieur. Immerhin wurden einige aufpreispflichtige Extras wie Sitzheizung, CD-Wechsler und ein Lenkrad aus Holz/Leder spezifiziert.

Tiefer Meilenstand beim Mercedes-Benz SL 500 von 1996 (© Coys)

Die Geschichte zum roten SL ist allerdings dann doch etwas spezieller: Der Wagen war ein Geburtstagsgeschenk für eine Lady in Normand (Mayfair) gewesen und am 27. September 1996 für den Strassenverkehr registriert worden. Nach 75 Meilen aber verlor die Besitzerin offensichtlich die Schlüssel und so verblieb der Wagen über 21 Jahre in einer Tiefgarage im Zentrum von London stehen. Und rollte keinen Meter weit in dieser Zeit.

Vor dem Verkauf wurde der nun 80 Meilen anzeigende Rechtslenker sanft gewartet und auf Vordermann gebracht (“re-commissioned”). Selbst gute R129 mit vergleichsweise tiefen Kilometerständen erzielten normalerweise höchstens einen Fünften des erzielten Verkaufspreises, mindestens zwei Bieter also wollten den roten SL unbedingt.

Darauf allerdings eine generelle Preis-Hausse für diesen Fahrzeugtyp abzuleiten, wäre wohl verführt. Erstens wurden in den 13 Produktionsjahren doch recht viele dieser Autos produziert und zweitens ist das Angebot an gut erhaltenen Fahrzeugen mit überschaubaren Kilometerständen beträchtlich. Allerdings, einen dieser Wagen mit weniger als 200 km findet man wohl nicht allzu häufig. Es kann gut sein, dass dieser Verkauf nun auch andere Sammler mit immer noch neuen R129-Varianten dazu bringt, sie öffentlich anzubieten. Es wird dann spannend sein zu beobachten, ob sich der Coys-Coup wiederholen lässt.

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