Der etwas andere Volvo PV 36 “Carioca”
Das Image von Volvo wurde vor allem von den als sicher geltenden Autos der Siebziger- und Achtzigerjahre beeinflusst, die mit Robustheit und etwas grobschlächtigem Design auf sich aufmerksam machten.
Doch Volvo baute auch völlig andere Autos, so etwa den PV 36, eine Stromlinien-Limousine mit Ganzstahlkarosserie und dies bereits im Jahr 1935.
Ausgerüstet mit einem Sechszylindermotor mit 84 PS waren 120 km/h Spitze möglich und dies war eine Ansage in den Dreissigerjahren, zumal die aerodynamische Form auch den Passagieren viel Komfort bot.
Dass die Volvo-Ingenieure mehr als einen Seitenblick auf Konkurrenzprodukte aus den USA geworfen hatten, zeigt der Vergleich mit dem 1933 erschienenen Chrysler Airflow , der es im Gegensatz zum Volvo, der von 1935 bis 1938 gerade einmal etwa 500 Mal gebaut wurde, immerhin auf fast 30’000 Exemplare schaffte. In beiden Fällen verhinderten relativ hohe Preise und wohl auch ein Publikum, dem die Form zu modern war, einen grösseren Verkaufserfolg.
Dass auch der PV 36, der auch “Carioca” genannt wurde, ein robuster Volvo war, beweist die Geschichte eines Wagens, der im Rahmen einer langen Reise von Schweden in den Iran in einem ausgetrockneten Flussbett fahren musste. Offensichtlich war dieses derartig uneben, dass der gesamte Inhalt der Reisekoffer zerstört wurde. Der Volvo aber hielt den Strapazen stand, ohne Schaden zu nehmen.

































