Wenn die Zukunft Vergangenheit wird
Im Jahr 1981 präsentierte ein Verbund von deutschen Universitäten ein Forschungsfahrzeug genannt Uni-Car, oder auch “Auto für das Jahr 2000”.
Das vom Staat geförderte Projekt materialisierte sich in vier Prototypen, die von Innovationen nur so strotzten. So verfügten die Fahrzeuge über eine ausgeklügelte Aerodynamik - der cw-Wert wurde mit 0,24 ermittelt - , sparsame aufgeladene Direkteinspritzer-Diesel-Vierzylindermotoren - Motorblock und Kurbelwelle stammten von Citroën, den Rest entwickelte MAN - , eine stufenlose Automatik und auch ohne Luft fahrbare Reifen. Zudem wurde der passiven Sicherheit hohes Gewicht gegeben, so war die Front verformbar konstruiert, um einem Fussgänger beim Aufprall bessere Überlebenschancen zu garantieren.
Das grosse und geräumige Auto, das fahrfertig 1’375 kg wog, sollte in 13 Sekunden 100 km/h erreichen, 190 km/h schnell sein und im Schnitt 6,55 Liter Diesel pro 100 km verbrauchen.
Viele der Innovationen fanden früher oder später Eingang in die Serienfertigung.
Ein Exemplar des Uni-Cars kann im Verkehrszentrum des Deutschen Museums in München betrachtet werden. Die Automobil Revue veröffentlichte im Januar 1982 einen umfangreichen Bericht zum Forschungsauto .

























