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Neuer Beteiligungsmodus an der Ennstal Classic - Racecar Trophy

Bruno von Rotz - 30.11.2012

Lancia Delta Integrale

Die Organisatoren der Ennstal Classic haben sich etwas neues ausgedacht, um auch Besitzern von Renn-, Rallye- und Sportwagen die Möglichkeit zu geben, ihr Auto “im letzten Paradies” auszukosten.

Mit der Racecar Trophy wird - parallel zur klassischen Ennstal Rallye - vom 18. bis 20. Juli einen Gleichmässigkeitswettbewerb mit drei Bergläufen auf den Stoderzinken (je 8,4 km), zwei Bergläufen auf der Dachsteinstrasse (je 5,1 km), einem Rundstreckenlauf auf dem Flugplatz Niederöblarn (1,5 km je Runde) und einem Bergsprint in Moosheim-Gröbming (2,4 km) organisiert, die sportliche und renntaugliche Autos der Jahrgänge bis 1982 ausgeschrieben ist.

Das Nenngeld beträgt Euro 2’000 und beinhaltet neben den Rennläufen auch die Teilnahme an vier Abendveranstaltungen.

Wir meinen, dass dieser neue Rennmodus sich gerade für diejenigen bisherigen Teilnehmer der Ennstal eignen dürfte, die ihrem Fahrzeuge (oder sich selber) nicht mehr 1’000 und mehr Kilometer zumuten wollen. Bestimmt aber werden mit der Racecar Trophy auch neue Bewerber angezogen, die so in den Genuss von Fahrten im schönen Ennstal kommen.
Teilnahmeschluss ist der 31. März 2013. Alle weiteren Informationen finden sich auf der Website des Veranstalters .

 

Fahren Sie schnell! Fahren Sie sicher! Fahren Sie einen Triumph T.R.3!

Bruno von Rotz - 29.11.2012

Triumph TR 3 im Prospekt von 1961

Was die Werbetexter im Verkaufsprospekt zum Triumph TR 3 1961 auf das Papier brachten, wäre heute politisch höchst inkorrekt. Wer würde heute schon noch Autofahrer zum Schnellfahren anhalten wollen?

1961 aber ging das, denn ein Sportwagen hatte nichts Verrufenes und war ein höchst erstrebenswertes Gut. Vor allem, wenn er mit zeitgemässen Sicherheitsattributen überzeugte, wie der Triumph mit Scheibenbremsen.

Triumph TR 3 im Renn-Setup im Prospekt von 1973

‘Hören’ wir nochmals in den Verkaufsprospekt hinein:
“Geschwindigkeit und Sicherheit - dies sind die Vorzüge, welche den Triumph T.R.3 auszeichnen. Infolge seiner wohldurchdachten Bauweise eignet er sich gleichermassen für schnelle, sichere Überlandfahrten wie für den gedrängten Stadtverkehr. Seine Leistungsfähigkeit hat er in zahllosen sportlichen Wettbewerben auf der ganzen Welt immer wieder durch seine einzigartigen Erfolge unter Beweis gestellt. Atemraubende Beschleunigung, eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 160 km/st, Scheibenbremsen, die den Wagen auf kürzester Strecke zum Stehen bringen - diese Merkmale lassen das Herz jedes Wagenkenners höher schlagen! Die anschmiegsam abgerundeten Polstersitze und die angenehm feste Federung machen das Fahren ungeachtet der Strassenverhältnisse zu einem vollkommenen Genuss.”

Ja, so ging das im Jahr 1961!

Der Verkaufsprospekt ist natürlich im Zwischengas-Archiv zu finden.

Triumph TR 3 - gezeichnet im Prospekt von 1961

 

HiFi und die Autos von gestern

Bruno von Rotz - 28.11.2012

DUAL HiFI Anlage im Jahr 1972

In den Sechzigerjahren wurde der Begriff “High Fidelity” (oder kurz “Hifi”) geprägt. Dahinter stand die Idee, Standards für die Tontechnik im Hausgebrauch (und später im Automobil) zu setzen. Die DIN-Norm 45500 schrieb zum Beispiel vor, dass der Frequenzgang von Geräten zwischen 250 und 6’300 Hz linear sein müsse. Zu dieser Zeit fuhr Otto Normalbürger einen VW Käfer und der erfolgreiche Unternehmer vielleicht einen Porsche 911 oder einen Maserati 3500 GT. Meilensteine in der Tontechnik waren der Dual 1009 Plattenspieler und zum Beispiel der Transistor-Vollverstärker Grundig SV50, beide nicht für Käfer-Fahrer gedacht.

DUAL Plattenspieler im Jahr 1972

In den Siebzigerjahre setzte sich der Begriff dann auch in der Breite durch, bezahlbare Geräte waren verfügbar und die Marketingleute der Gerätehersteller griffen das Thema in ihren Werbebotschaften auf. Die Bilder in diesem Blog stammen genau aus jener Zeit. Fahrzeugmässig hatte sich der Durchschnittsbürger zum VW K70 oder Opel Ascona hochgearbeitet, während die Erfolgreichen vielleicht zum Lamborghini Urraco oder zum R107er Mercedes-Benz 350 SL griffen. HiFi war inzwischen volkstümlich und in vielen Wohnwänden heimisch geworden.

DUAL Stereoanlage im Jahr 1975

HiFi-Geräte wie Autos wurden in den Achtzigerjahren immer besser, neben Hifi sprach man nun gerne auch von High-End, um sozusagen das obere Ende der Tonqualität zu beschreiben. Super-Verstärker und Lautsprecher erreichten schnell die Preislage eines ausgewachsenen Automobils und es entwickelte sich sogar eine Tuning-Branche, die Serienkomponenten noch besser machte, fast genauso wie beim Automobil. Neue Marken kamen und gingen, auch dies eine Parallele zur Fahrzeugindustrie. Und natürlich gab es HiFi inzwischen auch im Einbauschacht in der Mittelkonsole des VW Golf GTIs oder des Ferrari 512 Testarossas, allerdings war die Lautsprechertechnik angesichts der Fahrgeräusche kaum in der Lage, wirkliches High-Fidelity-Erlebnis aufkommen zu lassen. Die Entwicklungen in diesem Bereich brauchten noch eine gewisse Zeit.

Und heute? Kaum jemand erinnert sich mehr an den Begriff Hifi und wenn, dann mit einem nostalgischen Lächeln auf dem Gesicht. Vielleicht feiert die Schallplatte auch deshalb aktuell wieder ein Comeback ...

Und wer sich gerne die alten HiFi-Geräte anschaut, der findet unter anderem in den Ausgaben der ADAC Motorwelt im Zwischengas-Archiv einige schöne Beispiele.

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Blättern im Toronado-Handbuch von 1967

Bruno von Rotz - 27.11.2012

Titelblatt des Handbuchs zum Oldsmobile Toronado von 1967

Als der Oldsmobile Toronado Mitte der Sechzigerjahre auf den Markt kam,  war er manchem Konkurrenten mehr als eine Nasenlänge voraus. Mit Frontantrieb, Klappscheinwerfern und vielen innovativen Komfortdetails war der Massstab, an dem man sich Mitte der Sechzigerjahre messen musste. Trotz der Fülle an Ausstattungsdetails blieb das Handbuch aber übersichtlich. Tatsächlich umfasste es gerade einmal 58 Seiten.

Natürlich musste erklärt sein, dass der Benzineinlass hinter dem Nummernschild zu suchen war und wie der Wagenheber anzusetzen war. Einen umfangreichen Teil des Handbuches aber machten die Instrumente und die einzelnen Bedienungselemente aus. Und auch die Sicherheitsgurten wurden detailliert erklärt.

Erkärungen zu den Instrumenten im Handbuch zum Oldsmobile Toronado von 1967

Die vielfältigen Zusatzausstattungen (Klimaanlage, Cruise Control, elektrisch verstellbare Sitze, Radio) erforderten weitere 5-6 Seiten. Was damals mit ein paar Seiten als umfangreich galt, füllt heute ganze Bücher!

Erklärungen zu den Bedienungsorganen im Handbuch des Oldsmobile Toronado von 1967

Ab der Seite 37 beginnen bereits die Wartungshinweise, d.h. die alltäglichen Bedienungsgriffe wurden auf nur gut 30 Seiten dargelegt, inklusive aller Zusatzausstattungen. Kein Wunder, lasen damals die Leute diese Anleitungen auch tatsächlich noch durch, während heute die meisten Autokäufer ob der Fülle an Informationen kapitulieren.

Interessierte können das ganze Handbuch im Zwischengas-Archiv lesen.

 

Als Autositze noch stoffig, flauschig, farbig und weich sein durften

Bruno von Rotz - 26.11.2012

Interieur des Citroën DS von 1971 - aus einem Verkaufsprospekt

Vor vielen Jahren galt es als besonders komfortabel, wenn man in den Sitzen im Auto versinken konnte und bequem wie auf einem Sofa sass. Besonders die Franzosen waren dieser Art Gestühl zugetan und auch bei den Fahrern und vor allem Mitfahrern kamen diese Sitze gut an. Oftmals sahen sie schon von weitem bequem aus, waren mit farbigen und hautanschmiegenden Stoffen bezogen und in bunten Farben eingekleidet. Seitenhalt und Langstreckenkomfort waren damals genauso wenig ein Thema wie Sitzergonomie für die vom Büroalltag zermürbten Skelette der Fahrer. Es zählt primär der gefühlte Komfort.

Interieur des Citroën DS von 1959 - aus einem Verkaufsprospekt

Aber eben, das ist schon eine Weile her, drum denken wir gerne daran zurück, wenn wir zum Beispiel im Prospekt eines Citroën DS blättern oder gar in den Genuss einer Fahrt in diesem legendären Auto (genannt die Göttin, la Déesse) kommen.

 

Schalten von Hand - eine bald vergessene Kunst

Bruno von Rotz - 25.11.2012

Handschaltung im Citroën SM von 1973

Manchmal gerät selbst die profanste Fahrt im älteren Auto zum Erlebnis und man freut sich bereits an den kleinsten und nebensächlichsten Handgriffen. Einer dieser händischen Tätigkeiten ist das Wechseln der Gänge. Ob mit oder ohne Zwischengas, das Verschieben des Ganghebels verschafft einem den direkten Zugang zur Mechanik des Automobils. Man kann in den Fingerspitzen fühlen, wie die Zahnräder ineinander greifen, die Synchronringe arbeiten.

Schalten im Dino 308 GT4 von 1974

Nur, diese “Kunst” wird bald Vergangenheit sein, denn immer weniger Autos werden überhaupt noch mit Handschaltgetrieben ausgerüstet, DSG und Automatik gewinnen die Oberhand, Elektroautos benötigen meist von Haus aus keine Schaltung.

Schade, denn gerade das Schalten von Hand macht Spass, auch wenn es langsamer und vielleicht weniger perfekt ist, als das, was eine Hydraulik samt Computersteuerung heute fertigbringt. Und unsere Nachfahren werden einen aus einer Schaltkulisse ragenden Hebel mit ähnlich grossen Augen anschauen, wie heute die Wählscheibe an einem alten Telefonapparat.

Schalten im Mercedes-Benz 300 SL R107 von 1987

 

Hybrid-Fahrzeug von anno 1970

Bruno von Rotz - 24.11.2012

Hybridfahrzeug 'Miss Purity' 1970

Wer denkt, dass das Hybrid-Auto Toyota zu verdanken ist, irrt. Nicht nur wurden schon anfangs des 20. Jahrhunderts Hybrid-Fahrzeuge gebaut (z.B. Woods Dual Power, Lohner-Porsche ), auch in den frühen Siebzigerjahren gab es interessante Ansätze, die allerdings danach wieder vergessen gingen.

So fuhr zum Beispiel ein Auto namens Miss Purity” am Clean Air Car Race 1970 - schon lange vor dem Kyoto-Protokoll wurde über die ressourcenschonende Fortbewegung nachgedacht - mit und gewann seine Klasse ex-aequo mit einem anderen Fahrzeug. Der etwas abenteuerlich aussehende Wagen wurde von einem kleinen Team der Universität Toronto um Professor Frank Hooper gebaut worden und wurde durch das Fahrerteam Douglas Venn, Steve Baker und Juri Otsason gelenkt, wobei als Treibstoff flüssiges Propan-Gas verwendet wurde.

Über die ganzen 5’800 km des 7-Tage-Rennens war das mit einer Kunststoffkarosserie und Flügeltüren versehene Hybridfahrzeug ständig von Presseleuten und begeisterten Zuschauern umringt. Sogar ins Magazin Life schaffte es der interessante Wagen mit dem besonderen Nummernschild “UTI”.

 

Foto-Safari in Austin/Texas - oder - die Sache mit dem Sonnenaufgang, dem Ford Galaxie 500 und dem Cowgirl

Daniel Reinhard - 23.11.2012

Austin - ein erstes Ergebnis - etwas verfremdet

Eine sensationelle Geschichte nimmt seinen Anfang mit einem einfachen iPhone-Foto aus dem fahrenden Mietwagen. Die Sonne sendet ihre ersten Strahlen über die texanische Landschaft. Auf unserem Weg zur F1-Rennstrecke, früh morgens um 7 Uhr, fahren wir auf einer kleinen, typisch texanischen Nebenstrasse namens McKenzie Road. Durch die Windschutzscheibe entsteht ein Situationsfoto vom Sonnenaufgang. Mirkos spätere Bearbeitung am Computer macht das Bild richtig spannend. Wow, geil, da bräuchte man jetzt nur noch einen schönen, alten Mustang und ein echtes texanisches Model, waren unsere ersten Gedanken.

Austin - die Foto-Location

Sonntag nach dem F1-Rennen meint Mirko plötzlich so ganz nebenbei: „Du Dani, die Sache läuft mit dem Shooting, du musst nur noch den Mustang organisieren!“ „Wie meinst du das?“ „Ja das eine Grid-Girl würde mitspielen, so hätten wir schon mal ein Model“. „Aha“, dachte ich, der Mirko will mich vereppeln. Müde abends im Hotel angekommen, trinken wir gemeinsam noch ein Bier. Mirko stupft mich plötzlich an und meint, dass Roccio, das Grid-Girl von Sergio Pérez, per SMS fragen würde, was sie denn zum Shooting anziehen sollte. Ich lasse mir nicht anmerken, dass ich dem Ganzen noch immer keinen Glauben schenke und antworte, dass sich etwas im Cowboy-Stil am besten eignete, so wie sie es im Grid auch trug - auf jeden Fall richtig echte texanische Stiefel. Ja, das findet Mirko auch gut und beginnt ein SMS zu schreiben. Kurze Zeit später die Antwort, die besagt, dass es so nicht gehe, da Roccio die Grid-Kleider bereits abgeben habe. Langsam begreife ich, dass es den beiden ernst ist. Mir wird auch klar, dass wir nun ein Auto brauchen. Schön wäre ein Mustang - ein weisser Mustang Jahrgang 1964!

Gut wir haben ja noch den ganzen Montag Zeit, ein Auto zu finden, welches dann am Dienstag früh 6:30 Uhr beim Model an besagter “Location” stehen soll. Da wir aber beide zum ersten Mal in Austin sind, kennen wir niemanden, der uns in irgend einer Form weiterhelfen könnte.

Während des Frühstücks geht die Suche im Internet los. Die bringt uns mal keinen Millimeter weiter. So fahren wir kreuz und quer durch Austin. Die Nachfrage bei einigen Gebrauchtwagen-Dealern bringt auch nichts. Dann erhaschen wir auf einem Hinterhof den ersten, jedoch „roten“ Mustang, leider in einem unfahrbaren und absolut lausigen Zustand. Fazit: unbrauchbar.

Dann treffen wir zufällig auf eine Hinterhofgarage mit einem weissen 65er Mustang. Ein Auto genau nach unserer Vorstellung, absolut perfekt. Der Besitzer, gemütlich zurückgelehnt im alten Futon sitzend und gemütlich seinen Lunch aus einem Tupperware-Becher kratzend, zeigt Null Begeisterung. Meint nur, dass er seinen Betrieb unmöglich für zwei Stunden allein lassen könne, auch nicht früh morgens. Er sei von Arbeit so überhäuft und NEIN, das kann er und will er nicht machen. NEIN, er kennt auch keinen weiteren Mustang Besitzer. NEIN, er kann und will uns jetzt nicht helfen.

Weitere Nachforschungen bringen uns zu einem Sammler historischer Autos. Es ist der CEO der Hyundai-Vertretung von Austin, Southpoint. An ihn kommen wir aber persönlich erstmal gar nicht heran. Der Mitarbeiter meint, dass er nur noch selten in der Firma auftauche, dass er ihn aber gerne fragen würde, obwohl er sich zu 99,9% sicher sei, dass er da nicht mitspielen würde. Seine Sammlung sei sehr speziell und exklusiv. Was für Autos es wären, wissen wir auch nicht. Unsere Kontakte werden, wenn auch mit wenig Hoffnung, hinterlegt.

Das Museum von San Marco mit 75 alten Amis ist leider mit 35 Meilen zu weit entfernt. Die Suche geht weiter. Eine planlose Fahrt kreuz und quer durch ein Viertel Einfamilienhäuser führt uns an einen orangefarbenen Mustang Mach l Cabrio mit weissem Dach. Die Farbe passt nicht und der Zustand ist leider auch alles andere als fotogen.

Austin - Ford Galaxie 500 von 1967 - das Fotoobjekt

Wir irren weiter in der Stadt herum und siehe da, wie durch ein Wunder steht plötzlich dieser eisblaue Ford Galaxie 500 mit offener Haube in einem Vorgarten. Dieses Auto wäre perfekt. Wir werden sehr nett von drei Männern, die um das Auto herumstehen, empfangen. Der Besitzer hört sich unser Anliegen an und ist sofort Feuer und Flamme. Ja er mache mit, aber äussert dann doch noch einen Einwand. Er ist nämlich drauf und dran, das Auto an einen der anderen beiden anwesenden Männer zu verkaufen. Falls der Verkauf zustande käme, sei er dann halt eben nicht mehr zuständig, meint er. Die Verkaufsverhandlung der drei gehen weiter und plötzlich ruft uns der „noch“ Besitzer zu: „He will buy the car. You need to talk to him now!“ Ein dickes Bündel Dollar Noten wechselt gerade den Besitzer, und wir beginnen, unsere Idee erneut dem nicht gerade schlanken Neu-Besitzer schmackhaft zu machen. Dieser findet die Idee auf Anhieb auch nicht uninteressant, doch das frühe Aufstehen ringt uns einiges an Überredungskunst ab. Nachdem er das iPhone-Foto der Location genau gemustert hat und ihm klar wird, dass der Sonnenaufgang für das Bild extrem wichtig ist, sagt er zu. So nun ist alles perfekt. Wir haben ein Auto, ein Model und das Wetter sollte ebenfalls mitspielen.

Zurück im Hotel geht ein E-Mail mit dem Foto vom Galaxie an unser Model Roccio mit der Ansage, dass nun alles passt. Die Antwort haut uns aus allen Wolken. Jetzt wo sie die Ernsthaftigkeit der Lage erkennt, bekommt sie kalte Füsse und steigt kurzfristig aus. Da haben wir nun den Salat, hatten wir zuerst ein Model und kein Auto, so sitzen wir nun auf einem Auto, das Model ist uns aber abhanden gekommen.

Ok, man könnte nur das Auto fotografieren, aber das ist nun wirklich nicht der Reiz der Sache, zudem ja der Neubesitzer des Galaxie nicht zuletzt wegen der Frau auf den erwarteten Fotos mitmachen will. Nun können wir ihn nicht enttäuschen.

Kann uns denn nicht das abgesprungene Model weiterhelfen? Ein Facebook Rundschreiben an alle 23 Grid-Girl-Kolleginnen lassen uns am späten Montag-Nachmittag wieder hoffen. Doch zu früh gefreut! Die CotA (Circuit of the Americas) verbietet tatsächlich sämtlichen Grid-Girls eine Teilnahme am Shooting. Uns fehlt nun aber die Zeit mit der CotA zu verhandeln und wir können auch den Sinn der Intervention nicht verstehen. Wieso sollte der GP-Veranstalter zwei Tage nach dem Rennen noch immer über das Privatleben der Mädels bestimmen können?

Trotz des Verbots meldet sich die Sarah mit dem Wunsch, es unbedingt mit uns machen zu wollen, jedoch erst nach acht Uhr, da sie ihre Mutter noch zur Arbeit fahren muss. Doch leider steht die Sonne um acht bereits viel zu hoch und dazu muss der Galaxie-Besitzer um halb acht auch zur Arbeit. Also wieder nichts.

Ein ortsansässiger Fotografen-Kollege namens Taylor entpuppt sich plötzlich als unsere absolut letzte Rettung. Mittlerweile spät abends kann er eine Kollegin namens Emily von der Sache begeistern. Da das Shooting noch vor ihrer Vorlesung an der Uni stattfindet, zeigt sie sich sofort sehr hilfsbereit. Ein nächtliches SMS an den Galaxie-Besitzer bestätigt, dass die Sache jetzt doch laufen könne.

Der letzte Adrenalin-Schub kommt früh morgens mit dem Anruf Taylors, dass er Emily am ausgemachten Treffpunkt nicht finden könne. Unser Anruf holt sie dann wie erwartet aus ihrem Bett.
Dienstag früh 6 Uhr 10 stehen wir in der texanischen Dunkelheit an unserer Location auf der McKenzie Road und warten in der guten Hoffnung, dass der Galaxie und auch die Emily noch vor Sonnenaufgang eintreffen werden …..

Austin - es hat geklappt - jetzt wird fotografiert

Die komplette Fotoproduktion werden wir ihnen im Ford Galaxie 500 Bericht zu einem späteren Zeitpunkt zeigen.

 

Das Wunderauto Lloyd Alexander TS

Bruno von Rotz - 22.11.2012

Lloyd Alexander TS von 1959

Natürlich war der Lloyd Alexander TS von 1958 nicht wirklich ein Wunderauto, sondern ein solide gebauter Personenwagen mit Viertakt-Zweizylindermotor und Stahlkarosserie in Schalenbauweise (nicht selbsttragend). Nichtsdestotrotz waren die Fortschritte gegenüber dem Vorgänger spürbar. Im farbenfroh aufgemachten Verkaufsprospekt von 1959 tönte es denn auch überschwänglich:

“Wer sich heute einen eigenen Wagen anschaffen will, weiß, daß ihm nicht mit einer primitiven Fahrmaschine gedient ist. Schließlich ist ein Automobil nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern - wie unsere Wohnung und unsere Kleidung - ein Teil unseres Selbst. Wie man sich in seinem Heim nicht nur vor den Unbilden der Witterung schützen, sondern auch wohlfühlen will, so sollte auch der Wagen so ausgestattet sein, daß jede Fahrt komfortabel, jede Reise zu einem wirklichen Erlebnis wird. Wenn man richtig wählt, braucht man dabei keineswegs wirtschaftliche Überlegungen außer acht zu lassen.

Lloyd Alexander TS von 1959 vor Windmühle

Schauen Sie sich doch bitte einmal den eleganten ALEXANDER TS an. Unter seinem spiegelnden Kleid birgt er bestechende technische Eigenschaften, die nur ein Werk mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet des Kleinwagenbaus seinen Fahrzeugen mitgeben kann. Jede Einzelheit seiner Konstruktion ist sorgfältig durchdacht und unter so harten Bedingungen erprobt, wie sie beim täglichen Gebrauch niemals auftreten. Der ALEXANDER TS bietet alles, was ein Automobil gut, gebrauchstüchtig und wertvoll macht.

Das beginnt bereits bei der Außenhaut. Hochwertige, infrarot eingebrannte Kunstharzlacke schützen die Karosserie, die in Schalenbauweise hergestellt ist. Diese Konstruktion bietet den Vorteil der Auswechselbarkeit aller Bauelemente bei gleichzeitiger überragender Festigkeit.”

Lloyd Alexander TS von 1959 mit grossem Kofferraum

Und weiter hinten wird dann auf eine weitere wichtige Neuerung gegenüber seinen Vorgängern aufmerksam gemacht:

“Der Kofferraum des ALEXANDER TS ist im übrigen sowohl von außen als von innen zugänglich. Wenn man einmal die Aktentasche oder eine warme Jacke während der Fahrt braucht, ist es nicht erforderlich anzuhalten und in den eventuell strömenden Regen zu treten. Ein Griff, schon ist die Rückenlehne der Fondplätze vorgeklappt und man kann bequem an die gewünschten Dinge heran. Nimmt man die Rückenlehne völlig heraus, dann steht der gesamte Raum hinter den Vordersesseln ein- schließlich des Gepäckraumes zur Aufnahme selbst sperriger Güter zur Verfügung. Für Camping-Freunde eine ideale Möglichkeit, Zeltausrüstung und Gummiboot unterzubringen.”

Der ganze Farbprospekt ist natürlich im Zwischengas-Archiv einzusehen. Sie machen Spass, diese alten Verkaufsunterlagen! Und zwar nicht nur der feschen Mädel mit ihren modischen Kleidern wegen.

Prospekt des Lloyd Alexander TS in der Übersicht

 

Der Oldtimer- und Teilemarkt Zürich in den Eulachhallen in Winterthur - ein gelungener Umzug?

Thomas Both - 21.11.2012

OTM Zürich/Winterthur - Auos vor der Halle

Die kalte Jahreszeit ist für viele Oldtimerbesitzer eine Durststrecke, spätestens mit dem ersten Salz auf den Strassen entschliessen sich die meisten Oldtimerbesitzer, ihre Wagen in den Winterschlaf zu versetzen um sie erst nach der Schneeschmelze wieder zum Leben zu erwecken.

Ein Oldtimer- und Teilemarkt ist da ein willkommene Abwechslung, um unabhängig von Witterungs- und Strassenverhältnissen etwas Oldtimerluft zu schnuppern und die Zeit bis zur ersten Frühlingsausfahrt zu überbrücken.

Mit genau diesem Ziel steurte ich also am Samstag Winterthur (25 km von Zürich entfernt) an, wo heuer der OTM Zürich erstmals an neuer Adresse stattfinden sollte. Der traditionsreiche Markt (seit 1978) wird vom Ford Club Switzerland organisiert. Bis 2010 war er in der VBZ-Werkstätte in Zürich Alstetten domiziliert und 2012 nach einem Jahr Pause erstmals in den Eulachhallen.

Ich war gespannt, was mich dieses Jahr erwartete, denn der OTM in Zürich war in den letzten Jahren, obwohl nie riesig, immer für eine Überraschung gut gewesen.

Der Parkplatz vor den Hallen liess schon einmal Gutes erahnen, einige Oldtimer haben den Weg nach Winterthur gefunden, zwei Audi-Quattro und ein zum Verkauf stehender Ford Granada wiesen mir den Weg zum Eingang.

Der Andrang an der Kasse hielt sich in Grenzen und so stand ich nach kurzer Zeit im Innern der Halle Nr. 2.

OTM Zürich/Winterthur - Stand der Touring-Garage

Am ersten Stand boten die charmanten Damen der Touring-Garage einen grünen Porsche Roadster und einen silbernen Karmann feil, auch sonst standen einige Fahrzeuge in der Halle, welche auf einen neuen Besitzer warteten.

OTM Zürich/Winterthur - Modellautos in allen Varianten

Die grösste Auswahl findet sich jedoch bei den unzähligen Modellautos, welche auch dieses Jahr mit im Programm waren.

OTM Zürich/Winterthur - Wühlstände

Auf Oldtimer spezialisierte Garagen, Sattler, Teilehändler mit Wühlkisten, Anbieter von Accessoires, Veranstalter von Oldtimer-Ralleys, etc., Sie waren wie gewohnt präsent. Irgendwie wollte sich bei mir diesmal aber keine richtige Oldtimter- und Teilemarkt-Stimmung einstellen.

OTM Zürich/Winterthur - Hallen in Winterthur

Ob es nur an der grossen (Sport-)Halle lag, in der ich mir verloren vorkam, oder ob wirklich weniger Aussteller und Besucher den Wechsel von der Limmat an die Eulach mitgemacht hatten, kann ich nur erahnen. Die meisten Aussteller jedenfalls hatten ihre gute Laune bis zum Mittag noch nicht verloren, auch wenn der Eine oder Andere etwas gar unterbeschäftigt wirkte.

Wer sucht der findet - und da ich am Samstag eigentlich nichts Spezielles suchte, wurde ich in logischer Konsequenz auch nicht fündig. So beschränkten sich meine Ausgaben dieses Jahr auf den Eintrittspreis und die Verpflegung in der Kantine.

Den Organisatoren sei noch auf den Weg gegeben, dass etwas mehr Werbung und eine aufgefrischte Website sich vielleicht doch sehr erfrischend auf die Besucherandrang auswirken könnten.

OTM Zürich/Winterthur - Autos in der Halle

 

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