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Passione Caracciola 2018: Passione Caracciola 2018

Träume der frühen Sechzigerjahre - Fords Zukunftsvision Seattle-ite XXI

Bruno von Rotz - 31.07.2012

Ford Seattle-ite XXI von 1962

Da hatte sich Ford aber weit herausgelehnt, als man für semi-offizielle Weltausstellung von Seattle im Jahr 1962 ein sechsrädriges Zukunftsauto entwarf.
Nicht nur fehlte beim Seattle-ite XXI das Lenkrad, die Steuerung sollte per Fingerdruck erfolgen und das Fahren von einem Computer unterstützt werden, der die Besatzung über Wetter- und Verkehrssituation orientieren sollte. Selbst die Ankunftszeit sollte auf dem Bildschirm eingeblendet werden, ein Vorbote des heute gebräuchlichen Navigationssystem war ersonnen.

Ford Seattle-ite XXI von 1962 - futuristisches Cockpit ohne Lenkrad

Die Automobil Revue schrieb dazu in der Ausgabe 29/1962 folgendes:

“Auch die Automobilindustrie hat ihre eigenen Ideen über den Verkehr von morgen. Stylisten entwerfen phänomenale Fahrzeuge, die, auf sechs Rädern laufend, nur noch mit Knöpfen bedient werden. Nicht nur höhere Fahrleistungen, sondern vor allem grössere Sicherheit wird angestrebt. Mit vier Vorderrädern hoffen die Stylisten dem Auto mehr Stabilität zu geben, und sollte ein Reifen platzen, würde dies keine katastrophalen Folgen mehr haben. Ganz selbstverständlich sprechen sie auch von Autos, die nicht nur auf den Strassen fahren, sondern auch fliegen können und zugleich als Motorboote dienen. Keine Rede soll mehr von gasverpesteter Luft sein, da die Fahrzeuge in einigen Jahrzehnten nur noch mit atomarer Kraft oder mit Sonnenenergie' fahren werden. Es scheint also, dass sich bis dahin die Visionen der 1001-Nacht-Märchen mit ihren fliegenden Teppichen und Koffern doch noch bewahrheiten ...”

... oder doch nicht?

Die Reportage in der AR 29/1962 ist natürlich im Zwischengas-Archiv zu finden, genauso wie die hochauflösenden Fotos der Studie .

Ford Seattle-ite XXI von 1962 - mit sechs Rädern

 

Relative Seltenheit - wenn F40 oder Z1 in Rudeln auftreten

Daniel Reinhard - 30.07.2012

Ferrari F40 Promenade an der Silverstone Classic 2012

Sammler von klassischen Autos bevorzugen oftmals Fahrzeuge, die in kleinen Stückzahlen gebaut wurden. Der Ferrari F40 zum Beispiel war ursprünglich für eine Produktion von 450 Stück geplant gewesen, gebaut wurden dann wegen der grossen Nachfrage 1'315 Exemplare. Diese Stückzahl ist zwar nicht unbeträchtlich, doch die Wahrscheinlichkeit, dass ein F40-Fahrer einen anderen unter normalen Umständen trifft, ist gering. Beim Treffen der F40-Renner (Bild oben) anlässlich der Silverstone-Classic 2012 allerdings vereinigte sich die wohl geradezu einmalige Zahl von 62 Exemplaren dieses gesuchten Klassikers.

Ferrari F40 sind aufgestellt für Promenade anlässlich der Silverstone Classic 2012

Auch vom BMW Z1 wurde eine beschränkte Anzahl gebaut, nämlich 8'000 Fahrzeuge. Weil sie noch relativ jung, bezahlbar und problemlos zu fahren sind, wird sicher ab und zu ein Besitzer dem anderen auf einer Landstrasse zuwinken können.

BMW Z1 Promenade an der Silverstone Classic 2012 - Z-Fest

An der fotografierten Z1-Parade (Z Fest) in Silverstone anlässlich der Silverstone Classic 2012 (20. bis 22. Juli 2012) war dann aber von Seltenheit gar nichts mehr zu spüren, in dieser Kolonne hätte selbst ein Golf richtig exotisch ausgesehen.

BMW Z1 Promenade an der Silverstone Classic 2012

Alle Fotos: Jakob Ebrey Photography - Courtesy of Silverstone Classic.

 

Es war einmal vor 50 Jahren in Amerika ...

Bruno von Rotz - 29.07.2012

Titelblätter 1962 von Road & Track

Wir blicken zurück in das Jahr 1962. Als Leser der renommierten Auto-Zeitschrift “Road & Track” lassen wir uns über die Neuigkeiten des Jahres, über die besonderen Automobile der Zeit informieren. Es ist eine stark europäisch geprägte Perspektive, die in den zwölf Nummern des Jahres 1962 publiziert werden.

MG B auf dem Road & Track Titelblatt von 1962

Der Löwenanteil der Titelblätter zeigt europäische Fahrzeuge, den Testalltag bestimmen primär die Fahrzeuge aus England, Italien, ...

Ferrari 250 GT auf dem Titelbild von Road & Track im Jahr 1962

... Deutschland ...

BMW 507 auf einem Titelbild von Road & Track im Jahre 1962

...,  und Frankreich, aber auch Schweden.

Volvo P 1800 auf einem Titelbild der Zeitschrift Road & Track von 1962

Es ist beinahe ein Glücksfall, dass in der zweiten Jahreshälfte die Chevrolet Corvette C2 angekündigt werden kann, ein amerikanisches Vorzeigeprodukt, sonst müsste man glauben, die US-Fahrzeuge von 1962 seien für amerikanische Leser nur von geringem Interesse gewesen.

Neue Chevrolet Corvette C2 auf dem Oktober-Titelblatt von Road & Track im Jahr 1962

Über die nächsten Tage werden wir auf einzelne Aspekte des Autojahres 1962 aus US-Perspektive berichten ...

 

Ein Fall für Zwei - es begann mit einer Giulia

Bruno von Rotz - 28.07.2012

Alfa Romeo Giulia Super von 1965

Hermann Josef Matula, von seinen Freunden Josef gerufen, tauchte 1981 erstmals auf den hiesigen Fernsehbildschirmen auf, als Detektiv in der Fernsehserie “Ein Fall für Zwei”. Kaum jemand hätte gewagt zu prophezeien, dass er noch 299 weitere Male seine Lederjacke anziehen würde, um am Rande der Legalität für seinen Freund/Mitstreiter, den Rechtsanwalt, knifflige Fälle zu lösen. Mit der 300. Folge wird die Serie eingestellt und einer der wenigen Fernsehhelden, der Benzin im Blut und Alfa Romeo auf die Stirn geschrieben hatte, tritt ab.

Die ersten sechs Jahre durfte der Matula-Schauspieler Claus-Theo Gärtner, der als ehemaliger Rallye-Fahrer seine Stunts meist selber fuhr, eine weisse Alfa Romeo Giulia Super von 1976 fahren, damals bereits an der Grenze vom Gebrauchswagen zum Klassiker.

Alfa Romeo Giulia Super von 1976 in der Fernsehserie ein Fall für Zwei

Es folgten ein Audi 80, der dann den jeweils aktuellen Serienfahrzeugen von Alfa Romeo (75, 155, 156, 159) Platz machen musste. Wir werden den raubeinigen Privatdetektiv mit dem spektakulären Fahrstil jedenfalls vermissen und uns vor allem gerne an die frühen Folgen mit der unsterblichen Giulia erinnern.

Alfa Romeo Giulia 1300 TI von 1969

 

Nägel an der Tour de France – Nägel am Rallye Monte Carlo

Bernhard Brägger - 27.07.2012

Nicolas bei Burzet auf Alpine A 110 1800 bei der Monte Carlo Rallye 1975

Die Fakten von der 14. Etappe der diesjährigen Tour de France sind bekannt. An der schwierigen Mur de Péguère Richtung Foix in den Pyrenäen streuten irgendwelche „Velofans“ Nägel auf die Strasse und prompt wurden rund 30 Fahrer von Defekten betroffen, darunter Titelverteidiger Cadel Evans (Australien). Evans musste dreimal das Hinterrad wechseln! Der Kroate Robert Kiserlovski stürzte so schwer, dass er das Rennen mit Verdacht auf Schlüsselbeinbruch aufgeben musste. Nur aufgrund der Fairness der weiteren Favoriten um den Engländer Bradley Wiggins (Sky), die auf der Abfahrt das Tempo herausnahmen, konnte Evans wieder aufschließen. Die Staatsanwaltschaft von Foix leitete unverzüglich Ermittlungen ein.

Solche Nägelattacken sind im Sport auf öffentlichen Strassen nicht neu - auch im Motorsport nicht. 1975 lieferte das Rallye Monte-Carlo weltweit Schlagzeilen. Haufenweise lagen Nägel auf dem Asphalt der  Spezialprüfung „Burzet-Burzet“ im Département Ardèche. Nicht Teppichnägel wie an der der Tour de France – nein, so richtig grobe Nägel mit grossen Köpfen, wie sie Handwerker für alle möglichen Flickarbeiten verwendeten.

Munari/Manucci auf Lancia Stratos bei der Monte Carlo Rallye 1975

Zwischengas berichtete in der Serie „100 Jahre Rallye Monte Carlo“ im Kapitel „Rallye Monte Carlo 1975 - Munari und der allerletzte Nagel“ ausführlich über diese Nagelattacke. Parallelen zur Tour de France sind vorhanden. Doch 1975 wehrten sich die Einheimischen gegen das Vergessen „Le pays meurt – le rallye pass!“und benützten dafür die Medienwirksamkeit des Rallye als Multiplikator für ihr berechtigtes Anliegen. Bei der Tour de France wollten Schwachköpfe Spass, einfach Spass! Ein weiteres Kapitel unserer so lustigen Spassgesellschaft kann geschrieben werden.

Bacchelli und Scabin auf Abarth bei der Monte Carlo Rallye 1975

 

Die unglaublichen Verwandlungen eines Porsche 917

Bruno von Rotz - 26.07.2012

Porsche 917 mit Chassis-Nummer 021/012 an der Le Mans Classic 2012

Es gibt verschiedene Sorten von Abenteurern, die einen besteigen hohe Berge, andere fliegen gefährliche, schnelle Flugzeuge, wiederum andere tauchen in der Tiefsee. Achim Grossmann aber, ein Wirt im Kurort Wildbad in der Nähe von Calw, hatte anderes vor. Er wollte seinen Traumwagen, den Porsche 917 kaufen und für den Einsatz auf öffentlichen Strassen zulassen. Dasselbe Unterfangen hatte man 1975 schon in Deutschland für den Grafen Rossi (Martini-Rossi) versucht, war aber gescheitert, der Wagen wurde damals schliesslich im US-Staat Alabama zugelassen mit der Bedingung, dort nie aufzutauchen.

Achim Grossmann war erfolgreicher. Nach umfangreichen Umbaumassnahmen - alle Scheiben mussten aus Glas sein, Standheizungen musste eingebaut werden, um ein Beschlagen der Scheiben zu verhindern, die Lichtanlage musste an die bestehenden Gesetze angepasst werden und vor allem musste eine voluminöse Auspuffanlage montiert werden, um die derbe Aussprache des Rennwagens zu beschneiden, und vieles mehr - erhielt der 917 im Jahr 1977 das Nummernschild CW K 917 und donnerte fortan in jungfräulichem Weiss über die Landstrassen um Calw.

Diese Farbe hatte man dem Rennwagen schon 1969 gegeben, als er gebaut wurde, später fuhr er einmal weiss-gelb, später lila-grün, gelb-rot, hatte Unfälle und gelangte schliesslich zu Manfred Freisinger, der Rahmen und Karosserie 1975 für DM 20’000 an Grossmann verkaufte. Dieser baute den Wagen mit einem neuen 5-Liter-Motor frisch auf.

In AMS 14/1977 meinte Grossmann, dass Wartung und Unterhalt nicht viel teurer sein sollten als beim Porsche Turbo, nur die 24 Zündkerzen und die 40 Liter Motorenöl verlangten nach einem zusätzlichen Obulus. Als er des Fahrzeugs dann wohl überdrüssig wurde, baute der nächste Besitzer den einstigen Rennwagen wieder zu seinem eigentlichen Einsatzzweck zurück. Der 917 ging zuerst in die Staaten und kam schliesslich in die Schweiz, nun wieder im Blau-Lila-Kleid. Schliesslich kaufte der heutige Besitzer Vincent Gaye den Wagen. Er restaurierte ihn (erneut) vollständig. Es entstand auch ein umfangreiches Buch, das demnächst erscheinen wird. Und das Auto nahm an der Le Mans Classic 2012 teil, die Fotos entstanden bei dieser Gelegenheit.

Mehr über die Geschichte von 917-021/012 findet sich auf der Seite des Porsche-917-Registers . Und wer mehr Bilder von der Le Mans Classic 2012 sehen möchte, sei auf unseren umfangreichen Artikel zu diesem Thema verwiesen.

Porsche 917 von 1970 mit Chassis-Nummer 021/012 an der Le Mans Classic 2012

 

Originalität um der Originalität willen?

Bruno von Rotz - 25.07.2012

Alvis Speed 25 von 1936 - Karosserie von 2006

 

In der Oldtimerszene herrscht eine erhebliche Meinungsdifferenz, wenn es um den Sinn- oder Unsinn maximierter Originalität geht. Während die einen die Fahrzeuge im Originalzustand erhalten möchten und teilweise sogar noch darüber hinaus gehen, indem Fahrzeuge “besser als neu” restauriert werden, geht es anderen nur um Periodenauthentizität und Zeitgerechtheit. 

Der Hang nach Originalität kann seltsame Blüten treiben, wenn etwa in Hinblick auf Concours-Siege der Wagen genau so vorbereitet wird, wie er die Fabrik verliess, wie wir es neulich bei einem Shelby Mustang GT 350 sahen. Fahren durfte man mit diesem Auto eigentlich nicht, denn es waren noch die Vorkehrungen für den Transport vom Band zum Händler montiert. 

Der zweiten völlig anders denkenden Gruppe ist auch ein heute aufgebauter “Special” recht, wie ihn unser Bild zeigt. Es handelt sich hier um einen Alvis Speed 25, dessen Chassis aus dem Jahr 1936 einst die Basis für eine stolze Polizei-Limousine bildete. Die Karosserie aber entstand mit viel Handwerkskunst im Jahr 2006 was auch offenkundig auf der Fahrzeugflanke dokumentiert ist. Genauso sind auch früher “Specials” entstanden, Sportwagen auf verkürzten Limousinen-Chassis, den berühmten Grand-Prix-Wagen verschiedener Marken nachempfunden. 

Für die Originalitätsfanatiker sind solche Fahrzeuge natürlich ein Dorn im Auge und auch bei den Behörden geben solche Umbauten immer wieder zu reden, wenn es denn etwa um Oldtimer-Privilegien und technische Abnahmen geht. 

Wir wollen hier keine Richter sein, denn wir lieben sie beide, die originalen Limousinen und Sportwagen, genauso wie die Specials, unabhängig ob sie damals oder heute entstanden sind - Hauptsache, es wird nicht geschummelt!

 

 

Waren Autokäufer früher Technik-interessierter?

Bruno von Rotz - 24.07.2012

Durchsichtszeichnung des Hillman Imp von 1964

Wenn man alte Verkaufsprospekte und -broschüren studiert, fallen einem immer wieder detaillierte Erklärungen zur Technik, Durchsichtszeichnungen und Darstellungen von Motoren, Aufhängungen und anderen Einzelteilen auf, während heute fast vorwiegend nur noch Emotionen geschürt werden.

Dies lässt den Schluss zu, dass Autokäufer sich früher stärker für Technik und konstruktionsbedingte Unterschiede zwischen verschiedenen Automobilen interessierten. Dazu muss allerdings auch gesagt werden, dass früher Technik offensichtlicher serviert wurde und die Unterschiede zwischen den verschiedenen Herstellern grösser waren. Es machte auf Käufersicht Sinn, die mechanischen Komponenten zu vergleichen.
Heute, wo bald die halbe Autoindustrie auf drei oder vier Komponentenplattformen sitzt und die gewählten Technologielösungen kaum mehr Unterschiede bieten, verlagert sich das Interesse fast nur noch auf Image und Design. Aber Gottseidank gibt es noch die alten Prospekte der früheren Autos, zum Beispiel des Hillman Imp von 1964. Da finden Querschnitte durch das Auto, einzeln abgebildete Achskonstruktionen und eine Motordarstellung. Wunderbar!

Faltprospekt Hillman Imp von 1964

Natürlich liegt wie immer der ganze Faltprospekt des Hillman Imp (in deutscher Sprache) im Zwischengas-Archiv. Und wer sich für das Auto interessiert, findet ein umfangreiches Portrait des HIllman/Sunbeam Imp auf Zwischengas.

 

Opel Kadett - jetzt erst recht “das Auto”

Bruno von Rotz - 23.07.2012

Opel Kadett in Rot von 1971

Das Opel-Marketing war ziemlich selbstbewusst anfangs der Siebzigerjahre, davon zeugt auch der Begriff “Open Kadett - das Auto”. Während der Kadett in Deutschland meist hinter den Volkswagen-Pendants rangierte und eng mit Ford-Modellen konkurrierte, schaffte der Rüsselsheimer es in der Schweiz immer wieder an die Spitze der Verkaufshitparade.

Opel Kadett L in Blau von 1971

Entsprechend marktschreierisch textete GM Schweiz 1971 denn auch:
“Zwar noch die gleiche sportlich-elegante Form - warum sollte man sie ändern? - aber darunter so entscheidende Verbesserungen, dass die neuen Kadett beim Fahren kaum wieder zu erkennen sind.
Das neue Programm ist attraktiver als je zuvor: Stärkere Motoren, verbessertes Fahrwerk, verfeinerte Ausstattung. ... Sehen Sie sich die neuen Kadett genau an, fahren Sie das Modell Ihrer Wahl zur Probe - Sie werden überrascht sein. In seiner Klasse war der Kadett schon immer „das Auto". Jetzt ist er es erst recht!”

Opel Kadett Kombi von 1971

Gefunden werden konnte dieser verkaufsorientierte Text im Prospekt des Jahres 1971 , der natürlich vollständig im Zwischengas-Archiv zu finden ist und in dem das ganze Kadett-Programm auf 16 Seiten erklärt wurde.

Die verschiedenen Opel Kadett-Modelle von 1971

Neben der Limousine und dem Kombi - in bunten Farben fotografiert - fand sich darin auch der Opel Kadett Rallye , dem wir in den letzten Tagen einen umfangreichen Bericht gewidmet haben.

Opel Kadett Rallye von 1971

 

Alle Wetterlagen und herrliche Fahrzeuge am 19. British Classic Car Meeting St. Moritz

Bruno von Rotz - 22.07.2012

Jaguar Mk 2 am British Car Meeting St. Moritz 2012

Über mangelnde Abwechslung konnten sich die Teilnehmer und Zuschauer am 19. British Classic Car Meeting von St. Moritz wirklich nicht beklagen, vor allem was das Wetter anging. Von heftigen Regenfällen über Nebel bis zu Sonnenschein wurde an der Rallye geboten und am Strassenrand konnten sogar noch erhebliche Schneemengen angetroffen werden.

Die Rallye Route führte am Samstag von St. Moritz über den Flüelapass nach Davos, Tiefencastel und zurück über den Albulapass. Am Start des British Classic Car Meetings bildete Die Traditionsmarke Jaguar das grösste Teilnehmerfeld mit über 60 Fahrzeugen, darunter auch selten zu sehende Wagen wie der S.S. 90 und der C-Type mit Chassis-Nummer XKC045, der bereits im Jahre 1954 in der Schweiz am Grand Prix Bern mit dem Schweizer Ivo Badaracco am Steuer fuhr.

Eine Herausforderung für die Fahrer und Fahrzeuge war teilweise der Nebel aber auch der starke Regenfall auf den schmalen Serpentinen und beim Überqueren der Pässe Albula und Flüela. Die zweiweise sonnigen Abschnitte und die wunderschöne Gegend entschädigten die zuvor durchnässten Piloten der offenen Roadster für ihre Strapazen.

Die Sieger bei der Rallye hiessen Marco Trevisan auf einem Austin-Healey 100S “Sebring” von 1955, gefolgt von Benno Zehnder im Jaguar XK 140 OTS von 1955 und Harry Landis auf Jaguar XK 120 SE von 1952. Der bestklassierte Vorkriegsteilnehmer war ein Riley Racing Six Special von 1935 auf dem 11. Rang.

Beim Concours d’Elegance in elf Klassen gewannen Bentley Carlton Bentley von 1938, Bentley R-Type DHC Mulliner von 1953, Bentley Azure von 1996, Rolls-Royce Shilver Ghost von 1926, Rolls-Royce Silver Dawn von 1954, Rolls-Royce Phantom VI von 1990, Aston Martin V8 Volange S1 von 1984, Jaguar Mark V Saloon von 1951, Jaguar E-Type S3 von 1973, Heleay Silverstone von 1949 und Alvis Speed 20 SB jeweils die ersten Preise.

Viele Bilder, Ranglisten und weitere Informationen finden sich auf der Website des British Classic Car Meetings .

Jaguar E Type am British Classic Car Meeting St. Moritz 2012

 

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