Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen eine angenehmere Nutzung zu ermöglichen: Mehr Informationen.
 
Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Archivierte Einträge:
 
Pantheon Graber Sonderausstellung 2019

Wie der Oldsmobile Toronado zu seinem Namen kam

Stefan Fritschi - 02.07.2012

Persönliches Archiv
Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

Sie haben Benutzername und Passwort?
Dann melden Sie sich an (Login).

Noch kein Benutzername?
Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

Oldsmobile Toronado von 1967

Der GM-Designer David North, der unter anderem die erste und zweite Generation Oldsmobile Toronado, den Buick Reatta und den Oldsmobile Aurora entwarf, durfte sich auch an der Namensgebung diverser Fahrzeuge beteiligen.

So sass das Team kurz vor der New York Motorshow 1965 zusammen und brütete Ideen aus. Unter anderem kamen „Raven“ und „Magnum“ in die engere Auswahl. Zwischenzeitlich wurde es 23 Uhr und die Putzkolonne begann, den Hallenboden mit einer grossen elektrischen Reinigungsmaschine der Marke „Tornado“ zu kehren. Oldsmobile-Chef John Beltz kam in die Halle und sah die Maschine. Dann schaute er sich die Namensvorschläge seiner Leute an und meinte: „Wenn ihr nicht bald etwas besseres findet, nennen wir den Wagen halt „Tornado“!“

Doch aufgrund der verheerenden Auswirkungen dieser jährlich wiederkehrenden Stürme wurde die Idee verworfen. Da fiel jemandem ein, dass Chevrolet ein violettes Cabrio-Showcar mit dem Namen „Toronado“ in Vorbereitung hatte - notabene für die gleiche Motorshow! Der Name hatte keinerlei Bedeutung, würde aber dank dem „Toro“ mehr an Stierkampf und Toreros erinnern als an Naturkatastrophen. Dies passte zum grossvolumigen 7-Liter-Toronado natürlich bestens.

An der Show bemerkte niemand, dass die Modellbezeichnung zweimal verwendet wurde. Alles beachtete nur den neuen Wunder-Oldsmobile ...

Oldsmobile Toronado von 1965

David North entwarf auch das 1988 erschienene Buick Reatta Cabriolet und Coupé und war erneut mit der Namensfindung beschäftigt. Er erinnerte sich an den letzen Film, in dem James Dean vor seinem Tod noch mitgespielt hatte: Giganten. Dort gab es eine Ranch namens „Reata“. North schlug den Namen vor und bekam sofort viel Beifall von den Marketingleuten, weil der Name – mittlerweile mit Doppel-T geschrieben - an eine Regatta und damit an Freizeit erinnerte. Ausserdem nahm der Wagen auch optisch Anleihen an einem Boot.

Doch so einfach ging es nicht. Man konnte nicht einfach nach Gutdünken einen Namen festlegen. Es musste mindestens drei Vorschläge geben, und der Beste musste in einem Evaluierungsverfahren herausgefiltert werden. Gesagt, getan. In Disneyland wurden vor einer Attraktion drei Torbögen aufgestellt, die den Namen der drei Vorschläge trugen. Ganz „zufälligerweise“ wurde der mittlere, also der meistbegangene Bogen, mit „Reatta“ betitelt. Die Auswertung am Abend ergab dann auch wie erwartet, dass der Reatta-Bogen gegenüber den anderen beiden gewonnen hatte. „Soviel zum Thema Marktforschung“ meint dazu David North (in einem Interview für das Club-Magazin „Front Wheel Driver“  der Toronado Owners Association TOA im September 2008) verschmitzt ...

Übrigens werden wir demnächst zum Oldsmobile Toronado einen ausführlichen und umfangreich illustrierten Artikel publizieren.

Keine Kommentare

 
Möchten Sie einen Kommentar abgeben?
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
  •  

    Weitere Blog-Einträge:

    Fribourg2020