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So parkte man in den Sechzigerjahren

Bruno von Rotz - 31.05.2012

Parkhaus in Mailand im Jahr 1962

Andere Zeiten, andere Ansprüche. Mit dem schnellen Anstieg des Fahrzeugbestandes stiegen auch die Anforderungen an die Parkplatzkapazität.

In Mailand wurde das hier abgebildete Parkhaus aufgestellt, das pragmatisch auf wenig Platz für eine beträchtliche Anzahl Standplätze sorgte. Das nach dem Pater-Noster-Prinzip funktionierende Parkhaus dürfte aber für gehörigen Lärm gesorgt haben, vor allem dann, wenn die Sache nicht mehr so gut geölt war.

 

Der wohl grösste Lotus-Fan ist in Wirklichkeit winzig klein

Daniel Reinhard - 30.05.2012

Clive Chapman zeigt die Schublade, in der die Maus die Pläne frass

Es gibt nichts, was es nicht gibt. Clive Chapman (50), Sohn des legendären Colin Chapman, betreut in Hethel (Norfolk) das Classic Team Lotus, sowie den gesamten Nachlass seines Vaters. Dieser lässt sich sehen, sind doch fast sämtliche Zeichnungen und Pläne aller Lotus noch vorhanden. Ausser denjenigen, die verschlungen wurden. Ja, Sie haben richtig gelesen. Eines schönen Tages, als die Schublade mit den Plänen des Lotus 25 von 1962 geöffnet wurde, kamen eigenartige Papierkrümel zum Vorschein. Mit Entsetzen wurde festgestellt, dass ganze Pläne fehlten.

Was war passiert? Eine kleine Maus hatte die Lotus-Papiere zum Fressen gern. Sie hatte sich ohne Einwilligung des Besitzers im Kasten “eingemietet” und sich die wertvollen Zeichnungen schmecken lassen. Zum Glück gibt es alle Dokumente auch noch auf Micro-Film und mittlerweile wurden diese auch digitalisiert. Somit ist der Verlust nur halb so schlimm! Die Maus aber wurde trotzdem sofort fristlos entlassen ...

Die neu gedruckten Lotus-Pläne - Ersatz für die von der Maus gefressenen Originale

 

Brasilianische Angelegenheit - Volkswagen SP 2 von 1972

Bruno von Rotz - 29.05.2012

Volkswagen VW SP 2 von 1972

Pressefotos schreiben manchmal ihre eigene Geschichte, wie dieses Bild vom Volkswagen SP 2, das 1972 an die Redaktionen ging. Wegen Lieferschwierigkeiten wurden für das Fotoshooting auf dem SP 2 die Räder des SP 1 montiert. Die beiden Modelle unterschieden sich durch die Motorengrösse, während der SP 2 1,7 Liter und 65 PS aufwies, kam der SP 1 mit 1,6 Liter nur auf 54 PS.

Der VW SP 2 (und SP 1) war ein hübscher Sportwagen, der vom brasilianischen VW-Zweig entwickelt und zwischen 1972 und 1976 hergestellt wurde. Beiden Modellen sagte man in Anbetracht des Gewichtes (rund 890 kg) eine gewisse Leistungsschwäche nach.

Nach Europa gelangten nur sehr wenige Fahrzeuge, darum sieht man sie in unseren Breitengraden kaum. Und dies, obschon die Automobil Revue im Dezember 1972 schrieb anlässlich dem Auto Salon von Sao Paolo: “Der seit Juni käufliche VW-Sportwagen, für den Exportpläne bestehen - wird wahrscheinlich über kurz oder lang auch in Wolfsburg produziert werden - , bildete den Höhepunkt des grössten Standes der diesjährigen Ausstellung.”

Einen ausführlichen Bericht zum Salon von Sao Paolo von 1972 mit Erwähnung aller damaligen Besonderheiten des brasilianischen Automarktes findet sich in der Automobil Revue 53/1972 im Zwischengas-Zeitschriftenarchiv .

 

“Car Culture” Linz - wenn Autos auch einmal schräg aussehen

Daniel Reinhard - 28.05.2012

VW Käfer als Kunstobjekt in Linz

Das Auto als Skulptur, davon handelt eine Sonderausstellung bis 4. Juli im Lentos Kunstmuseum in Linz.

Verbogener Renault als Kunstobjekt in einer Ausstellung in Linz

Es gilt als des Menschen liebstes Spielzeug – das Auto. Der grosse Ausstellungssaal des Museums wird zum Parkplatz, auf dem sich künstlerische Vehikel ein Stelldichein geben. Luxusobjekte von Porsche und Ferrari werden schonungslos bearbeitet und ihrer Qualitäten entledigt, um als dysfunktionale Doppelgänger wiederzuerstehen. Gesellschaftshistorisch relevante Rollen von Auto-Ikonen wie „Trabbi“, VW Käfer oder Mercedes Benz werden verdeutlicht, während verspielte Veränderungen an Nutzfahrzeugen verborgene Konnotationen offensichtlich machen. Die Schau zeigt die soziale, künstlerische und wirtschaftliche Relevanz des Auto-Kults aus künstlerischer Perspektive – kritisch, verblüffend und unterhaltsam.

 

Le Mans und Concours d’Elegance - passt das zusammen?

Bruno von Rotz - 27.05.2012

Ferrari 250 LM und 250 GTO am Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2012

Am diesjährigen Concorso d’Eleganza Villa d’Este setzten die Organisatoren auch eine Fahrzeugkategorie “Heroes of Le Mans” (Helden von Le Mans) an. Es wurden also Rennwagen nach der Schönheit beurteilt. Da kann man sich natürlich fragen, ob dies sinnvoll ist. Rennwagen werden ja nicht auf Ästhetik, sondern auf Effizienz und Geschwindigkeit ausgerichtet.

Allerdings wurden gerade im Rennwagenbau immer wieder Designelemente erfunden, oftmals der Not (z.B. der Aerodynamik) gehorchend, die später Einzug in Sonderkarosserien und Serienfahrzeuge fanden. So seien etwa verschalte Scheinwerfer genannt, Flügeltüren oder Bauformen wie die Barchetta.

Jaguar D-Type, Aston Martin DBR1 und Ferrari 250 GTO dicht umlagert von Zuschauern am Concorso d'Eleganza Villa d'Este

Nun, in Cernobbio wurden sechs Fahrzeuge gezeigt, die 13 Jahre Renngeschichte repräsentieren: Jaguar D-Type (1956), Aston Martin DBR1 (1959), Ferrari 250 GTO (1962), Ferrari 250 LM (1964), Ford GT 40 Mk 3 (1968) und Porsche 917K (1969). Jedes dieser Fahrzeuge überzeugt auch den Schöngeist, auch wenn gerade der Porsche sich natürlich nie mit der fast übersinnlichen Schönheit der Ferrari-Modelle 250 GTO und LM konkurrieren kann, zu sehr ist er auf Höchstgeschwindigkeit und Renneffizienz ausgelegt. Die Leute auf jeden Fall störten sich keineswegs an den lauten und aggressiven Renngefährten. Und der Porsche 917 gewann auch noch einen Preis dafür, dass er so nahe am Originalzustand bewahrt wurde.

Porsche 917 am Concorso d'Eleganza Villa d'Este im Jahr 2012

Natürlich sind wir vor Ort und werden wir in Kürze einen umfangreichen Bericht mit vielen Bildern (von allen gut 50 teilnehmenden Fahrzeugen) zum Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2012 verfassen.

Ein Aston Martin DBR1 steht neben einem Ferrari 2012 am Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2012

 

Ein Nachfolger für die Alpine A110 nach 50 Jahren?

Daniel Reinhard - 26.05.2012

Alpine A 110 von 1962

Im Herbst 1961 wurde die erste Alpine A110 produziert. Den 50. Geburtstag - Renault selber nannte an der Rétromobile 1962 als Geburtsjahr - nahm der französische Autobauer Renault zum Anlass, die Marke Alpine wieder aufleben zu lassen und präsentierte in Monte Carlo eine Studie namens Alpine A110-50.

Alpine A 110-50 zusammen mit dem Vorgänger aus der Vergangenheit

Die Technik darunter dürfte tatsächlich manchem Sportwagenfan das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen: Gitterrohrrahmen, Mittelmotor 3,5-Liter-V6 mit 400 PS, sequentielles Sechsganggetriebe. Und das bei einem Gesamtgewicht von 880 kg dank Verwendung von Karbon und anderen leichtgewichtigen Materialien. Gekoppelt mit einer guten Aerodynamik ist für gute Fahrleistungen also gesorgt.

Könnte man damit alte A110-Fans hinter dem Ofen vorlocken? Vielleicht schon, abhängig vom Preis und davon, was bei einer Serienproduktion von den genannten Leistungsdaten und Konzepten noch übrigbliebe. Schön ist es auf jeden Fall, dass der Name Alpine zumindest wieder verwendet wird. Und dass die computergenerierten Pressebilder auch die alte A110 zeigen ...

Alpine A110-50 mit der Alpine A110 von damals

Über die originale Alpine A 110 haben wir natürlich schon viel geschrieben, da lohnt sich ein Blick ins Zwischengas-Archiv !

 

Kurzbericht von Spa Classics 2012

Balz Schreier - 26.05.2012

Zum zweiten Mal findet dieses Wochenende die interessante und vielversprechende Veranstaltung Spa Classic statt.

Nach dem Erfolg der ersten Austragung im 2011 sind dieses Jahr nun noch mehr Fahrzeuge am Start: rund 500 Starter werden in sieben Feldern die Jagd auf einen Podestplatz in Angriff nehmen. Die einzelnen Felder der diesjährigen Austragung sind:

  • FIA Historic Formula One – F1 (1966‐1985)
  • Historic Formula 2 – F2 (1967‐1978)
  • Proto 1 (1966‐1971) & GT 1 (1966‐1974):
    In diesem Feld fahren Prototypen wie McLaren M1B und Porsche 908/2 gleichzeitig gegen Ferrari Daytona, Ford GT40 usw.
  • Proto 2 (1972‐1979) & GT 2 (1975‐1979)
  • 60s Endurance (by Peter Auto) – GT (bis 1966) & Sports (bis 1963)
  • Group C – Sportwagen & Prototypen (1982‐1993):
    Genau vor 30 Jahren begann die Ära der Gruppe C Fahrzeuge, umso grösser ist deshalb das diesjährige Gruppe C Feld mit Porsche 956 und 962, Silk Cut Jaguar und vielen anderen
Das typische Ardennenwetter bleibt vorerst aus, das Training und Qualifying konnte während sommerlichen Temperaturen durchgeführt werden:

Unser Fotograf Julien Mahiels ist seit gestern vor Ort und wird unterschiedlichste Eindrücke bildlich festhalten, die wir im bald erscheinenden Hauptartikel zeigen werden.
Natürlich werden viele Fahrzeuge noch auf die Eigenschaften von Spa abgestimmt...


... und bei Renngeschwindigkeiten getestet:


Wir dürfen uns also auf einen umfangreichen Berich über Spa Classic 2012 freuen!

 

 

Zwischengas (fast) mehrsprachig (Englisch, Französisch, Italienisch)

Bruno von Rotz - 25.05.2012

Citroën GS mit Flaggen - gezeigt am Genfer Automobilsalon 1972, um die Internationalität der Verflechtungen in der Autoindustrie zu zeigen

Seit wir mit Zwischengas gestartet sind, ging das Interesse an unseren Berichten, Bildern und Archivinhalten weit über die deutsche Sprachgrenze hinaus. Um auch Nutzern ohne tiefe Kenntnis der deutschen Sprache die Möglichkeit zu geben, Zwischengas zu nutzen, haben wir jetzt eine erste minimale Internationalisierung eingeführt.

Ab sofort kann man sich unter verschiedenen Sprachen registrieren, momentan ist dies mit Englisch, Französisch und Italienisch möglich. Das Registrierungsformular sowie Fehlermeldungen und systemgenerierte Emails werden in diesen Sprachen ausgegeben. Die Sprache (DE / EN / FR / IT) kann man rechts oben anwählen.

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Wer sich in Englisch/Französisch/Italienisch registriert, hat im Benutzerprofil eine entsprechende Spracheinstellung gespeichert. Diese kann aber auch manuell geändert werden. Einfach im Benutzerprofil von z.B. “Deutsch” auf “Französisch” ändern.

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Zwischengas in Japanisch

Momentan werden nur die redaktionellen Artikel übersetzt. Bildergalerie und die entsprechenden Bildunterschriften werden nicht übersetzt, genauso wenig wie die umfangreichen Inhalte des Zeitungsarchivs. Versuchen Sie es einfach mal, es muss ja nicht gerade Esperanto sein ....

Zwischengas in Esperanto

 

Die eleganten Verkaufsunterlagen zum Lincoln K Series von 1939

Bruno von Rotz - 24.05.2012

Lincoln K Series Limousine von 1939

Im Jahr 1939 war die K-Serie von Lincoln bereits am Ende ihrer Bauzeit angekommen. Die moderneren und vor allem günstigeren Lincoln Zephyr liefen dem Lincoln-Spitzenmodell den Rang ab. Trotzdem publizierte Lincoln nochmals eine aufwändige Verkaufsbroschüre , rund 50 Seiten dick und elegant aufgemacht.

Immerhin 19 Karosserievarianten (manche davon wurden in weniger als einem Dutzend Exemplaren hergestellt) sind darin dargestellt, darunter auch die Designs von Brunn, LeBaron, Judkins und Willonghby. Jede Variante wird mit Ganzansicht (wie dieser LeBaron Convertible) ....

Lincoln K Series V12 LeBaron Convertible von 1939

.... und mit einer Skizze der Innenraumgestaltung (auf jeweils zwei Seiten) illustriert.

Interieur der Lincoln K Series V12 Limousine von 1939

Besonders exotisch und besonders war der Panel Brougham von Willonghby, mit einer wunderbaren Beschreibung: “On the famous avenues of the world no vehicle could appear with more poise, more aristocratic assurance than has this panel brougham. In it is the highest tradition of the custom builders art. It is formal, strictly. The solid rear quarter means privacy for passengers. When needed, two opera seats slide out of the forward wall to accommodate extra persons. Appointments are in harmony with the dignity of this most dignified car. They include smoking and vanity sets and telephone. When the weather is bad. a lop may be put over the drivers compartment.”

Lincoln K Series V12 Willonghby von 1939

Und natürlich wird auch die Technologie (nochmals) erklärt. Dem V12-Motor wird einen ganze Seite gewidmet. Und auch hier richten die Werbetexter mit der grossen Kelle an: “The heart ol the Lincoln is the V-12 cylinder power plant. This engine develops 150 horsepower. It is famous for its design, the excellence of its engineering, and its efficiency on all roads and under all circumstances of travel.”
Es wird sogar erwähnt, dass der Wagen nicht eingefahren werden muss, dank der Präzision, die beim Motorbau herrscht.

Lincoln V-12-Motor von 1939

Wieso hat die Autoindustrie aufgehört, so stilvolle Fahrzeugprospekte zu gestalten?

Die ganze Verkaufsbroschüre ist im Zwischengas-Archiv abgelegt.

 

Die Autobank - vergessener Fortschritt der Sechzigerjahre

Bruno von Rotz - 23.05.2012

Autobank in Zürich, an der St. Peterstrasse, im Jahr 1962

Das waren noch Zeiten, als man in Grossstädten offensichtlich mit dem Auto schneller zum Ziel kam, als mit anderen Transportmitteln. Aus dieser Zeit stammt auch die “Drive-in Bank”. Im Jahr 1962 wurde an der St. Peterstrasse eine grossangelegte Autobank eröffnet.

Acht Schalter hatte die Autobank in Zürich im Jahr 1962

Eilige Bankkunden konnten mit dem Auto vor- und einfahren und ihre Bankgeschäfte an einem der acht Schalter aus dem Auto heraus abwickeln. Dank “modernsten Einrichtungen” war eine rasche Bedienung möglich.

Nun, durchgesetzt hat sich das Konzept nicht, die Drive-in Bank im Zentrum von Zürich ist wieder verschwunden. Was bleibt sind Erinnerungen und die hier gezeigten Bilder, die uns neben der Bank auch wieder mal einen Blick auf die Automobile von gestern, vom BMW 503, über den Simca 1000 bis zum Volkswagen Käfer erhaschen lassen.

 

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