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8. Mai - ein Trauertag auf ewig!

Daniel Reinhard
08.05.2012

Gilles Villeneuve (Foto Daniel Reinhard)

Eigentlich müsste der heutige Tag, der 8. Mai, ein Trauertag auf ewig sein. Denn heute vor genau 30 Jahren um ca. 13.50 Uhr verloren wir  einen Rennfahrer, dessen Namen noch heute in vielen Fans ein Herzflattern auslöst. Ein Mann von der Liga eines Clark, Rindt oder Senna. Ein Fahrer der sich stets rund 100m neben dem Limit bewegte. Einer der krampfhaft versuchte auf drei Rädern den GP Holland 1979 zu gewinnen, in der Box nicht verstehen konnte wieso seine Mechaniker nicht hektisch versuchten seinen halben Totalschaden zu reparieren. Er fuhr den verregneten GP Canada blind, weil nach einer Feindberührung seine Fahrzeugnase senkrecht vor ihm stand. Keiner warf seine Hinterachse weiter weg, als er beim GP San Marino 1980 in Imola.

Wenige schaffen es mit unterlegenem Material die Führung zu behaupten und das mit einer Gruppe von vier Fahrzeugen (Laffite im Ligier, Watson im McLaren, Reutemann im Williams und de Angelis im Lotus) im Schlepptau, von denen jeder einzelne eigentlich schneller war wie er selbst und das über eine längere Renndistanz. Er gewann diesen GP von Spanien 1981 in Jarama. Zu guter Letzt lieferte er mit dem Renault von René Arnoux einen rundenlangen Zweikampf wobei die Autos praktisch dauernd nebeneinander fuhren und man deren Berührungen nicht mehr zählen konnte. Passiert beim GP Frankreich 1979 in Dijon!

Ich glaube, nun weiss auch der Letzte, von wem die Rede ist: Genau, vom Kanadier Gilles Villeneuve!

Dem FerrariStar, auf dem Weg zu seinem ersten WM-Titel, kostete ein Missverständnis das Leben. Abschlusstraining zum GP Belgien in Zolder 1982. Gilles war mit seinem letzten Satz Qualifikationsreifen auf seiner letztmöglichen schnellen Runde. Jochen Mass, auf seiner Auslaufrunde, sieht den Ferrari kommen, weiss was Sache ist und will dem Kanadier die Ideallinie freigeben. Gilles jedoch rechnete nicht mit dieser Freigabe und wollte bereits rechts am March vorbeiziehen, dabei berührten sich deren Räder und der Ferrari wurde zum Jet. Nach langem Flug stiess er mit der Nase in den Boden wobei Gilles mit komplettem Sitz aus dem sich auflösenden Rennwagen katapultiert wurde. Er wurde über die Strecke geschleudert und bei der Landung vermutlich von einem Fangzaunpfosten erschlagen. Bei diesem Wahnsinns-Crash hatte selbst Villeneuve nicht die geringste Überlebenschance.

Gilles Villeneuve gab sein F1 Debut beim GP England in Silverstone 1977 in einem McLaren. Er fuhr aber nur dieses eine Rennen für die Engländer und wechselte zu Ferrari wo er bis zum bitteren Ende blieb.
Eine kleine Geschichte am Rande. Als grosser Jody Scheckter Fan und junger GP-Fotograf brachte ich meinem Idol, wann immer möglich, Schweizer Schokolade mit. Gilles wurde richtig eifersüchtig und bat mich doch auch mal an ihn zu denken. Gesagt, getan im besagten Zolder überbrachte ich beiden Ferrari Fahrern Schokolade aus der Schweiz. Als Dank wurde ich von den beiden am Samstag Mittag vor dem Qualifying ins Ferrari-Motorhome zum Spaghetti essen eingeladen. Dank passender Chemie bahnte sich sofort eine gewisse Freundschaft an. Leider wurde sie nur wenig später tragisch beendet. Ich stand daneben und musste tatenlos zusehen wie die Ärzte um Gilles Leben kämpften. Wenige Stunden später wurde unsere Vorahnung im Radio bestätigt: „Gilles Villeneuve ist seinen Verletzungen erlegen!“

Salut Gilles, wir werden dich nie vergessen!     

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