Das Wunderauto Lloyd Alexander TS
Natürlich war der Lloyd Alexander TS von 1958 nicht wirklich ein Wunderauto, sondern ein solide gebauter Personenwagen mit Viertakt-Zweizylindermotor und Stahlkarosserie in Schalenbauweise (nicht selbsttragend). Nichtsdestotrotz waren die Fortschritte gegenüber dem Vorgänger spürbar. Im farbenfroh aufgemachten Verkaufsprospekt von 1959 tönte es denn auch überschwänglich:
“Wer sich heute einen eigenen Wagen anschaffen will, weiß, daß ihm nicht mit einer primitiven Fahrmaschine gedient ist. Schließlich ist ein Automobil nicht nur ein Fortbewegungsmittel, sondern - wie unsere Wohnung und unsere Kleidung - ein Teil unseres Selbst. Wie man sich in seinem Heim nicht nur vor den Unbilden der Witterung schützen, sondern auch wohlfühlen will, so sollte auch der Wagen so ausgestattet sein, daß jede Fahrt komfortabel, jede Reise zu einem wirklichen Erlebnis wird. Wenn man richtig wählt, braucht man dabei keineswegs wirtschaftliche Überlegungen außer acht zu lassen.
Schauen Sie sich doch bitte einmal den eleganten ALEXANDER TS an. Unter seinem spiegelnden Kleid birgt er bestechende technische Eigenschaften, die nur ein Werk mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet des Kleinwagenbaus seinen Fahrzeugen mitgeben kann. Jede Einzelheit seiner Konstruktion ist sorgfältig durchdacht und unter so harten Bedingungen erprobt, wie sie beim täglichen Gebrauch niemals auftreten. Der ALEXANDER TS bietet alles, was ein Automobil gut, gebrauchstüchtig und wertvoll macht.
Das beginnt bereits bei der Außenhaut. Hochwertige, infrarot eingebrannte Kunstharzlacke schützen die Karosserie, die in Schalenbauweise hergestellt ist. Diese Konstruktion bietet den Vorteil der Auswechselbarkeit aller Bauelemente bei gleichzeitiger überragender Festigkeit.”
Und weiter hinten wird dann auf eine weitere wichtige Neuerung gegenüber seinen Vorgängern aufmerksam gemacht:
“Der Kofferraum des ALEXANDER TS ist im übrigen sowohl von außen als von innen zugänglich. Wenn man einmal die Aktentasche oder eine warme Jacke während der Fahrt braucht, ist es nicht erforderlich anzuhalten und in den eventuell strömenden Regen zu treten. Ein Griff, schon ist die Rückenlehne der Fondplätze vorgeklappt und man kann bequem an die gewünschten Dinge heran. Nimmt man die Rückenlehne völlig heraus, dann steht der gesamte Raum hinter den Vordersesseln ein- schließlich des Gepäckraumes zur Aufnahme selbst sperriger Güter zur Verfügung. Für Camping-Freunde eine ideale Möglichkeit, Zeltausrüstung und Gummiboot unterzubringen.”
Der ganze
Farbprospekt ist natürlich im Zwischengas-Archiv
einzusehen. Sie machen Spass, diese alten Verkaufsunterlagen! Und zwar nicht nur der feschen Mädel mit ihren modischen Kleidern wegen.

































