Schalten von Hand - eine bald vergessene Kunst
Manchmal gerät selbst die profanste Fahrt im älteren Auto zum Erlebnis und man freut sich bereits an den kleinsten und nebensächlichsten Handgriffen. Einer dieser händischen Tätigkeiten ist das Wechseln der Gänge. Ob mit oder ohne Zwischengas, das Verschieben des Ganghebels verschafft einem den direkten Zugang zur Mechanik des Automobils. Man kann in den Fingerspitzen fühlen, wie die Zahnräder ineinander greifen, die Synchronringe arbeiten.
Nur, diese “Kunst” wird bald Vergangenheit sein, denn immer weniger Autos werden überhaupt noch mit Handschaltgetrieben ausgerüstet, DSG und Automatik gewinnen die Oberhand, Elektroautos benötigen meist von Haus aus keine Schaltung.
Schade, denn gerade das Schalten von Hand macht Spass, auch wenn es langsamer und vielleicht weniger perfekt ist, als das, was eine Hydraulik samt Computersteuerung heute fertigbringt. Und unsere Nachfahren werden einen aus einer Schaltkulisse ragenden Hebel mit ähnlich grossen Augen anschauen, wie heute die Wählscheibe an einem alten Telefonapparat.

























