Nissan macht Dampf
Mitte der Siebzigerjahre hatte Nissan / Datsun mit 1,5 Millionen produzierten Autos pro Jahr eine ansehnliche Grösse erreicht. Die stetig steigenden Anforderungen, die durch Umweltgesetze und anspruchsvollere Kunden (knapp 50% Export) gesetzt wurden, motivierten die japanische Autofirma in verschiedene Richtungen zu forschen.
So entstand unter anderem auch ein Nissan Cedric mit Dampfantrieb, der über einen abgasgünstigen Antrieb mit hohem Drehmoment verfügte.
Dampfautos waren vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr beliebt, boten sie doch vergleichsweise viel Leistung und Drehmoment bei leisem Lauf. Besonders hervortun konnten sich damals die Stanley Steamer Fahrzeuge.
Die Technologie ging dann weitgehend vergessen, in den Sechzigerjahren versuchten amerikanische Entwickler mit einem Dampf-Rennwagen am Indy 500 Rennen tellzunehmen. Das Geld ging ihnen aber zu früh aus.
1969 zeigte GM zwei Dampf-Forschungsfahrzeuge und auch Saab und Volkswagen experimentierten mit Dampfantrieb.
Allerdings fanden all diese Experimentierfahrzeuge genausowenig praktische Verwendung wie der Nissan Cedric mit Dampfantrieb. Und gingen damit denselben Weg in die Museen oder auf den Abbruch wie ein Elektro-Laurel, mit dem Nissan 1974 experimentierte.
Auch die Arbeiten am Schichtlademotor waren nicht von Erfolg gekrönt.
An Autosalons zeigte Nissan seine Forschungsfahrzeuge immer wieder gerne, so zum Beispiel den AD-1 (Bild oben), mit dem neue Sicherheitskonzepte bei kleinen Wagen erprobt werden sollten.
Ein ausführlicher Artikel zu den Zukunftsprojekten von Nissan vor 40 Jahren findet sich in unserem Zeitschriften-Archiv .


























