Die lange Geschichte des Klappdach-Cabriolets
Heute sind sie alltäglich, aber als 1996 Mercedes Benz die Baureihe 170, also den SLK präsentierte, wirkte das serienmässige einklappbare Blechdach sehr innovativ.
Allerdings, das einklappbare Festdach oder Hardtop gab es schon bedeutend früher. 1935 nämlich wurden rund 100 Eclipse-Modelle auf den Chassis der Baureihen Peugeot 401 und 601 gebaut, deren Dach sich in den Kofferaum schieben liess.
Und fünf Jahre später präsentierte Chrysler den Thunderbolt Roadster, ein aerodynamisch geformtes Cabriolet, dessen Dach eingezogen werden konnte. Allerdings wurden vom Chrysler gerade einmal sechs Exemplare gebaut, von denen vier überlebt haben sollen. Sie kosteten anfangs der Vierzigerjahre übrigens 6000 Dollar, gewiss keine bescheidene Summe.
In den Fünfzigerjahren beglückte dann Ford immerhin fast 50’000 Kunden mit dem Fairlane Skyliner, der über ein einziehbares Hardtop verfügte.
All diesen inzwischen mindestens fast 60 Jahre alten Konstruktionen war gemeinsam, dass sie das Dach am Stück im vorgesehenen Stauraum versorgen mussten.
Mercedes Benz schaffte es dann beim SLK, das Dach bereits in zwei Komponenten zu unterteilen, was den nötigen Stauraum entsprechend verminderte. Seither wurden die Konstruktionen immer raffinierter und raumsparender, allerdings auch wesentlich komplexer. Ob diese Dächer dereinst in 50 Jahren auch noch tadellos funktionieren werden, ist sicher von vielen Faktoren abhängig, einfacher und daher langlebiger waren die einfachen frühen Konstruktionen auf jeden Fall.


























