McLaren in der Tradition der klassisch-schönen Sonderkarosserien
In den Dreissiger- bis Fünfzigerjahre liessen sich reiche Leute gerne individuelle Autos auf ein Fahrgestell ihrer Wahl stellen. So entstanden Kunstwerke auf Rädern, geschaffen von den führenden Karossorieschneider der Welt, die Figoni et Falaschi, Saoutchik, Erdmann & Rossi, Touring Superleggera, Graber oder Antem hiessen, um einige wenige Beispiele zu nennen. Diese Firmen gingen alle unter, als selbsttragende Karosserien nach neuen Produktionsmethoden verlangten und individuelle Aufbauten teuer oder gar unmöglich wurden.
Doch auch im 21. Jahrhundert haben vermögende Autosammler Sonderwünsche und so entstehen auch heutzutage von Zeit zu Zeit Sonderkarosserien. Ein Beispiel dafür ist der McLaren X-1 Concept, erbaut von einer Abteilung des Sportwagenherstellers McLaren und basierend auf dem MP4-12C.
Offensichtlich liess sich der Besitzer den Wagen nach seinen ganz eigenen Wünschen bauen und offenbarte dabei seine Vorlieben für edle Oldtimer, besondere Uhren, ausgefallene Architekturen und die Aubergine, deren Oberfläche es ihm angetan hatte.
In rund 18 Monaten baute McLaren das in Ansätzen an die Dreissigerjahre erinnernden Einzelstück, gezeichnet wurde es von Hong Yeo.
Viele Retro-Elemente, wie die abgedeckten Hinterräder wechseln sich mit modernen Oberflächen aus Kohlefaser ab, Aluminiumzierteile kontrastieren mit rotem Nappaleder im Interieur.
Mit seiner Erscheinung erinnert der McLaren X-1 Concept an die Delahaye Kunstwerke des 20. Jahrhunderts, allerdings waren diese natürlich nicht “retro” sondern zukunftsweisend und futuristisch.

































