Eine Schönheit namens Jacqueline
Auf dem Pariser Autosalon präsentierte Pininfarina im September 1961 ein Coupé names Jacqeline, in der Hoffnung, General Motors zu einer Cadillac-Serienproduktion zu bewegen. Der Name referenzierte die amerikanischen Präsidentengattin Jacqueline Kennedy Onassis. Das Coupé mit einem ungewöhnlich gradlinigen Design und kaum zu erkennenden Ähnlichkeiten mit damaligen Cadillac-Entwürfen kam beim Publikum gut an. Doch es mochte offensichtlich die GM-Entscheidungsträger nicht zu überzeugen, denn der Wagen blieb ein Einzelstück.
Am Turiner Autosalon desselben Jahres wurde das Coupé erneut gezeigt und die Automobil Revue schrieb in der Nummer 48/1961:
“Unter ihren Schöpfern nimmt Pininfarina eine ähnliche Stellung ein wie Fiat unter den italienischen Automobilfabrikanten. Der schönste dies- mal gezeigte Wagen ist zweifellos das zweisitzige Coupé «Jacqueline» auf einem Cadillac-Chassis, das schon am Pariser Salon zu sehen war. Dieser nach Mrs. Kennedy benannte Wagen ist in hellmetallisiertem Silbergrau und schwarzer, hocheleganter Kunststoffpolsterung gehalten und wirkt durch seine reinen Linien.”
Erst drei Jahrzehnte später wurde Jacqueline Mitte der Neunzigerjahre zum fahrfähigen Coupé mit zeitgenössischer Cadillac-Mechanik komplettiert, ein weiteres Jahrzehnt später sollte der Wagen versteigert werden, verfehlte aber den Mindestpreis.
Einige Designelemente, die sich bereits an Jacqueline zeigten, konnten später am Peugeot 204 (Kühlergrill), aber auch an den Konzeptfahrzeugen Corvette Rondine und Corvair Pininfarina Coupé Speciale (Heckbereich, beide gezeichnet durch Tjaarda) wiedergefunden werden. Und auch einige spätere General-Motors-Modelle kupferten hie und da etwas von Pininfarinas Jacqueline ab.


























