Kaum jemand erinnert sich an den Sovam 850A
Die meisten Auto-Interessierten kennen Alpine und Matra, zwei französische Hersteller von Kleinserien-Sportwagen mit Kunststoffkarosserien. Kaum einer kann sich aber an SOVAM erinnern, eine Firma, die Ende der Sechzigerjahre als die Nummer Drei in der französischen Kleinhersteller-Landschaft galt.
Ab 1964 hatte SOVAM, ansonsten spezialisiert auf Nutzfahrzeuge und Caravans mit der Produktion eines eigenen Sportwagens begonnen. 1966 bauten 60 Mitarbeiter fünf eigenwillige Sport-Coupés pro Woche (gemäss Marketingaussagen), respektive eine Jahresrproduktion von 102 Wagen (gemäss offiziellen Zahlen). Die Mechanik der Fahrzeuge stammte von Renault, zuerst vom R4 (beim Modell 850A), später auch von der Caravelle.
Die schnellste Version war der Sovam 1300, der mit der Mechanik des R8 Gordini 1967 am Pariser Salon vorgestellt wurde und mit 195 km/h Spitze ein ernstzunehmendes Sportcoupé war. Allerdings wurde der 1300-er nur fünf Mal gebaut und die Produktion von Sportwagen wurde 1968 wohl aufgrund fehlender Erfolge aufgegeben.
Immerhin hatte aber das Modell 850 im Jahre 1966, von zwei Französinnen pilotiert, eine Parforcefahrt von Paris nach Kalkutta und zurück mit Erfolg vollendet. Das Modell 850, wie auch das Modell 1100 verfügten nur über einen leicht “frisierten” Renault-Motor.


























