Fitch Phoenix, der erste Amerikanische Heckmotorsportwagen
Im August 1966 präsentierte John Fitch im Warenhaus Abercrombie & Fitch in New York (Madison Avenue/45th Street) den gemäss damaligen Pressemeldungen ersten amerikanischen Heckmotorsportwagen Fitch Phoenix. Es war geplant 500 Fahrzeuge zu bauen und für USD 8’700 an Enthusiasten zu verkaufen. Das erste Auto ging an den bekannten Rennfahrer und Segler John Timken. Allerdings blieb es denn auch beim ersten Auto, denn John Fitch entschied sich angesichts der 1966 eingeführten Sicherheitsvorschriften und des Entscheides von GM, den Chevrolet Corvair nicht mehr weiterzubauen, gegen eine Serienproduktion.
Technisch basierte der Fitch Phoenix auf Komponenten von eben diesem Chevrolet Corvair, war aber ein eigenständiges Fahrzeug mit einem “wickedely beautiful” Design, das in Zusammenarbeit mit dem Industrie-Designer Coby Whitmore entstanden war.
Das Fahrzeug hatte ein demontierbares Dachteil, einen Überrollbügel, ein elektrisch versenkbares Fenster hinter den Sitzen, versenkbare Scheinwerfer und zeigte als Besonderheit zwei Buckel hinter den vorderen Kotflügeln, die zum Unterbringen von zwei Reserverädern (unterschiedliche Dimensionen vorne und hinten) dienten. Es war allerdings geplant, das Auto auch ohne diese Buckel auszuliefern, wenn der Besteller dies so wollte. Die Karosserie des ersten Wagen war bei Intermeccanica in Turin aus Stahlblech hergestellt worden.
Angetrieben wurde der Phoenix von einem luftgekühlten Chevrolet Corvair Motor, der mit diversen Tuning-Massnahmen wie Weber-Vergasern - John Fitch hatte hinlängliche Erfahrung - auf 170 PS gebracht worden war. Mit einstellbaren Koni-Stossdämpfern, Scheibenbremsen, Stabilisatoren, usw. bot der Phoenix Gewähr für sportwagenmässiges Handling. Über 200 km/h Spitze wurden versprochen und die Möglichkeit, den Wagen bei jedem Chevrolet Händler warten zu lassen.
John Fitch selber war 1917 in Indianapolis geboren worden und hatte sich als Rennfahrer einen guten Ruf erarbeitet. Er fuhr unter anderem auf MG und startete für Briggs Cunningham in Le Mans. Als Fahrzeugbauer hatte er mit diversen Kombinationen von Fiat-, Ford- und Jaguar-Konversionen von sich reden gemacht und war später mit einem Tuning-Kits zum Chevrolet Corvair erfolgreich.
Rückblickend hätte der interessant anzuschauende Sportwagen Fitch Phoenix durchaus Erfolgschancen gehabt, lagen doch 1966 bereits 100 Bestellungen vor und diverse Interessenten hatten bereits eine Anzahlung geleistet. Das einzige Exemplar scheint noch zu existieren, es nimmt regelmässig an Veranstaltungen und Concours d'Elegance statt.


























