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ZG-JM20

Die Ford GT 40 von Franco Sbarro

Bruno von Rotz - 01.07.2011

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Sbarro GT 40 Replica von 1981

Die Geschichte des Ford GT 40 begann 1963: Damals hatte man in der Ford-Zentrale in Detroit-Dearborn den Entschluss gefasst, auf dem Gebiet des Rennsports grosse Taten zu vollbringen. 1964 wurde der englische Lola-Konstrukteur Eric Broadley, der bereits einen GT-Prototyp mit Ford-Mittelmotor gebaut hatte, als Berater verpflichtet. In Dearborn und Kalifornien wurde dieses Basisfahrzeug mit Hilfe elektronischer Berechnungen weiterentwickelt. Für die Herstellung gründete Ford in Slough (England) die Advanced Vehicles Limited. Deren Leitung wurde dem ehemaligen Aston-Martin-Direktor (und nachmaligen Rennstallbesitzer) John Wyer sowie Ing. Roy Lunn übertragen. Für die Rennvorbereitung sorgte ab 1965 der kalifornische Rennfahrer und Tuner Carroll Shelby.

Mit dem Ford GT, der den bekannten 4,7-Liter-V8 hinter den Sitzen eingebaut hatte (später auch 7-Liter-Versionen), wurden grosse Rennerfolge erzielt, so Siege bei den Langstreckenrennen von Daytona 1965 und von Le Mans 1966 bis 1969!

1966 machte man sich Gedanken zu einer Street Version , die mit dem Karossier Graber ausgearbeiteten Pläne wurden aber nie umgesetzt, der Prototyp später vermutlich wieder in einen Rennwagen zurückverwandelt.

Ein weiteres Kapitel der Ford-GT-40-Geschichte hat mit Franco Sbarro zu tun. Dieser hatte 1965 für die Schweizer Ecurie Filipinetti in England zwei GT 40 aufgebaut. Sie wurden unter zahlreichen prominenten Piloten, allen voran dem später verunglückten Herbert Müller, eingesetzt. Schliesslich legte Sbarro in zunehmendem Masse in eigener Regie Hand an, und er kaufte, präparierte und vermittelte bis 1972 ein halbes Dutzend Ford GT 40.

Anfangs der Achtzigerjahre ergänzte Sbarro die Bestände an diesem Fahrzeugtyp (sowie des Derivats Mark II), um in seinen Werkstätten zu Grandson ein Dutzend Sammelstücke für Liebhaber entstehen zu lassen. Sbarro unterschied dabei nach den Typen 1 mit authentischer Renngeschichte und 2 ohne Geschichte. Sie kosten damals 180'000 beziehungsweise 160'000 Franken, rückblickend ein lächerlicher Unterschied für einen heute so wertvollen Palmares.

Daneben baute Sbarro den Typ 3, der anstatt als Ford GT 40 als Sbarro Replica GT 40 bezeichnet wurde. Er besass keine Halbschalenkonstruktion wie die originalen GT 40, sondern basierte auf dem de Tomaso Pantera. Dies bot den Vorteil einer problemlosen Strassenzulassung. Der Wagen wurde anstelle des 4,7-Liter-Motors mit 340 SAE-PS (auf Wunsch Eagle-5-Liter/470-PS- oder 7-Liter-Motor) mit einem 5,8-Liter-Ford mit rund 300 DIN-PS ausgeliefert. 
Die Replica wog etwa 1400 statt der bloss 1000 kg des Rennwagens und bot dafür zusätzliche Komfortmerkmale.

Der Umbau eines De Tomaso Pantera zur Sbarro Replica GT 40 kostete 1981 runde 90'000 Franken, hinzu kam der Preis eines Occasions-Pantera, der damals mit rund 20’000 Franken veranschlagt wurde.

Eine solche Replica, die im Übrigen auch ein Sbarro-Zeichen und nicht ein Ford-Zeichen auf dem Bug trug, stand Roger Gloor 1981 für eine Probefahrt zur Verfügung. Wir haben diesen Bericht neu aufbereitet und die alten Fotos dazu ausgegraben. Nicht nur für GT40-Fans lesenswert!

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