Es war einmal … die Persenning
Cabriofahrer der Neunzigerjahre können sich noch gut daran erinnern. Wenn das Faltdach geöffnet war, legte man eine Persenning drüber und knöpfte sie rundum an. So sah das alles sauber aus und das Dach wurde nicht verschmutzt. Bereits in den Sechzigerjahren hatte Mercedes-Benz (u.a.) die Persenning durch einen Metalldeckel ersetzt, den man anhob, das Dach darunter versenkte und wieder schloss.
Sogar ein Fiat 850 Spider hatte eine solche Klappe, während der viel teurere Dino Spider mit einer Kunststoff-Persenning versehen wurde. Das BMW 3-er Cabriolet und das Audi Cabriolet machten die feste Klappe zum Standard, aber der Porsche 964 oder 993 verfügten auch in den Neunzigerjahren immer noch über dieses altväterliche Accessoire, um das Cabrioletverdeck optisch optimal zu verhüllen. Auch Mazda fand das beim MX5 der ersten Generationen wohl ganz sympathisch und verzichtete auf einen Metall- oder Kunststoff-Deckel. Und Morgan macht es vermutlich bis heute so.
Aber sonst dürfte es kaum noch in grösseren Serien gebaute Cabriolets geben, die mit einer Kunststoff- oder Lederpersenning ausgerüstet sind und die verlängerte Version als Spritzdecke ist schon viel länger Geschichte.
Bald werden sich nur noch die Enthusiasten an die Zeit erinnern, in der ein Cabrioletdach zwar einfach von innen geöffnet werden konnte, das Auto für einen ästhetischen Abschluss aber doch nochmals verlassen werden musste, um dieses oft störrische Ding aufzuknöpfen. Und, wenn der Regen einsetzte, war’s dann umgekehrt, wenn man nicht einfach darauf verzichtete …
P.S. Wir haben schon einige dieser "es war einmal"-Beiträge publiziert. Sie finden diese im eigens angelegten Themenkanal dazu.




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