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Superklassiker im Schrank

Paul Krüger
16.07.2022

Mercedes-Benz 500 K, VW 1100, Ferrari 250 LM und Testarossa, Bugatti EB 110

Die schwere Holztür öffnet sich mit einem langen, unangenehmen Knarzen. Erste Lichtstrahlen dringen durch die staubige, seit Jahren dahinter gefangene Luft. Die Konturen eines Sportwagens zeichnen sich ab. Dann die von zwei weiteren, einem Vorkriegsklassiker und einem sehr kugeligen Gefährt, das nur aus Wolfsburg stammen kann und nicht so recht in die Reihe der flachen Flitzer passt. Als sich die Augen endlich an das Dämmerlicht gewöhnt haben, mag man ihnen kaum glauben: der bereits identifizierte VW-Käfer wird flankiert von Bugatti EB 110, Ferrari Testarossa, Ferrari 250 LM und Mercedes-Benz 500 K Spezial-Roadster.

Der Finder kann sein Glück kaum fassen, auch wenn die Autos sicher keine Millionen wert sind. Denn aufgetaucht sind sie nicht in einer verlassenen Scheune auf dem Land, sondern in einem Schrank auf dem Dachboden des Elternhauses. Es sind Modelle im Massstab 1/18, die einst von Kinderhand zerspielt und dann hier vergessen wurden. Der Zustand ist traurig; mit Macken im Lack, verbogenen Scheibenwischern und abgebrochenen Kleinteilen. Doch sie haben überlebt. Von jedem Auto ist noch die Geschichte bekannt, wie es einst in den Besitz kam: das Souvenir aus Italien, das Werbegeschenk des Fliesengrosshändlers und das vom Enkel frech angeeignete Ausstellungsstück des Grossvaters.

Natürlich werden alle fünf demnächst ihre finstere Lagerstätte verlassen und ans Tageslicht zurückkehren. Und es stellt sich dieselbe Frage wie bei den grossen Scheunenfunden: Restaurieren oder so lassen?

Ferrari 250 Le Mans von Bburago

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