Als die Autos im Alltag noch weniger verbrauchten als im Prospekt
Vor einigen Jahrzehnten publizierten die Autohersteller noch sogenannte DIN-Verbrauchswerte für Tempo 90 und 120 km/h sowie im Stadtverkehr. Diese Werte wurden offenbar ohne grosse Tricksereien gemessen und kaum geschönt. So verbrauchte ein Ford Granada 2.3 im Jahr 1980 gemäss DIN-Norm 13,7 Liter in der Stadt und 8,6 respektive 11,0 Liter bei 90 und 120 km/h. Als Durchschnitt ergab dies 11,1 Liter pro 100 km.
Als der ADAC diesen Wagen im Test hatte, kamen die Prüfer auf einen Durchschnittsverbrauch von 10,6 Liter pro 100 km. Heutzutage sind 20- bis 50-prozentige Aufschläge möglich bei modernen Autos!
Allerdings fuhren nicht alle so sparsam wie der ADAC. Die Automobil Revue liess es 1977 etwas sportlicher angehen und kam auf einen Durchschnittsverbrauch von 13,7 Liter pro 100 km. Bei konstant 120 km/h liefen übrigens 10,7 Liter durch den Vergaser, bei 90 km/h etwa 8,3 Liter.
Als Fastregel galt damals, dass ein Wagen im Test knapp unter dem Stadtverkehrs-Wert verbrauchen würde. Als Otto-Normalverbraucher aber kam man locker unter den DIN-Durchschnittswert. Ja, so war es damals.


























