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Autokaufen war noch nie so schwierig wie heute

Bruno von Rotz
12.03.2018

Autohandel von Jo Siffert um das Jahr 1971/1972

Wer sich in diesen Tagen nach einem neuen Auto, ob ab Fabrik oder gebraucht, umschaut, ist nicht zu beneiden. Noch nie musste man sich soviel überlegen, wenn man eine ökonomisch sinnvolle Indidivdualtransportlösung wählen wollte.

Dies liegt weniger am Angebot und an der Auswahl, als vielmehr an den immer kurzfristig ändernden Regelwerken und Umweltfaktoren.

Benzin oder Diesel, diese Fragestellung scheint bereits klar zu sein, nur noch mutige Käufer greifen zum Diesel, dem umweltbewusste Städte schon bald den Garaus machen wollen.

Aber auch die Wahl eines Benziners der neuesten Generation ist keine risikolose Wahl, beträgt doch offenbar der Feinstaubausstoss für einen Direkteinspritzer ein Mehrfaches desjenigen eines modernen Diesels. Dies deshalb, weil der Partikelfilter bisher nicht - mittels Grenzwerten - vorgeschrieben und damit auch nicht verbaut wurde. Aber schon morgen können besorgte Stadtväter anders entscheiden, so scheint es.

Also am besten zum Elektroauto oder zum Hybrid greifen. Dies erschiene heute als weise Wahl, aber wer weiss denn schon, ob nicht schon morgen neue Engpässe bei der Herstellung der Batterien oder bisher verdrängte Probleme bei deren Entsorgung zu neuen Erkenntnissen verhilft. Zudem würde eine verschärfte Besteuerung nach Gewicht manchen wieder zum Umdenken bewegen.

Warum nur ändern Gesetzgebungen und Rahmenbedingungen heute so schnell, während man früher auf Jahrzehnte sicher sein konnte, dass das gekaufte Automobil auch in Zukunft fahren darf? Nur selten wurde in der Vergangenheit rückwirkend eingegriffen, etwa bei der Vorschrift nach Bremsen an allen vier Rädern oder bei den vorhandenen Signal-/Lichteinrichtungen. Meist waren Nachrüstungen vergleichsweise günstig und wurden frühzeitig angekündigt. Kein Problem also.

Heute ist alles anders und ein falscher Kaufentscheid kann schnell Zehntausende an Wertverlust bedeuten. Selbst etwas Triviales wie ein vergessenes Häkchen beim DAB+-Empfang kann sich beim späteren Verkauf rächen, sollte dereinst die Ultrakurzwelle wirklich verschwinden.

Lincoln Dealership im Jahr 1925

Ja, der Autokäufer früher hatte es wohl leichter …

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Archivierte Einträge:

von vo******
22.03.2018 (23:18)
Antworten
Jedenfalls solange ein Gutteil des Stromes aus Kohle kommt ist E-Mobilitaet fuer mich kein Thema. Nicht zu vergessen die Umweltbelastung bei Batterieherstellung.
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