Mit dem Volvo P1800S nach Schweden - ein Jugendtraum geht in Erfüllung
Mein erstes Auto war ein Volvo 123 GT. Bereits mit 18 Jahren hatte ich den Traum, dieses Auto einmal nach Göteborg in Schweden zu fahren. Es kam dann allerdings anders. Nach einem Unfall verkaufte ich das Auto schweren Herzens. Viele Jahr espäter kaufte ich mir einen Volvo P1800S und war während zweier Jahre damit beschäftigt, dieses Auto zu restaurieren und richtig fahrtüchtig zu machen. Da keimte der Traum wieder auf, einen Schwedentrip zu unternehmen.
So bin ich am 11. Juni 2017 allein von Männedorf am Zürichsee nach Göteborg in Schweden aufgebrochen. Die Reise hatte ich so geplant, dass wir (das Auto und ich) möglichst viele Länder und Automobile Sehenswürdigkeiten bereisen und besuchen konnten. Neben einigen Ersatzteilen und Werkzeug fand auch das Gepäck komfortabel Platz.
In den drei Wochen haben das Auto mit Jahrgang 1968 und der Fahrer mit Jahrgang 1961 5350 km zurückgelegt, wobei wir vorzugsweise auf Landstrassen unterwegs waren. Übernachtet wurde in Hotels oder kleineren Pensionen.
Die Reise führte in den Norden Frankreichs, über Luxemburg, entlang der Mosel zur legendären Rennstrecke in Spa Francorchamps. Wir besuchten Lüttich und Antwerpen in Belgien mit seinem imposanten Hafen. Weiter ging die Fahrt nach Holland, wo wir in Den Haag das Louwmann-Museum als eines der Highlights besuchten.
Ein kurzer Abstecher führte zur Rennstrecke in Zandvoort. Über spektakuläre Bauwerke wie den Abschlussdeich, welcher das Ijsselmeer von der Nordsee trennt, die Storebelt Brücke in Dänemark und die Öresundbrücke erreichten wir Malmö in Schweden.
Entlang der Küste besuchten wir mehrere kleinere Flugzeug- und Automuseen und konnten in Ängelholm auch ein Foto vom Hauptsitz von Königsegg schiessen.
In Göteborg angelangt, besichtigte ich das Volvo-Werk, wo auch mein P1800S gefertigt wurde. Im Volvo-Museum konnte ich unter anderem ein Gespräch mit dem Direktor führen, welcher mir im Fabrikarchiv die Informationen zu meinem Fahrzeug besorgte.
Weiter führte die Reise zum Saab-Museum in Trollhättan und auch das Motormuseum in Motala war einen Besuch unbedingt wert.
Über Jönköping, wo in der Nähe das Husqvarna-Museum einen Einblick in die bewegte Firmengeschichte gibt, führte die Reise durch die Glasregion (Kosta, Boda, Orrefors) auf die Insel Öland, wo ich das traditionelle Schwedische Sonnenwendefest miterleben durfte.
In Trelleborg verabschiedeten wir uns von Schweden und erreichten, nach sechs Stunden auf der Fähre, Rostock. Über einige Stationen in Ostdeutschland erreichten wir Zwickau mit dem August Horch Museum.
Via die drei Flüsse-Stadt Passau fuhren wir zum Abschluss nach München, wo je ein Besuch bei BMW und im Deutschen Museum auf dem Programm stand.
Schlussendlich sind Simon (das Auto) und ich über 10 Länder, nach 21 unfallfreien Tagen, ohne Panne, mit vielen schönen Begegnungen und Erfahrungen, tollem Wetterglück und ca. 2500 Fotos im Gepäck, wieder wohlbehalten an unserem Ausgangspunkt angekommen.
Wir haben viele bewundernde Blicke und nach oben gerichtete Daumen gesehen und den lange gehegten Traum wahr werden lassen …


























