Wenn es etwas mehr Mühe bereitet, den Oldtimer zu verkaufen
Wir leben bekanntlich in der automobilen Goldgräberzeit, so wollen es uns zumindest Oldtimer-Magazine, Management-Zeitschriften und Investoren weismachen. Die Nachfrage nach alten Autos ist ungebremst, die Preise steigen und steigen.
Wer allerdings selber sein Auto verkaufen möchte, weil er zum Beispiel in die Jahre gekommen ist oder nach Jahren der Treue nach etwas anderem Ausschau halten möchte, stellt oft fest, dass es gar nicht so einfach ist, einen neuen Besitzer für den Oldtimer zu finden.
Man zeigt und inseriert also fröhlich seinen Wagen und dann? Null Echo, kaum Interesse, höchstens ein paar Pfennigfuchser auf Schnäppchenjagd.
Alles Mumpitz also mit den steigenden Preisen für alte Autos? Nun, die Welt ist wie immer komplizierter. Wer sein Schmuckstück, in das er viele Jahre und noch mehr Schweiss investiert hat, zu gutem Preise verkaufen möchte, benötigt Geduld und auch ein wenig Glück, als dass gerade der richtige Interessent zum aktuellen Zeitpunkt genau das sucht, was man anbieten kann. Oft stimmen die Erwartungshaltungen auf beiden Seiten eben nicht überein. Ein Verkauf klappt dann vermutlich nicht.
Einfacher ist es natürlich mit den Modellen, die jeder sucht, aber dazu gehören eben Ford Zephyr, Opel Olympia oder MG TD, um drei Beispiele zu nennen, nur bedingt. Und schliesslich will man Bargeld und keinen windigen Eintausch nehmen.
Aber trösten Sie sich. So, wie es Ihnen ergeht, geschieht es mit vielen hunderten verkaufswilligen Oldtimerbesitzern. Entweder man harrt aus oder man geht auf der Preisseite Kompromisse ein.


























