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Als kundige Heimwerker noch selber ein Auto bauen konnten

Bruno von Rotz - 04.06.2017

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Swiss Buggy unterwegs auf Schweizer Landstrasse zum Treffen Fantastic Plastic 2017

Man kann sich das heute eigentlich kaum mehr vorstellen mit den heutigen Autos. Sie kaufen einen gebrauchten Opel Astra oder VW Polo und bauen ein anderes Auto daraus, ein komplett anderes Fahrzeug? Unmöglich.

Zwei verschiedene Buggy-Modelle am Treffen Fantastic Plastic 2017

Vor 40 Jahren aber war dies ein richtiger Trend. Die Fahrgestelle von gebrauchten VW Käfern waren günstig zu haben, die meist verbeulte oder verrostete Karosserie schraubte man in der heimischen Garage ab und setzte dann eine Plastikschale darauf, die man als Bausatz vergleichsweise preisgünstig erhielt. Für Innenraum und Lackierung konnte man seine ganze Phantasie und Kreativität einsetzen, kein Wunder sah kein Buggy aus wie der andere.

Albar Buggy - Heckansicht - Fantastic Plastic 2017

Gemeinsam war ihnen das bereits erwähnte Käfer-Chassis, die offene Bauweise und - meist - das bewährte Käfer-Hauptinstrument im Armaturenbrett.

Das VW-Käfer-Hauptinstrument findet man fast in allen Buggies - Fantastic Plastic 2017

Und die Buggies verwandelten sich während ihres Lebens oft gleich mehrfach, neue Besitzer drückten ihnen wieder ihren eigenen Stempel auf, montierten breitere Räder, andere Sitze oder lackierten ihn nach ihrem Geschmack neu. Über Originalität eines Buggies zu sprechen, ist daher in den meisten Fällen müssig.

Albar Buggy im Verkehrshaus Luzern - Fantastic Plastic 2017

Hunderttausende von Buggy-Bausätzen wurden von Firmen wie Meyers Manx, GP, Apal, Albar, Karmann und anderen verkauft, nur ein Teil davon hat es je auf die Strasse geschafft. Tatsächlich gibt es heute noch Leute, die einen unbenutzten Bausatz lagern, oder aber einen aus dem Verkehr gezogenen VW Buggy in ihrer Garage abgestellt haben.

Individuell lackierter Albar Buggy am Treffen Fanstastic Plastic 2017

Auf der Strasse unterwegs ist heute leider nur noch ein geringer Teil des einst so beliebten Freizeitmobile. Dabei eignet sich der Buggy so gut wie kaum eine andere Fahrzeugart, im heutigen Strassenverkehr noch Fahrfreude zu bereiten, denn er ist robust, weitgehend temperaturstabil und macht auch Spass bei niedrigem Tempo, vor allem natürlich bei gutem Wetter, wenn man ihn offen fahren kann.

Buggies in allen Farben aufgereiht auf dem Flugplatz Bleienbach - Fantastic Plastic 2017

Am gestrigen Kunststoff-Autotreffen “Fantastic Plastic” jedenfalls waren fast 20 VW Buggies vertreten und sie zeigten die ganze Vielfalt des Themas, auch wenn ein ganz frühes Exemplar wie der Meyers Manx fehlte. So farbig die Buggies, so vielfältig deren Fahrer und deren Ideen. Die Szene ist individuell geblieben und hat zum Ziel, so viele der damaligen Wagen wie möglich auf der Strasse zu behalten.

Ein bildreicher grosser Bericht über “Fantastic Plastic” folgt in den nächsten Tagen.

Neueste Kommentare

 
 
ma******:
14.06.2017 (22:44)
Citroen-Mechanik plus Bausatz Safari von Jehle:
Es gab nicht nur diese Bausätze für etwas heruntergekommene Käfer. In den 70-er Jahren erstand ich einen Bausatz "Safari" von Firma Jehle in Schaan. Davon wurden ca. 25 Stück produziert und passten auf die Chassis von Citroen 2CV, Dyane, AK 400 und Ami. Ich kaufte ein "Osterei" von einem Dyane, demontierte die Karosserie und baute in einer dunklen Scheune über einen Winter den Bausatz auf die alte, teilweise revidierte Technik. Unter minus 6 Grad C liess ich die Arbeit ruhen. Ansonst packte ich eine heisse Bettflasche in einen dicken Sack um die Hände zu wärmen damit mir die Werkzeuge nicht an den Händen anfroren!. Der Bausatz bestand aus einer GFK-Schale, 3 geschlossenen Rohrbügeln (vorne für Frontscheibe, Mitte für Sicherheitsgurte, hinten für Heckklappe) und einem Längskännel, der die drei Bügel verband, an dem die beiden Dachhälften festgezurrt wurden. Im Gegensatz zum Mehari eine sehr stabile Konstruktion. Ich brachte den Wagen auf der MFK (2 Stunden Prüfung) auf Anhieb durch die Kontrolle mit 3 kleinen Mängeln, die ich anschliessend behob. Ich fuhr die alte-neue Karre 5 Jahre, fuhr nochmals auf die MFK wo der ältere Experte meinte, die Lenkung hätte es viel Spiel aber ich würde den Wagen kaum mehr allzulange fahren. Der Stempel war mir wieder gewiss. Nach 8 Jahren Besitz verkaufte ich das seltene Fahrzeug an einen Citroensammler in den Jura. Vermutlich lebt das Ding heute noch. frey.m@bluewin.ch Reinach AG
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