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Was Autofahrer früher noch wussten - auf den Stromverbrauch achten

Bruno von Rotz
14.06.2017

Jowett von 1954

Heute fahren Automobile mit riesigen 12-Volt-Batterien herum, mancher Wagen verfügt gar über zwei davon. Das war vor Jahrzehnten natürlich noch ganz anders. 6-Volt-Batterien von kompakten Dimensionen waren damals durchaus die Regel (das nachfolgende Bild zeigt die 6-Vol-Batterie unter der Rücksitzbank des VW Käfers der Fünfzigerjahre).

6-Volt-Batterie beim VW-Käfer der Fünfzigerjahre

Anstatt Alternatoren, die den Strom praktisch bei jeder Drehzahl produzieren, wurden Lichtmaschinen eingesetzt, deren Abgabe drehzahlabhängig war. Und so war klar, dass die Fahrer dafür verantwortlich waren, dass die Energie reichte.

Da überlegte man sich sehr wohl, welche Verbraucher man gleichzeitig einschalten wollte. Bei längerem Stehen reduzierte man von Fern-/Abblendlicht auf Standlicht, um die Elektrik vorübergehend zu entlasten. War schon eine Heckscheibenheizung montiert, so schaltete man diese mit Umsicht ein. Und auch beim Starten des Motors sorgte man dafür durch Einsatz von Choke und Gaspedal, dass man nicht zu lange orgeln musste.

Simca 8 von 1950

Ein Leser sandte uns noch folgenden Tipp dazu: “Uns beigebracht, dass eine müde Batterie im Winter erst eine kurze Zeit mit der Fahrzeugbeleuchtung belastet wird, damit diese in «Wallung» komme und dann anschliessend nach dem Ausschalten der Beleuchtung das Fahrzeug angelassen werde …”

Und vermutlich gab es noch viele weitere Rezepte, um aus kleinen Batterien und schwachen Lichtmaschinen das Maximum herauszuholen. Aber eben, viel diese Verhaltensweisen sind schon lange vergessen … und damit wären wir ja wieder beim Titel.

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Archivierte Einträge:

von an******
28.06.2017 (23:42)
Antworten
Wie Wärs mit Umrüstung auf LED. Gibts doch inzwischen. Oder?
von mo******
21.06.2017 (14:44)
Antworten
Mein Ford Anglia 1949 war ganz auf geringen Stromverbrauch getrimmt. Jede Leuchte (Armaturenbrett, Innenlicht) ist separat zu schalten. Der Scheibenwischer bediente sich der Vakuum-Technik aus dem Ansaugtrakt. Er wurde umgebaut auf elektro. Ein Alternator sorgt dafür, dass auch 6 Volt reichen. Das Licht ist allerdings immer noch zapfenduster. Besser nicht in der nacht fahren...
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