Geht oder ging doch! An- und Abschleppen von Fahrzeugen mit Automatik-Getriebe
In den Fünfziger-, aber vor allem in den Sechzigerjahren wurden Autos mit Automatik-Getriebe immer populärer. Den Komfort, den Wagen selber die Gänge wechseln zu lassen, wollten viele Autofahrer nicht missen. Doch mit den modernen Wandler-Getrieben entstanden auch neue Probleme, zum Beispiel, wenn der Wagen nicht mehr starten wollte oder abgeschleppt werden musste. Leicht konnte das Fahrzeug bei falscher Behandlung zu Schaden kommen.
Daher veröffentlichte die Automobil Revue im Januar 1957 eine Abhandlung unter dem Titel “Abschlepp-O-Matic - Über das An- und Abschleppen von Wagen mit automatischem Getriebe”.
Neben allgemeinen Hinweisen - langes Abschleppseil verwenden, Fahrzeuge mit den Antriebsrädern auf Rolli zu stellen bei langen Fahrten, Lenkrad festbinden, usw. - gab es auch handfeste Tips für verschiedene Fahrzeuggattungen. Grundsätzlich liessen sich alle dokumentierten Wagen anschleppen und auch abschleppen, mehr als 40 bis 50 km/h sollte man dem Wagen aber am Seil nicht zumuten.
Zwei, drei Beispiele für das Anschleppen wollen wir unseren Lesern aber hier noch anfügen:
- Borg-Warner-Automatik-Drive (Studebaker, Austin, Aston Martin, Jaguar):
Zündung ein, bei Studebaker automatischen Choke einschalten durch einmaliges Durchtreten des Gaspedals, Wählhebel auf “N” stellen. Wagen auf 40-50 km/h bringen und Wählhebel auf “D” oder “L” stellen - Mercedes-Benz 300 c:
Zündung ein, Wählhebel auf “0” stellen und bei 40 km/h auf Stellung “3” bringen - PowerFlite (Chrysler, De Soto, Dodge, Plymouth):
Zündung ein, Position “N” einschalten. Geschwindigkeit auf ca. 25 km/h bringen, “L”-Taste niederdrücken und Gaspedal halb durchtreten
Alle Hinweise kann man in der damaligen Ausgabe der Automobil Revue 3/1957 nachlesen.

































