Passfahren - eine Passion
Früher galten Passfahrten als Kür beim Autofahren. Das richtige Befahren von Bergstrassen hinauf und hinunter wollte erlernt sein, Erfahrung war nötig, um Steigungen elegant und sicher zu erklimmen.
Davon ist heute wenig übrig geblieben. Moderne Autos befahren von selber und ohne grössere Probleme die meisten Passstrassen, nicht einmal geschaltet werden muss mehr. Und bei der Talfahrt denkt die Automatik von selber daran, die Mithilfe des Motors beim Bremsen sicherzustellen.
Das war früher natürlich anders. Man musste seinen Fahrstil dem zur Verfügung stehenden Auto anpassen, sicherstellen, dass dem Motor bei der Bergfahrt nicht zu warm und den Bremsen bei der Talfahrt nicht zu heiss wurde.
Und so ist es auch nicht verwunderlich, wenn man im Oldtimer genau dieselben Sachen beachten muss. Nur dass heutzutage die Temperaturen höher und der Verkehr dichter ist, was die Gefahren für Motor und Bremsen erhöht.
Die Teilnehmer der Passione Caracciola jedenfalls hatten gestern Gelegenheit, an ihren Künsten als Passfahrer zu feilen, denn der Flüelapass bot alles, was die damaligen Passfahrer liebten.
Heute erhalten die Rallye-Teilnehmer weitere Gelegenheiten, sich im Kurven- und Bergstrassenfahren zu üben, denn auch der Lukmanier gehört zu den richtigen Pässen.
Zur Passione Caracciola, die beiden Daimler Dart/SP 250 Fahrer gehörten allerdings nicht dazu, veröffentlichen wir schon bald einen ausführlichen Bericht.

































